Monument Lateinamerikas

Veröffentlicht am 16. September 2010

Das Monument Lateinamerikas wurde am 18. März 1989 im Stadtteil Barra Funda eingeweiht, geschaffen, um die lateinamerikanischen Manifeste der Kreativität und des Wissens zu verankern – stets mit dem Ziel, kulturelle, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Relationen untereinander aufrecht zu erhalten und auszutauschen.

Monument Lateinamerikas_Fotolia_2588584_XSAuf einer Fläche von 84.480 Quadratmetern hat der Architekt Oscar Niemeyer den Raum über einem Kulturprojekt des brasilianischen Soziologen Darcy Ribeiro gestaltet, der stets die Integration Lateinamerikas verteidigt hat.

Der Raum ist unterteilt in verschiedene Ambiente, wie die „Praça Cívica“ – ein offener Platz, auf dem sich eins der bedeutendsten Symbole des Denkmals befindet, die Skulptur „Die grosse Hand“, sie symbolisiert das vergossene Blut der lateinamerikanischen Völker im Kampf für die Freiheit. Desweiteren der „Salão de Atos Tiradentes“ mit sechs Paneelen, welche die Saga der lateinamerikanischen Kolonisation darstellen – das „Auditorium Simon Bolívar“, berühmt durch seinen Empfang verschiedener Staatschefs wie Bill Clinton, Fidel Castro und Hugo Chavez, unter anderen – die Lateinamerikanische Bibliothek mit der grössten Sammlung lateinamerikanischer Kultur, zirka 30.000 Bände – der „Pavillion der Kreativität des Volkes Darcy Ribeiro“, in dem ein Modell, geschaffen von den Künstlern Gepp und Maia, mit fast 1.000 kleinen Teilchen untergebracht ist, welche die bedeutendsten touristischen Sehenswürdigkeiten der lateinamerikanischen Länder darstellen, sowie Szenen, wie zum Beispiel eine aus dem Buch Ernest Hemingways in Cuba geschrieben: „Der alte Mann und das Meer“. Der Pavillon enthält ausserdem eine permanente Ausstellung lateinamerikanischer Volkskunst.

Curvas
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Das Monument verfügt ausserdem über einen „Anexo dos Congressistas“, ein Raum, welcher akademischen und diplomatischen Aktivitäten, sowie kleinen Ausstellungen zur Verfügung steht, die „Galeria Marta Traba“ lateinamerikanischer Kunst vervollständigt diese Gedenkstätte – letztere wurde 1998 eröffnet, ebenfalls von Oscar Niemeyer in einem Raum projektiert, der ursprünglich als Restaurant für lateinamerikanische Gastronomie vorgesehen war.

Das Monument hat sich zu einem der bedeutendsten touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt entwickelt vor allem wegen seiner berühmten Persönlichkeiten, die es inzwischen besucht haben, wie zum Beispiel Luciano Pavarotti und das Ballett von Cuba. Es war jahrelang Stammsitz des Symphonischen Orchesters von São Paulo.

Weitere Angaben:

Memorial da América Latina
Avenida Auro Soares de Moura Andrade, 664
Barra Funda – Zona Oeste
Metrô-Station: Barra Funda
Tel.: (11) 3823 – 4600
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 9h bis 18h
Eintritt: Das „Memorial“ empfängt vorher vereinbarte Besuchergruppen bei freiem Eintritt.