Der Norden Brasiliens

Veröffentlicht am 12. Februar 2010

Der Norden (bestehend aus den Bundesstaaten Acre, Amapá, Amazonas, Pará, Rondônia, Roraima und Tocantins) Brasiliens entspricht 52% des gesamten nationalen Territoriums, davon ist der grösste Teil vom Amazonas-Regenwald bedeckt – rund 5 Millionen Quadratkilometer – den unzählige ignorante Schreiberlinge als „Grüne Hölle“ bezeichnet haben. Inzwischen haben nicht nur Abenteurer, sondern auch ganz normale Touristen herausgefunden, dass die Bezeichnung „Grünes Paradies“ dieses von unzähligen Wundern der Natur gesegnete und weltökologisch so bedeutsame Gebiet viel treffender beschreiben würde!

Unter anderem ist Amazonien der Welt grösstes Sauerstoff-Reservoir, und ein Fünftel allen Süsswassers unseres Planeten kommt von dort. Auch der Welt grösste Pflanzenvielfalt findet man im Amazonas-Regenwald. Zum Beispiel mehr als 10.000 Arten von Orchideen und Seerosen-Gewächsen, mehr als 300 Spezies von Farnen. Darüber hinaus hat die moderne Wissenschaft herausgefunden, dass sich in Amazonien „der Welt grösster Vorrat an Heilpflanzen-Arten verbirgt“!

Die Vielfalt der Fauna Amazoniens ist entsprechend: 1.800 Vogel-Arten sind hier beheimatet, rund 250 Arten von Säugetieren und über 3.000 Arten von Fischen. Viele Arten dieser überschäumenden Vielfalt sind bis heute nicht einmal katalogisiert!

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BrasilienPortal Podcast Spezial: Der Norden Brasiliens

7 Bundesstaaten, endloser Regenwald und gigantische Wassermassen – der Norden Brasiliens hat eine Menge zu bieten. Die exklusiv für BrasilienPortal.ch produzierte Sendung vermittelt einen ersten Eindruck von der grössten Region Brasiliens und erzählt vom Amazonas, Indianern und der exotischen Küche am Äquator.

Touristisch ist Amazonien in vielen seiner Gebiete bisher kaum erschlossen. Das heisst allerdings nicht, dass Sie sich nicht zutrauen sollten, auch mal ein „touristisch kaum erschlossenes Gebiet“ Amazoniens kennen zu lernen! Und es heisst auch nicht, dass wir dort „noch kein Programm“ für Sie organisieren könnten! Wichtig ist, Sie sollten ein bisschen Abenteuergeist mitbringen! Mit „kaum erschlossen“ meinen wir in erster Linie die Qualität der Unterkünfte und die Qualität der Dienstleistungen für den Besucher. Sie sollten in „touristisch kaum erschlossenen Gebieten“ keine 5-Sterne-Hotels, sondern nur rustikale „Lodges“ oder solche Unterkünfte erwarten, die keinem internationalen Standard entsprechen. Essen werden Sie müssen, was auf den einfachen lokalen Tisch kommt und in punkto Service wird oft ein entschuldigendes Lächeln der einfachen Menschen die Qualität ersetzen, aber was für ein Lächeln!

Sie sind ein Abenteurer?
Dann sind Sie einer von den Menschen, die gerade das Erlebnis hinter den 5-Sterne-Hotels suchen und die Begegnung mit den einfachen Menschen eines fremden Landes dem devoten Service der Hotel-Kellner vorziehen?

Magenkrank sind Sie auch nicht und würden es begrüssen, die landestypischen Spezialitäten zu kosten? Dann freuen wir uns darauf, Ihnen eine ganze Reihe von „Brasilien-Abenteuern“ vorstellen zu können, die ihrem persönlichen Interesse entgegenkommen – nicht nur in Amazonien!

Die folgende „Stippvisite“ in den einzelnen Bundesstaaten des Nordens möchte Ihnen die Vorauswahl ein bisschen leichter machen. Ausführliche Beschreibungen finden Sie dann unter dem von Ihnen bevorzugten Bundesstaat des Nordens.

Google Maps mit Bilderangebot zum Regenwald gestartet

Von zu Hause aus kann jetzt das Amazonasbecken auch mit einem virtuellen Rundgang durch den Regenwald bestaunt werden. Google startete über “Google Maps“ das Angebot von Bildern, die seit dem vergangenen Sommer entlang des Rio Negro in Brasilien aufgenommen wurden.

So zum Beispiel kann die Stadt Tumbira nahe der Hauptstadt Manaus des Bundesstaates Amazonas im Norden Brasiliens virtuell besucht werden. “Sie können eine Wanderung entlang eines Pfads erleben und sehen Sie, wo die brasilianischen Nüsse gepflückt werden“, ist auf dem Blog der Leiterin des Amazonas-Projekts von Google Street View – Karin Tuxen-Bettman – nachzulesen.

Das Amazonasprojekt wurde durch die brasilianische Stiftung FAS (Fundação Amazonas Sustentável) angeregt, die sich um den Schutz des Gebiets kümmert. FAS kontaktierte den Bilderdienst von Google, der nun seit August 2011 mit speziellen Kameras auf ausgerüsteten Dreirädern im Norden Brasiliens im Einsatz sind.

nach obenBUNDESSTAAT ACRE

norden_acreLiegt im extremen Südwesten Amazoniens, mit einer Fläche von rund 153.000 km2 und 655.000 Einwohnern. 95% der Fläche sind vom Amazonas-Regenwald bedeckt, der, in Bezug auf seine Fauna, im Acre besonders vielgestaltig daherkommt. Ein Drittel der brasilianischen Primaten leben in diesem Gebiet! Das Klima ist heiss und feucht, der mittlere Temperaturwert liegt bei 25° C. Eine hohe Niederschlagsmenge von 2.000 bis 2.500 mm erklärt auch die Prädominanz des Regenwaldes.

Die Hauptstadt Rio Branco, am linken Ufer des Rio Acre, wurde 1882 gegründet. Das Gebiet um den Acre wurde Ende des 19. Jahrhunderts – nach dem „Traktat von Petrópolis“ – von Bolivien an Brasilien abgetreten. Brasilien konstruierte, im Gegenzug, die „Eisenbahnstrecke Madeira-Mamoré“, in Rondônia, um den Bolivianern so einen Exportweg ihrer Güter bis nach Belém/Pará zu erschliessen.

Der Acre war, um die Jahrhundertwende (19. Jahrhundert), eine der Hauptproduktionsstätten für Kautschuk, der auch heute noch in der Wirtschaft des Bundesstaates eine Rolle spielt. 1988 wurde der Kautschuk-Sammler und Umweltschützer Chico Mendes, an einem Nebenfluss des Rio Acre von Grossgrundbesitzern erschossen.

Der Acre gehört zu den „touristisch kaum erschlossenen Gebieten“ Brasiliens. Einen Besuch des Bundesstaates empfehlen wir solchen Interessenten, die sich mit unseren oben beschriebenen „Abenteurer-Eigenschaften“ identifizieren können.

nach obenBUNDESSTAAT AMAZONAS

norden_amazonasDer vom Tourismus „erschlossenste Teil“ Amazoniens, wenn auch nur in einem relativ geringen Radius, nämlich fast ausschliesslich rund um die Hauptstadt Manaus.

Der Bundesstaat mit dem Namen des grössten Flusses der Erde, von dem er von West nach Ost durchquert wird, besitzt die grösste Fläche aller brasilianischen Bundesstaaten – rund 1.578.000 km2. In diesem riesigen Gebiet leben nur rund 3.300.000 Menschen, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 2,05 EW/1 km2. Der Regenwald bedeckt den Bundesstaat zu 90%. Der Bundesstaat Amazonas wird durch eine der fortschrittlichsten Regierungen, in Sachen Umweltschutz, geführt. Die Durchschnitts-Temperaturen liegen bei 30 bis 32° C, mit einem äquatorialen, feucht-heissen Klima.

Die Hauptstadt Manaus war eine der ersten Städte Brasiliens mit elektrischem Licht!, als die Brasilianer mit ihrem Kautschuk, Ende des 19. Jahrhunderts, den Weltmarkt eroberten und sich der plötzliche Reichtum mitten im Urwald ausbreitete. Die Stadt liegt am linken Ufer des Rio Negro – etwas oberhalb seiner Mündung in den Amazonas – und hält ein paar interessante historische Sehenswürdigkeiten für den Besucher bereit. Inzwischen weltbekannt: das Amazonas-Theater.

Wer nach Manaus kommt, der ist allerdings in der Regel besonders neugierig auf den Regenwald und seine viel beschriebenen fremdartigen Einzelheiten. Die einen möchten die gefürchtete „Grüne Hölle“ der Abenteuerbücher ihrer Jugend endlich mal mit eigenen Augen sehen, die andern kommen mit einer Art wissenschaftlichem Interesse an Pflanzen und Tieren des Regenwalds nach Manaus, um jetzt von einem versierten Führer die wunderbaren Details dieser einmaligen Biovielfalt erklärt zu bekommen. Und wieder andere, ziehen es vor, einfach mal weg von aller Zivilisation, dem Lärm und der Luftverschmutzung der Städte zu entfliehen, um eine abenteuerliche Flusskreuzfahrt durch die immergrüne Wildnis, mit ihrer Harmonie und nächtlichen Naturmelodie, zu unternehmen.

Für jeden Geschmack ist gesorgt: So genannte „Dschungel-Lodges“ liegen verstreut im Regenwald rund um Manaus, wegen der Versorgung, die in den meisten Fällen überdurchschnittlich gut ist! Im Aufenthalt – der über mehrere Tage gehen kann – sind „Aktiv-Programme“ im Regenwald inbegriffen. Verschiedene regionale Boote, die für den Tourismus umgerüstet wurden, bieten mehrtägige Kreuzfahrten durch die Wildnis an, inklusive mehrsprachiger Führung und gegen einen Aufpreis sogar eine wissenschaftliche Führung. Panorama-Flüge über den Urwald oder nur kurze Schnupper-Touren, von wenigen Stunden, alles ist in Manaus machbar.

nach obenBUNDESSTAAT AMAPÁ

norden_macapaLiegt im nordöstlichen Teil Amazoniens, mit einer Fläche von rund 143.000 km2. Der Bundesstaat Amapá ist fast ganz vom Regenwald bedeckt. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 27 und 28° C, mit einem äquatorialen, feucht-heissen Klima.

Die Hauptstadt Macapá erhebt sich auf dem linken Ufer des nördlichen Amazonas-Mündungskanals, welcher der Stadt einen Flussstrand von 6 km beschert. Kulturhistorisch hat die Hauptstadt einiges zu bieten, menschlich sogar sehr viel: ihre Bewohner sind Fremden gegenüber aufgeschlossen, freundlich und touristisch unverdorben.

Auch Amapá gehört zu den „touristisch kaum erschlossenen Gebieten“ Brasiliens. Ein Besuch des Bundesstaates empfehlen wir solchen Interessenten, die sich mit unseren oben beschriebenen „Abenteurer-Eigenschaften“ identifizieren können.

nach obenBUNDESSTAAT PARÁ

norden_paraLiegt in der Ostregion des brasilianischen Nordens, mit einer Fläche von rund 1.253.000 km2 und einer Gesamtbevölkerung von rund 7.1 Millionen. Pará ist der flächenmässig zweitgrösste Bundesstaat Brasiliens und 87% sind von Regenwald bedeckt. Das Klima ist typisch äquatorial, mit mittleren Jahrestemperaturen zwischen 24 und 26° C.

Die Hauptstadt Belém liegt 160 km südlich vom Äquator und 120 km vom Atlantik entfernt, in einer Bucht des Rio Guajará. Die historisch bedeutsame Stadt – gegründet 1616 – hat auch für Kultur-Reisende einiges zu bieten. Sie war – und ist es immer noch – Eingangstor zum Amazonas und zur Amazonas-Region. Auf dem inzwischen weltbekannten „Ver-o-peso-Markt“ kann man Produkte aus ganz Amazonien kaufen. Im Schatten der die Alleen der Stadt säumenden Mangobäume beeindrucken den Besucher jahrhundertealte Prachtvillen und Kathedralen. Weit über Brasilien hinaus bekannte Volksfeste, wie der „Círio de Nazaré“, präsentieren die traditionelle Folklore von Pará.

Die grösste Flussinsel der Welt, Marajó, liegt in der Amazonasmündung, sie hat eine Fläche von knapp 5 Millionen Hektar und ist grösser als die Schweiz. 150.000 Menschen leben hier verstreut auf 12 Bezirke.

Die meisten Nachfahren der „Nheengaiba-Indianer“, die sich mit afrikanischen Sklaven und portugiesischen Emigranten mischten.
Touristisch haben Pará und Belém sehr viel zu bieten. Eigentlich sehr viel mehr als Manaus und der Bundesstaat Amazonas, wenn man bedenkt, dass man im Bundesstaat Pará, über den Regenwald hinaus, noch eine wundervolle Küste mit Traumstränden geboten bekommt! Allerdings sind die so gut wie völlig unbekannt im internationalen Tourismus. Das muss aber nicht so bleiben!

Zusammenfassend lässt sich vorwegnehmen: Bevor Sie unsere ausführlichen Beschreibungen über Pará gelesen haben, dass Sie von Belém Top-Hotels und einen ebensolchen Top-Service erwarten, im Regenwald wundervolle Tagestouren unternehmen können, am besten per Boot und, falls Sie ein bisschen Abenteuergeist besitzen, unbedingt die Marajó-Insel besuchen sollten, die international-touristisch wenig erschlossen ist, aber Sie wissen jetzt ja schon, wie das gemeint ist!

nach obenBUNDESSTAAT RONDÔNIA

norden_rondoniaBenannt nach „Marechal Rondon“, einem brasilianischen Ingenieur und Pionier, der sich besonders um die Erschliessung des abgelegenen westlichen Amazoniens und die friedliche Kontaktaufnahme mit zahlreichen Indianerstämmen verdient gemacht hat. Der Bundesstaat liegt im Südwesten der Nordregion, mit einer Gesamtfläche von 238.500 km2. Das Klima ist tropisch feucht, mit einer durchschnittlichen Temperatur von 26° C. Die Übergangsvegetation zwischen Amazonas-Regenwald und der südlicheren Savannenlandschaft ist besonders interessant.

Die Hauptstadt Porto Velho – gegründet 1943 – liegt im extremen Norden des Bundesstaates, am rechten Ufer des Rio Madeira, dem mächtigsten Nebenfluss des Amazonas. Hier wurde um die Jahrhundertwende (19. Jahrhundert) die Eisenbahntrasse der „Madeira-Mamoré-Bahn“, zwischen Guajará-Mirim und Porto Velho konstruiert, die für jede Schwelle ein Menschenleben gekostet haben soll.

Touristisch hat Rondônia besonders für Naturliebhaber sehr viel zu bieten – wenn wir es auch noch – rein vorsichtshalber, als „kaum vom internationalen Tourismus erschlossen“ bezeichnen möchten. Aber das ist in diesem Fall eher eine Empfehlung: denn eine bescheidene Infrastruktur ist da, wenigstens an den Orten, die wir in unser Programm aufgenommen haben.

Zum Beispiel: Porto Velho, mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten – inklusive Fahrt mit der „EFMM“, oder die „Pakaas Palafitas Lodge“, am Rio Mamoré – hier werden Sie sogar viel mehr als nur eine bescheidene Infrastruktur finden – und die unzähligen hochinteressanten Ausflüge in den Regenwald. Zum Beispiel zum mächtigsten Fort der portugiesischen Kolonialgeschichte, dem „Principe da Beira“ – mitten im Urwald – werden inzwischen von zuverlässigen Kennern des Metiers betreut.

Warum also unbedingt Manaus? Hier, zwischen Madeira, Mamoré und Guaporé ist der Regenwald noch vollkommen jungfräulich und unverfälscht und vor allem: touristisch kaum erschlossen!

nach obenBUNDESSTAAT RORAIMA

norden_roraimaNördlichster Bundesstaat Brasiliens und der Amazonas-Region, mit Grenzen zu Venezuela und Surinam. Seine Fläche beträgt rund 278.000 km2. Roraima ist der brasilianische Bundesstaat mit dem grössten Anteil gemischter Bevölkerung – zwischen Indianern und weissen Emigranten – den „Caboclos“.

Das Klima ist tropisch-feucht, die Temperaturen schwanken zwischen 20° C und 38° C. In den Bergregionen können die Temperaturen bis auf +6° C fallen. Auf dem höchsten Gipfel, dem Monte Roraima (2.875 m) sind sogar 0° C die Regel.

Die Hauptstadt Boa Vista – gegründet 1943 – liegt am linken Ufer des Rio Branco, einem der nördlichen Nebenflüsse des Amazonas. Die Stadt selbst bietet breite, mit Bäumen gesäumte Alleen, die alle zu ihrem Mittelpunkt, dem Stadtzentrum, hinstreben, wie die breiten Strahlen einer Sonne.

Interessant sind die drei verschiedenen Vegetationszonen, die im Bundesstaat Roraima, entsprechend seiner Lage nördlich vom Äquator, vorkommen:

In der Nordregion, den „Serras“ (Gebirgen) finden wir vereinzelte Bäume von geringer demografischer Konzentration. In den Tälern überwiegen humusreiche Böden, die saftige Grasweiden hervorgebracht haben und sich so bestens zur Haltung von Pferden, Rindern, Ziegen und Schafen eignen.

In der Zentralregion, der Region des „Lavrado“, überwiegt die Savannen-Landschaft, mit kleinwüchsigem Baumbestand, der besonders resistent gegen den chronischen Wassermangel dieser Gegend ist.

In der Südregion, der man den Unterlauf des Rio-Branco-Flusses zurechnet, überwiegt der Amazonas-Regenwald, verschlungen und feucht, mit jenen Urwaldriesen, die die immergrüne Wildnis, und das millionenfache Leben in ihr, mit ihren Kronen beschatten und die wertvolle dünne Humusschicht mit ihren breit ausladenden Brett- und Stützwurzeln festhalten.

Touristisch hat Roraima besonders für Naturliebhaber sehr viel zu bieten, wenn wir es auch noch wie erwähnt, rein vorsichtshalber als „kaum vom internationalen Tourismus erschlossen“ bezeichnen möchten. Aber das ist auch in diesem Fall eher eine Empfehlung.

nach obenBUNDESSTAAT TOCANTINS

norden_tocantinsLiegt im Südosten der brasilianischen Nordregion und gehört zum Staatenverbund Amazonien. Er ist der jüngste aller brasilianischen Staaten, wurde dem Bundesstaat Goiás abgezwackt, und erst 1988 offiziell gegründet. Er hat eine Fläche von rund 278.500 km2. Die mittlere Temperatur liegt bei 28° C. Höchsttemperaturen über 40° C sind allerdings keine Seltenheit, das Klima ist tropisch trocken.

Die Hauptstadt Palmas, eine Stadt, die auf dem Reissbrett konzipiert und entsprechend umgesetzt wurde, liegt im geografischen Zentrum des Bundesstaates, 16 km vom rechten Ufer des Rio Tocantins entfernt. Heute, erst knapp 20 Jahre nach ihrer Grundsteinlegung (1989), ist die Stadtbevölkerung bereits auf über 178.000 Einwohner angestiegen. Es ist eine sehr optimistische Stadt und die am schnellsten wachsende im Land: 27% pro Jahr!

Touristisch hat Tocantins enorm viel zu bieten. Besonders für Naturliebhaber sind die verschiedenen Landschaften ein wahres Eldorado: zum Beispiel, die Ilha do Bananal, welche mit der Ilha do Marajó um das Prädikat „Grösste Flussinsel der Welt“ wetteifert, ist ein ökologisches Sanktuarium, beschützt von der IBAMA und den Carajá- und Javaé-Indianern. Der Rio Araguaia, von dem sie umflossen wird, ist einer der schönsten Abenteuer-Flüsse Brasiliens. Die Serra do Lajeado und das Naturschutzgebiet des Jalapâo bieten andere unvergessliche Erlebnisse. Touristisch jung, aber viel versprechend!


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