Jardim Botânico São Paulo

Veröffentlicht am 16. September 2010

Jardim Botânico São PauloGegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Naturschutz in São Paulo bereits ein relevantes Thema. In diesem Sinne begann die Administration für öffentliche Interessen im Jahr 1893 die Enteignung einer grossen, nativen Waldfläche, die von Landsitzen und Fazendas besetzt war, in der Absicht, den Wald und die Quellen des Bächleins Ipiranga in der Südzone zu schützen.

Bis ins Jahr 1928 diente die Region dann der Wasserlieferung für die Bevölkerung des Stadtteils Ipiranga, und in diesem selben Jahr lud man den Naturalisten Frederico Carlos Hoehne, aus Minas Gerais, ein, dort einen botanischen Garten zu implantieren. Nach einem Projekt von ihm und unter seiner Leitung entstand der Jardim Botânico von São Paulo der, nachdem er im Jahr 2008 ein Alter von 80 Jahren erreicht hatte, sich einem Reformprozess unterziehen musste, der ihn schöner denn je erstrahlen lies – der Botanische Garten von São Paulo ist zweifellos der schönste Park der Stadt zum Entspannen vom Stress!

Gegenwärtig gehört der Jardim Botânico zum „Instituto de Botânica“ von São Paulo und befindet sich, geografisch gesehen, eingebettet in den „Parque Estadual das Fontes de Ipiranga“, bekannter unter dem Namen „Parque do Estado“. Seine Fläche von 360.000 Quadratmetern beherbergt 380 Arten von Bäumen, die für Forschungszwecke genutzt werden. Ausser der Vegetation kann man auch einige interessante Tiere beobachten, wie zum Beispiel den „Tucano de bico verde“, das Faultier, Brüllaffen und Nagetiere, die frei an diesem Ort leben.

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Quesnelia (Quesnelia arvensis)
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M+R
Sagui (Soim ou mico _ Callithrix penicillata)
Bugio Ruivo (Alouatta guariba)
Diese Fotos stammen aus der Flickr Foto-Community und werden gemäß der Flickr-RSS API abgebildet.

Nachfolgend ein paar Sehenswürdigkeiten des Ortes:

Alameda Fernando Costa
Dies ist die erste Attraktion für den Besucher. Es handelt sich dabei um eine erst kürzlich komplett reformierte Fussgänger-Hängebrücke mit 250 Metern Länge – sie ist aus wiederaufgeforstetem Holz gefertigt, und von ihr aus kann man in den Originalwald von oben hineinsehen – ausserdem hat man einen Einblick auf das kristallklare Wasser des Bächleins Pirarungáua. Die Brücke wurde in erster Linie für Besucher mit eingeschränkter Mobilität projektiert.

Córrego Pirarungáua
Schon seit Jahrzehnten kanalisiert, fliesst dieses Bächlein zum historischen Riacho do Ipiranga, unter offenem Himmel ist es die Attraktion des Gartens. In seinem Bett fliesst sauberes Wasser und an seinem Ufer hat man Arten des Atlantischen Regenwaldes angepflanzt, die den Besucher stimulieren sollen, über die Bedeutung einer Erhaltung unserer Quellengebiete.

Das Museu Botânico Dr. João Rodrigues Barbosa
Mit einer einzigartigen Architektur in Kreuzform – wurde 1942 eingeweiht mit dem Ziel, im Besucher das Interesse für die Forschung zu wecken – an den Ökosystemen des Bundesstaates São Paulo und der wirtschaftlichen Botanik. Unter anderem besitzt es einen historischen Salon und ein herrliches, zentrales Vitreau, welches die brasilianische Flora darstellt.

Escadarias/Jardim de Lineu
Schöne Treppenaufgänge von 1928, die sich an den Extremitäten des „Jardim de Lineu“ befinden, der vom Botanischen Garten in Uppsala/Schweden inspiriert wurde, in dem der Vater der Taxonomie Carl Linnaeus tätig gewesen ist.

Estufas (klimatisierte Gewächshäuser)
Aus englischem Gusseisen, sie sind rechts und links vom Eingang zum Jardim Botânico von São Paulo platziert. Das eine enthält tropische Pflanzen, in erster Linie aus dem Atlantischen Regenwald, während das andere für temporäre Ausstellungen genutzt wird.

Lago das Ninféias
Eine der majestätischen Eckchen des Botanischen Gartens. Der See, welcher durch Aufstauung des Corrego Pirarungáua angelegt wurde, beherbergt eine grosse Anzahl aquatischer Pflanzen, von denen sich besonders die Seerosen abheben, die in gelben, violetten und rosa Farben blühen.

Jardim dos Sentidos
Der Garten der Sinne wurde 2003 angelegt, eine Fläche, welche eine Sammlung aromatischer Pflanzen präsentiert – der Besucher darf die Pflanzen berühren, um ihre Gerüche und Texturen zu empfinden. Der Garten ist besonders angepasst, um visuell Geschädigte und Rollstuhlfahrer zu empfangen.

Trilha da Nascente
Auf diesem Quellen-Pfad dringt der Besucher ins Innere des Atlantischen Regenwaldes ein – und zwar als Hängebrücke konstruiert, mit 360m Länge – die ihn zu einer der Quellen des Riacho Ipiranga führt. Der Zugang ist für Personen mit reduzierter Mobilität angepasst.

Weitere Angaben:

Jardim Botânico de São Paulo
Avenida Miguel Stéfano, 3.031
Água Funda – Südzone – São Paulo
Tel: (11) 5073 – 6300
Öffnungszeiten: Von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, von 9h bis 17h
Eintrittspreise: R$ 3. Studenten zahlen R$ 1 sowie Kinder bis 10 Jahre
Erwachsene über 65 Jahre und hilfsbedürftige Personen haben freien Eintritt.