Naturistisches

Veröffentlicht am 22. Dezember 2009

…dass die Rosen schon 50 Millionen Jahre vor dem Menschen auf unserem Planeten heimisch waren?
Dass aber andererseits keine andere Blume so viele Veränderungen durch die Hand des Menschen erfahren hat, wie gerade die Rose? Heute kennt man mehr als achttausend Varianten von gekreuzten Rosen. Die Kaiserin Josefine, Frau des Napoleon Bonaparte, wird als Pionierin dieser Rosen-Kreuzungstechnik angesehen. Sie arbeitete mit 250 Varianten europäischer Rosenstöcke, um verschiedene bemerkenswerte Varianten zu züchten.

…dass Kokosnüsse gefährlicher sind als Haie?
Im Jahr 2000 kamen 10 Menschen bei Haiattacken ums Leben, während jährlich 150 Menschen von Kokosnüssen erschlagen werden, die von Palmen herabstürzen.

…dass in Brasilien und Australien die meisten fleischfressenden Pflanzenarten vorkommen?
naturistisches1Und zwar leben in Brasilien allein 80 verschiedene Arten. Man nennt sie so, weil sie Beutetiere anlocken, fangen und verdauen. Sie selbst sind „Hermaphroditen“ – das heisst, besitzen sowohl männliche wie weibliche Geschlechtsorgane und pflanzen sich durch Samen fort. Normalerweise wachsen sie an unwirtlichen, feuchten Orten, wie auf Bergen und in Sümpfen. Wegen der wenigen lokalen Nährstoffe im Boden ergänzen sie ihren Nährstoffbedarf mittels tierischer Proteine. Ihre Beute sind Insekten und kleinere Wirbeltiere, wie Frösche, Vögel und Nager. Diese pflanzlichen „Jäger“ besitzen Blätter, die als Fallen angelegt sind, mit brillanten Farben und sogar einem feinen Nektar-Parfum – alles, um die Beutetiere zu täuschen. Man findet Repräsentanten dieser Pflanzengattung fast überall auf unserem Planeten – weniger in den Pol-Regionen – sie sind zwischen drei Zentimetern bis zu einem Meter gross – aber, Gott sei Dank, für den Menschen ungefährlich!

…dass die Riesenseerose “Victória-Régia“ Lasten bis zu 80 kg tragen kann?
naturistisches2Die Blätter dieser Wasserpflanze können einen Durchmesser von mehr als 2 Metern erreichen. Der Stängel, welcher die Pflanze auf dem Grund des Gewässers verankert, kann eine Länge von bis zu 5 Metern haben. Im innenseitigen Bereich der schwimmenden Blätter ist ein Netz von Blattnerven zu sehen, welche unzählige Luftgefüllte Zellen einrahmen, die von einer Stachelbewehrten Aussenhaut bedeckt sind. Die Blüten – von weisser bis rosaroter Färbung – strömen einen angenehmen Duft aus.