Lebensraum der Schlangen

Veröffentlicht am 10. April 2010

Schlangen existieren in fast allen Ecken unseres Planeten, ausgenommen einige Inseln, wegen ihrer Abgeschiedenheit, und gewisse vereiste Gegenden (das Polargebiet) oder Höhen über 3000 Meter, wegen ihrem Dauerfrost.

Ihre Artenvielfalt ist grösser in den tropischen Regionen und wird geringer, je weiter ihr Lebensraum vom Äquator entfernt liegt, denn die ideale Temperatur für Schlangen liegt bei 30 Grad Celsius.

In sehr kalten Regionen sind die Schlangen in der Regel klein und von dunkler Farbe, um sich schnell erwärmen zu können. Sie halten Winterschlaf, und während des Sommers werden sie erst ab Mittag aktiv. In besonders warmen Regionen dagegen, sind sie von heller Farbe, im Sommer sind sie nur nachts aktiv, und im Winter kann man sie auch tagsüber beobachten – um der intensiven Nachtkälte der Wüste zu entgehen.

snake on leaf in backlight condition Schlangen leben im Umfeld von Felsen, Felsspalten und Höhlen, wo sie Wasser finden können und sich gegen extreme Temperaturen schützen.

Es gibt aquatische und terrestrische Arten. Unter den aquatischen Arten gibt es solche, die im Salzwasser leben (allerdings im brasilianischen Raum nicht vorhanden) und andere, die Süsswasser bevorzugen. Die Meeresschlangen besitzen in der Regel einen abgeflachten Schwanz, der ihnen das Schwimmen erleichtert. Die auf dem Land lebenden Vertreter sind unterteilt in „terrestrische – arboricale – cryptozoische“ und „fossoriale“ Schlangen – je nach dem Ambiente, welches sie zur Jagd bevorzugen.

Arboricale und Terrestrische

Die arboricale Art stellt ihren Beutetieren vorzugsweise auf den Ästen von Bäumen nach, wo sie sich im Blattwerk verborgen auf die Lauer legt. Sie besitzt einen schlanken Körper, langen und spitzen Schwanz, grosse Augen – sie ist in der Lage, ihren Körper zu versteifen, um sich, hoch über dem Boden, von einem Ast zum andern zu schieben. Ihr Gravitätszentrum befindet sich im hinteren Abschnitt.

Die terrestrische Art jagd auf dem Boden und versteckt sich auch auf dem Boden innerhalb der Vegetation. Von dieser Art gibt es die meisten Exemplare mit den unterschiedlichsten Aspekten.

Cryptozoische

Diese Schlangenarten jagen und verstecken sich auf dem Boden zwischen dürren Blättern, Steinen und heruntergefallenen Ästen.

Fossoreale

Sie jagen und verstecken sich unter der Erdoberfläche – in der Erde oder unter verkompostiertem Blattwerk, verwitterten Baumstämmen und Steinen. Sie sind von kleinem Wuchs, mit kleinen Augen und Schuppen, kleinem Kopf mit schmalen Nasenlöchern, einem verstärkten Skelett und einem kurzen, breiten Schwanz zur Stütze bei ihren Klettereien in Höhlen.

Aquatische

Diese Arten erbeuten ihre Nahrung im Wasser oder auf dem Boden. Sie besitzen raue Schuppen, Augen und Nasenlöcher auf dem oberen Teil des Kopfes – die Nasenlöcher haben Atmungsventile.