Landesinformationen Brasilien

Veröffentlicht am 12. Dezember 2009

ALLGEMEIN

Erfahren Sie mehr über Brasilien, dem fünftgrössten Land der Erde und der mittlerweile sechstgrössten Volkswirtschaft unseres Planeten.

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Name: República Federativa do Brasil
Hauptstadt: Brasília
Fläche: 8.514.877 km2
Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik
Bevölkerungszahl: 203,8 Millionen (Quelle: IBGE, 02/2015)
Bevölkerungsdichte: 23,9 Einwohner/qkm (IBGE, 2014)
Bevölkerungswachstum: 0,8% (IBGE, 2014)
Hauptstadt: Brasília, 2.852.372 Einwohner (IBGE, 2014)
Landessprache: Portugiesisch
Geburtenrate: 14,7 Geburten/1.000 Einwohner (IBGE, 2014)
Altersstruktur: 0-14 Jahre: 23,8%; 15-24 Jahre: 16,5%; 25-54 Jahre: 43,7%; 55-64 Jahre: 8,4%; 65 Jahre und älter: 7,6% (IBGE, 2014)
Lebenserwartung: Männer 70,8 Jahre, Frauen 77,9 Jahre (IBGE, 2014)
Durschnittliche Lebenserwartung: 74.4 Jahre (IBGE, 2014)
Ethnische Gruppen: Weisse 47.7%; Mulatten 43.1%; Schwarze 7.6%; Asiaten 1.1%; Indigene 0.4% (IBGE, 2014)
Religion: Katholiken: 64.99%; Evangelische: 22.16%; Spiritistische: 2.02%; Umbandisten und Candomblezisten: 0.31%; Ohne Religion: 8.04%; Andere: 2.47% (IBGE, 2014)
Höchste Erhebung: Pico da Neblina, mit 2.994m (Amazonas)
Hoheitszeichen: BR
Internet-TLD: .br
Telefonvorwahl: +55
Währung: Real BRL
Wehrpflicht: 12 Monate

nach obenINFRASTRUKTUR

Schienennetz (Breite- und Standardspuren): 28.538 km (IBGE, 2014)
Containerhäfen: 20 (IBGE, 2014)
Festnetzanschlüsse: 223 pro 1.000 Einwohner (IBGE, 2014)
Mobiltelefonanschlüsse: 1.353 pro 1.000 Einwohner (IBGE, 2014)
Internetnutzer: 516 pro 1.000 Einwohner (IBGE, 2013)
Stromverbrauch pro Kopf: 2.509 kWh (IBGE, 2013)

nach obenWIRTSCHAFTS-ECKDATEN BRASILIENS

Bruttoinlandsprodukt (BIP, nom.): 2.244,1 Mrd. US-Dollar (IBGE, 2014)
Wirtschaftswachstum: 0.3% (IBGE, 2014)
Inflationsrate (%): 6.3% (IBGE, 2014)
Arbeitslosenquote (%): 5.8% (IBGE, 2013)
Durchschnittslohn (brutto, Monatslohn, Jahresdurchschnitt, R$) 2.022 (IBGE, 2013)
Währungsreserven (Mrd. US$): 380,0 (2014)
Ausländische Direktinvestitionen (Bestand (Mio. US$): 724.644 (IBGE, 2014)
Hauptländer (Anteil am Transfer in %): 2013: Niederlande 21,3; USA 18,3; Luxemburg 10,3; Chile 6,0; Japan 5,1; Schweiz 4,7; Spanien 4,6; Frankreich 3,0; Kanada 2,5; Grossbritannien 2,4 (IBGE, 2013)
BIP pro Kopf: R$ 25.264 oder US-Dollar 11.068 (IBGE, 2014)
BIP-Wachstum: 0,8 % (IBGE, 2014)
BIP-Anteil Landwirtschaft: Landwirtschaft 7,0 (IBGE, 2014)
BIP-Anteil verarbeitende Industrie: 1.9 % (IBGE, 2014)
BIP-Anteil Handel: 2.5% (IBGE, 2014)

Gegenwärtiger Handel mit Brasilien (Summe der Im- und Exporte in US$ FOB)
1. China: 75.476.039.012 (16,21%)
2. Vereinigte Staaten: 59.057.909.404 (12,68%)
3. Argentinien: 34.441.806.756 (7,40%)
4. Deutschland: 21.485.991.200 (4,61%)
(Quelle: Ministerium für Entwicklung, Industrie und Aussenhandel, 2013)

nach obenGESUNDHEIT UND SOZIALES

Öffentliche Gesundheitsausgaben (am BIP): 3,4 % (Stand 2009)
Öffentliche Ausgaben Bildung/Erziehung (am BIP): 4,6 % (Stand 2009)
Öffentliche Ausgaben Altersversorgung (am BIP): 11 % (Stand 2009)
Kindersterblichkeit: 2,4 % (Stand 2008)
Kinderunterernährung: 6,3 % (Stand 2008)
Armutsrate (Familien mit Einkommen bis halber Mindestlohn): 23,5 % (Stand 2007)
Frauenanteil an den Beschäftigten: 47,2 % (Stand 2008)
Analphabetenrate: 10% der über 15-jährigen (Stand 2008)

nach obenEXPORTWELTMACHT BRASILIEN

(jeweils die drei wichtigsten Länder in der Reihenfolge ihrer Exportwerte)
Soja => USA – Brasilien – Argentinien (FAOSTAT, 2012)
Zucker => Brasilien – Thailand – EU (FAOSTAT, 2012)
Eisenerz => Australien – Brasilien – Indien (FAOSTAT, 2012)
Kaffee => Brasilien – Vietnam – Kolumbien (FAOSTAT, 2012)
Geflügel => Brasilien – USA – Niederlande (FAOSTAT, 2012)
Orangensaftkonzentrat => Brasilien – Belgien – USA (FAOSTAT, 2012)
Rindfleisch => Brasilien – Argentinien – Australien (FAOSTAT, 2012)
Ethanol => Brasilien – USA – EU (FAOSTAT, 2012)
Tabak => USA – Brasilien – Indien (FAOSTAT, 2012)

nach obenENERGIE, UMWELT, TOURISMUS

Brasiliens Energie-Matrix – Erneuerbare Quellen 44.1% (2011)
Zuckerrohr-Produkte: 15.7%; Hydro: 14.7%; Holz und Holzkohle: 9.7%; Andere: 4.0%

Nicht-erneuerbare Quellen: 55.9%
Erdöl und Erdölprodukte: 38.6%; Erdgas: 10.2%; Kohle: 5.6% Uran: 1.5%

Unter den grössten Wirtschaftsmächten steht Brasilien an der Weltspitze in der Nutzung von erneuerbarer und sauberer Energiequellen. Während in Brasilien die erneuerbare Energie 44,1% des Gesamtverbrauchs beträgt, liegt der weltweite Durchschnitt bei 13,3% und in den hoch entwickelten Industrieländern bei 8%.

Installierte Kapazität: 130,810 Megawatt (MW) im März 2013
Erneuerbare und saubere Energiequellen, besonders Wasserkraft, betrifft 64,2% von Brasiliens installierter Energie-Kapazität. (ANEEL 2013)

Tagesproduktion von Erdöl und Erdgas
Um die 2.07 Millionen Barrels pro Tag an Öl und Erdgas (ANP – Januar bis September 2012)
Weltweit führend in der Erdölförderung in tiefem Wasser.

Umwelt – Biodiversifikation:
Brasilien beherbergt mindestens 103.870 Tierarten und zwischen 43.000 und 49.000 Pflanzenarten – des Weiteren Mikroorganismen, Algen und andere Spezies, die bisher noch nicht erforscht worden sind. Zirka 20% die Biovielfalt unseres Planeten stammt aus Brasilien.

Waldzerstörung:
Brasilien hat die Waldrodung um 83% zwischen 2004 und 2012 reduziert, wobei die niedrigste Abholzungsrate im Jahr 2012 erreicht wurde.
(INPE 2012)

Geschützte Gebiete:
Brasilien hatte im Jahr 2011 insgesamt 310 geschützte Gebiete, die 8,8% des nationalen Territoriums ausmachten, und 574 private Naturreservate (4.728 Quadratkilometer). Die Amazonas-Region enthält die grösste Schutzzone, mit 16% ihrer gesamten Ausdehnung, davon stehen 8% unter vollem Naturschutz
(IBGE 2012)

Top-Besucher pro Länder (Stand 2011)
01º Argentinien
02º USA
03º Italien
04º Deutschland
05º Chile
06º Paraguay
07º Frankreich
08º Uruguay
09º Portugal
10º Spanien
17º Schweiz

Beliebteste Reiseziele internationaler Touristen (Stand 2010)
01º Rio de Janeiro (31,4%)
02º Foz de Iguaçu (17,3%)
03º São Paulo (13,6%)
04º Florianópolis (12,8%)
05º Salvador (12,6%)
(keine neue Daten vorhanden!)

Beliebteste Reiseziele Geschäfts-Touristen (Stand 2010)
01º São Paulo (49,6%)
02º Rio de Janeiro (22,5%)
03º Porto Alegre (8,2%)
04º Curitiba (5,5%)
05º Belo Horizonte (4,2%)
(keine neue Daten vorhanden!)

nach obenERGÄNZUNG

Brasilianische Lebensfreude ist Reisegrund Nummer Eins

Brasilia, 11. November 2009 | Quelle: brasilienaktuell.blogspot.com

Brasilien-Touristen schätzen besonders die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Gastgeber in Südamerikas grösstem Land und wählen sie zum Besten, was das Land seinen Gästen zu bieten hat. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie der brasilianischen Tourismusorganisation Embratur, die zeigt, was internationale Touristen an Brasilien am meisten schätzen.

Beliebteste Stadt des Landes ist laut ausländischen Besuchern Rio de Janeiro. Nach den Brasilianern selbst, die in der Studie von 45 Prozent der befragten ausländischen Gäste als „Das Beste an Brasilien“ genannt werden, folgen Natur und Naturschönheiten (23 Prozent), Meer und Strände (18 Prozent), Sonne und tropisches Klima (14 Prozent) sowie die Vielfalt des Landes (9 Prozent).

Die Befragung wurde im Juni 2009 durchgeführt. Insgesamt nahmen mehr als 2.400 Personen aus 27 Ländern teil, die das Land zuvor besucht hatten. „Trotz der grossen Herausforderungen, die wir noch vor uns haben, zeigt diese Studie, dass es über 90 Prozent der ausländischen Besucher in Brasilien gefallen hat und sie das Reiseziel an Freunde und Verwandte weiterempfehlen“, bekräftigt der Minister für Tourismus, Luiz Barretto.

Unter den Städten des Landes belegt Rio de Janeiro auf der Beliebtheitsskala der Touristen mit 45 Prozent der ersten Platz, gefolgt von São Paulo (16 Prozent), Salvador (5 Prozent), Florianópolis (3 Prozent) und Fortaleza (3 Prozent).

Bei den landestypischen Spezialitäten wurde zuerst die Feijoada, der brasilianische Bohneneintopf, von 20 Prozent der Befragten erwähnt, gefolgt vom Churrasco, dem brasilianischen Barbecue mit gegrilltem Fleisch (16 Prozent), feijão com arroz, Reis mit Bohnen (9 Prozent) und Fleischgerichten (9 Prozent).

Bei der Frage nach den berühmtesten nationalen Symbolen gab es eine Überraschung:
24 Prozent nannten die Landesflagge, gefolgt von der Christusstatue in Rio (17 Prozent), Fussball (7 Prozent) und dem Corcovado, Zuckerhut (6 Prozent).

“Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass die brasilianische Lebensart und unsere Kultur internationale Gäste begeistern und fesseln“, erläutert Jeanine Pires, die Geschäftsführerin von Embratur. “Brasilien wird als ein aufstrebendes Land wahrgenommen, das sich einen neuen Platz in der Welt erobert. Mit der Ausrichtung der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016 werden wir zudem verstärkt im Rampenlicht der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen.“

Weitere Ergebnisse der Umfrage

Weit weg von Klischees

Das Klischee der hübschen Mulattinnen scheint bei den Touristen heutzutage kaum noch eine Rolle zu spielen. Befragt nach den Bewohnern des Urlaubslandes spielte nur 1 Prozent der Besucher auf die schönen Frauen an, während 25 Prozent auf die Lebensfreude der Menschen Bezug nahmen und 18 Prozent die Freundlichkeit sowie den sympathischen Gesamteindruck der Einheimischen (18 Prozent) hervorhoben.

Musik und Sport

Die meisten Touristen (46 Prozent) assoziieren den Samba mit Brasilien, für jeweils 9 Prozent sind die brasilianische Popmusik, die Música Popular Brasileira, und der Forró, die Tanzmusik aus dem Nordosten, ein Markenzeichen. 7 Prozent nennen bei der Frage nach brasilianischer Musik den Bossa Nova. Der Fussball bleibt mit 85 Prozent unangefochten an der Spitze der Nennungen.

Naturschönheiten

Die Strände werden mit 28 Prozent an erster Stelle genannt, wenn es um die Naturschönheiten Brasiliens geht. Darüberhinaus begeistern aber auch die Urwälder (18 Prozent), die Stadt Rio de Janeiro (16 Prozent) und die Iguaçu- Wasserfälle (7 Prozent) die ausländische Besucher.

Etwas weniger gefällt 22 Prozent der Befragten kritisierten Gewalt, Kriminalität und Überfälle. Die Armut wurde von 18 Prozent erwähnt, gefolgt von einem Mangel an Sicherheitskräften und Polizei (15 Prozent). Verkehrsprobleme und die schlechte Beschilderung der Strassen empfinden 11 Prozent der Befragten als negativ. 7 Prozent beklagen die hohen Kosten. Dennoch: Immerhin 10 Prozent der Touristen konnten keinerlei Negativ-Punkte finden und fühlten sich rundum wohl.

Über die Studie

Befragt wurden insgesamt 2.405 Personen, ausschliesslich Touristen aus dem Ausland, die nach Brasilien gereist waren, darunter Urlaubsreisende, Businesstouristen und sonstige Besucher, die mindestens drei Tage im Land verbracht hatten. Das Alter der Befragten reichte von 18 bis 75 Jahren.

Die Teilnehmer der Umfrage haben ihren festen Wohnsitz in einem der folgenden Länder: Argentinien, Chile, Peru, Kolumbien, Paraguay, Uruguay, Mexiko, Vereinigte Staaten von Amerika, Kanada, Portugal, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Grossbritannien, Niederlande, Schweden, Schweiz, Russland, Belgien, Dänemark, Finnland, Norwegen, Japan, China, Südkorea und Indien.

Zur Auswahl der Umfrageteilnehmer: Im Wartebereich des Flughafens wurden Urlauber direkt vor ihrer Heimreise und am Ende ihres Aufenthalts in Brasilien angesprochen und interviewt.

Die Studie wurde im August 2009 fertig gestellt. Umsetzung: Embratur (Brasilianisches Fremdenverkehrsinstitut) und Zaytec


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