Schlangenzähne

Veröffentlicht am 10. April 2010

Ihre Anzahl ist je nach Art sehr verschieden, sie hängt von den jeweiligen Ernährungsgewohnheiten der Spezies ab. Einige Schlangen haben gar keine Zähne. Schlangenzähne sind nicht im Kieferknochen verwurzelt, sondern stehen frei auf demselben und werden von nur von einem Hautstreifen zusammengehalten. Deshalb können sie auch sehr leicht ausfallen, sie werden aber durch neue ersetzt, die schnell auf der Basis der ausgefallenen Zähne nachwachsen. Selbst die Giftzähne, wenn sie vorhanden sind, können ausfallen und mehrere Male ersetzt werden.

Es gibt vier Arten von Zahnbestückung der Schlangen:

Charakteristische Zahnbestückung von ungiftigen Schlangen:
AGLYPH
Fehlen von längeren, gefurchten oder hohlen Zähnen, welche mit einer eventuellen Giftdrüse verbunden sein könnten (A – Fehlen, Glifos = Kanal)

OPISTOGLYPH
Präsenz von einem oder zwei Paaren gefurchter Zähne im hinteren Teil des Mauls – länger als die anderen Zähne und mit einer Giftdrüse verbunden. Schlangen mit der Art von Giftzähnen gelten im Allgemeinen als ungiftig, weil durch ihren Biss nur in seltenen Fällen Gift injiziert werden kann – wegen der besonderen Abseitsstellung ihrer Giftzähne. (Opistos = hinten, Glifos = Kanal)

Charakteristische Zahnbestückung von giftigen Schlangen:
PROTEROGLYPH
Präsenz eines festen Zahnpaares vorne im Maul, tief gefurcht und nur wenig länger als die übrigen Zähne – zum Beispiel bei den echten Korallenschlangen. (Protero = vorne, Glifos = Kanal).

SOLENOGLYPH
Präsenz eines einklappbaren, hohlen Zahnpaares vorne im Maul – sie sind lang (1 bis 2 cm) und gekrümmt. Bei geschlossenem Maul liegen sie abgeknickt, parallel zum Gaumen an – und werden beim Öffnen des Mauls um 90 Grad nach vorne geklappt – wie bei den „Jararacas“, den Klapperschlangen und den „Surucucus“. (Soleno = mobil, Glifos = Kanal).