Palmas

Veröffentlicht am 16. Oktober 2009

Palmas, die Retortenstadt – ist eine Stadt vom Reissbrett, die erst 1989 konstruiert wurde, eingeweiht am 01.01.1990 und die heute bereits rund 178.000 Einwohner zählt. Die Bewohner der Hauptstadt nennt man „Palmenses“.

Gründung: 1989
Lage: 230 Meter über Meer
Bevölkerungszahl: 228.332 (Stand 11/2010)
Grösse/km2: 2.219 km2
Bevölkerungsdichte/km2: 102,9 Einw./km2
Regenzeit: Januar bis Juli

Der Distrikt von Palmas liegt am Unterlauf des Rio Tocantins, im geographischen Zentrum des Bundesstaates Tocantins. Begrenzt vom rechten Ufer des Flusses zur einen Seite, und zur anderen von den Bergketten der Serra do Carmo und Lajeado. Die Stadt erstreckt sich über einer Fläche von 8.100 km2 (geplant sind 2.572 km2). Das Klima ist tropisch und trocken. Die Temperaturen schwanken zwischen 26 und 27o Celsius.

Palmas ist 968 km von Brasília entfernt. Es wird begrenzt von den Distrikten im Norden Lajeado do Tocantins, im Süden von Porto Nacional, im Osten von Aparecida do Rio Negro und Santa Tereza do Tocantins, im Westen von Paraiso do Tocantins und von Miracema do Tocantins.

In nur 12 Jahren seit der Gründung, bietet die Stadt eine beachtliche Lebensqualität und gute Infrastruktur. 70% der Strassen sind bereits asphaltiert. 70% der Bevölkerung hat Abwasser- und Müllversorgung und 98% haben behandeltes fliessendes Wasser. Praktisch in der gesamten Stadtanlage findet sich eine Strassenbeleuchtung. Die Planer haben viele Grünanlagen und Parks innerhalb des Stadtgeländes berücksichtigt – überhaupt steht der Umweltschutz bei jeder Planung ganz vorne. Palmas hat die Ehre, die meisten Bäume innerhalb ihres Stadtgebiets zu besitzen. Die jährliche Produktion sieht 1.500.000 Setzlinge für Pflanzen und Bäume vor, die in den Anlagen, Parks und Gärten der Stadt eingepflanzt werden.

Die Bevölkerung hat verschiedene Freizeitoptionen – gratis. Plätze, Anlagen und Parks, zum Beispiel den „Parque Cesarmar“, in dem man nach Anleitung sich ein bisschen trimmen kann, oder den „Bosque dos Pioneiros“, unter dessen Vielzahl von Bäumen der sonntägliche Kunsthandwerksmarkt stattfindet. Die Gesundheit steht ebenfalls im Mittelpunkt der Stadtadministratoren: Programme, entwickelt von der Regierung, begünstigen die Familie und die gesamte Gesellschaft. Die Stadt ist sogar Pionier in der Bekämpfung der „Hanseniase“ – Impfprogramme für Kinder sind ein grosser Erfolg. Ebenso die Erziehung: der Indikator für den Schulbesuch liegt bei 89% und der für Wiederholung eines Schuljahrs bei 6%. Schulplätze fehlen nicht. Es gibt in Palmas 29 Schulen, die vom Vorschulalter bis zur akademischen Studium alles bieten.

Palmas ist die am schnellsten wachsende Stadt Brasiliens – 27,7 % pro Jahr, so hat es das „Brasilianische Institut für Geografie und Statistik“ ausgerechnet. In Hinblick auf diese Daten, sieht man Unternehmer aus dem ganzen Land hier ein und ausgehen, um das Potential dieses Ortes persönlich kennen zu lernen. Die Vorteile für Investoren in dieser Stadt sind mannigfaltig: von der besonders einfach und preisgünstig gemachten Installation, bis zu besonderen Steuervorteilen, bietet die Regierung einen sehr günstigen Einstieg für jeden Geschäftszweig. Und diese Strategie hat sich bereits bewährt. So bewegt denn auch der Business-Tourismus bisher die wichtigsten Sektoren des Dienstleistungsgewerbes, wie Hotels, Bars, Restaurants und Autovermietungen. Auf dem Flughafen von Palmas kommen und gehen etwa 5.000 Besucher pro Monat. Ein grosser Teil von ihnen kommt wieder, um in Palmas ein Unternehmen zu gründen – und damit der neuesten Hauptstadt Brasiliens auf die Beine zu helfen – im Bundesstaat der „freien Initiative“, wie es die Regierung ausdrückt.