Medizinisches

Veröffentlicht am 22. Dezember 2009

…dass Sie bei einem Schlangenbiss die Bissstelle mit Wasser und Seife so schnell wie irgend möglich reinigen sollten?
Das betroffene Glied sofort immobilisieren und sie in einer Position halten, die tiefer als das Herz liegt – das verlangsamt die Zirkulation des Gifts. Natürlich sofort einen Arzt aufsuchen. Auch Bisse von ungiftigen Schlangen sollten professionell behandelt werden, denn es können ernste allergische Reaktionen auftreten.

medizinisches...dass nur die weiblichen Moskitos die Säugetiere (und auch den Menschen) mit Stichen plagen?
Die Männchen sind dagegen Vegetarier und besitzen nicht einmal einen Stachel. Die Weibchen, als die „Moskitas“, brauchen das Blut zur Entwicklung ihrer Eier, die dann in stehendem, sauberem Wasser abgelegt werden. Daher ihre Bevorzugung von Wasserreservoirs, die schlecht abgedeckt sind. Ein weiterer Unterschied der Geschlechter: die Männchen besitzen lange, behaarte Antennen, die bei den Weibchen fehlen – damit „erkennt“ das Männchen seine Partnerin zur Reproduktion.

…dass Sie bei einem Schlangenbiss niemals Eis oder kalte Kompressen auf die Bissstelle auflegen sollten?
Den Verband oder die Aderpresse nicht zu fest anziehen, sie könnte sonst den Blutfluss blockieren und einem Glied ernsthaften Schaden zufügen. Keine Einstiche in die Wunde oder um sie herum machen, in der Absicht, das Gift ablaufen zu lassen – höchste Infektionsgefahr. Und versuchen Sie auch nicht, das Gift mit dem Mund abzusaugen – es könnte durch den Mund in Ihre eigene Blutbahn eintreten.

…dass die Schlangenzunge die Funktion einer Antenne hat?
medizinisches1Sie ist praktisch eine sehr empfindliche Antenne, mit der sich das Tier orientiert, denn Schlangen sind vollkommen taub und haben nur eine geringe optische Wahrnehmungsfähigkeit. Aber sie besitzen einen chemischen Erkennungssinn, den sie bei ihren Aktivitäten einsetzen:
Mit Hilfe ihrer Zunge empfängt die Schlange Geruchspartikel aus der sie umgebenden Luft – die Antenne leitet diese “ambientalen Informationen“ zu einem Empfänger im Gaumen des Reptils, den man “Jacobsonsches Organ“ nennt. Ausserdem vermag die Schlangenzunge auch Erschütterungen des Terrains wahrzunehmen. So können diese Reptilien mit der Zunge ihre Umgebung riechen und fühlen.