Uakaris

Veröffentlicht am 29. August 2015

Bald Uakari, A red faced monkey in Peru

deserttrends | Fotolia.com

Die Uakaris sind tagaktive Baumbewohner. Im Astwerk bewegen sie sich entweder auf allen vieren oder springend fort. Während der Regenzeit halten sie sich ausschliesslich in den Bäumen auf, kommen aber in der Trockenzeit auch auf den Boden, um dort ihre Nahrung suchen.

Sie leben in Gruppen, die sich aus mehreren Männchen und Weibchen und den gemeinsamen Jungtieren zusammensetzen. Üblicherweise umfassen diese 15 bis 30 Tiere, manchmal auch mehr.

Zur Nahrungssuche teilen sie sich häufig in Untergruppen auf, um zur Nachtruhe wieder zusammenzukommen. Die Streifgebiete können sehr gross sein und 500 bis 600 Hektar umfassen.

Sie kommunizieren mit einer Reihe von Lauten, auch die gegenseitige Fellpflege spielt eine Rolle. Generell zeigen sie Gruppenmitgliedern gegenüber wenig aggressives Verhalten.

Sie leben in Gruppen zusammen, deren Zusammensetzung und Grösse variieren kann. Springaffen und vermutlich auch Sakis bilden häufig monogame Familiengruppen, bei denen die Partner oft zeitlebens zusammenbleiben. Bartsakis und Uakaris leben in grösseren Gruppen von bis zu 50 Tieren, die sich während der Nahrungssuche häufig in kleinere Untergruppen aufspalten und zur Nachtruhe wieder zusammenkommen.

Brasilianische Uakaris

Vector image of an monkey face on white background

Original fehlt – Bild: yod77 | Fotolia.com

Familie: Pitheciidae (Sakiaffen)
Gattung: Cacajao (Uakaris)
Spezies: Cacajao melanocephalus ayresi
Populärer Name: Aracá-Uakari
Deutsch: Aracá-Uakari
Biom: Amazonien
Gefährdung: VU
Bemerkungen:
Der “Cacajao melanocephalus ayresi” wurde erst 2008 entdeckt und beschrieben als eine Unterart der Gattung Uakaris, aus der Primatenfamilie Pitheciidae. Sein deutscher Name leitet sich ab von seinem Fundort, dem Rio Aracá, im brasilianischen Teil Amazoniens. Er wurde von Jean-Phillipe Boubli, von der Universität Auckland, entdeckt, der Yanomami-Indios auf der Jagd entlang des Rio Aracá begleitete, einem Nebenfluss des Rio Negro. Der wissenschaftliche Name wurde diesem Primaten zu Ehren von José Márcio Ayres verliehen, einem antiken Zoologen der “Wildlife Conservation Society“ und Pionier in der Erforschung der Uacari-Primaten.

Der Aracá-Uakari ist dem Schwarzgesicht-Uakari sehr ähnlich, hat jedoch ein insgesamt dunkleres Fell und ist etwas kleiner – sein Gewicht liegt bei 2 bis 2,5 Kilogramm, die Kopfrumpfläge bei 36 bis 40 Zentimeter. Das fast schwarze Fell hat auf dem Rücken einen Rotstich. Die Haare an den Schultern sind besonders lang und formen eine Art Mantel. Das Gesicht ist schwarz und unbehaart. Man kennt noch recht wenige Details von dieser Unterart.

Uakari monkey, Cacajao calvus, single mammal on tree, Brazil

Erni Fotolia.com

Familie: Pitheciidae (Sakiaffen)
Gattung: Cacajao (Uakaris)
Spezies: Cacajao calvus
Populärer Name: Uacari-branco, Uacari-vermelho, Macaco-inglês
Deutsch: Roter Uakari oder Scharlachgesicht
Biom: Amazonien
Gefährdung: VU
Bemerkungen:
Die Brasilianer nennen ihn “Uacari-Branco, Acari, Macaco-inglês” oder einfach “Uacari” (Cacajao calvus). Er ist ein Primat der Neuen Welt aus der Gattung Cacajao und der Familie Pitheciidae, der im brasilianischen Teil Amazoniens heimisch ist. Die Farbe seines Fells ist von blassem Orange, gelblich, gräulich oder weisslich. Der Bauch ist orange bis gelb, so wie der Stummelschwanz. Der „Bart“, oder Schultermantel, ist rötlich und wird nach aussen hin dunkler. Gesicht, Ohren und Genitalien sind haarlos.

Die Tiere bewegen sich hoch über dem Boden auf Ästen, indem sie ihre vier Beine einsetzen, springen von höheren auf niedere Äste und erklettern Stämme in vertikaler Position. Sie ernähren sich von Früchten, Insekten, Samen, Nektar und Pflanzenknospen. Die Männchen wiegen 3,5 kg und die Weibchen bis zu 2,7 kg. Die Männchen erreichen die Geschlechtsreife nach zirka 66 Monaten, die Weibchen nach 43 Monaten.

Vector image of an monkey face on white background

Original fehlt – Bild: yod77 | Fotolia.com

Familie: Pitheciidae (Sakiaffen)
Gattung: Cacajao (Uakaris)
Spezies: Cacajao hosomino
Populärer Name: Uacari-preto
Deutsch: Neblina-Uakari
Biom: Amazonien
Gefährdung: VU
Bemerkungen:
Der “Cacajao hosomi” ist ein Uakari-Primat aus dem extremen brasilianischen Nordwesten Amazoniens und dem Süden Venezuelas. Er wurde ebenfalls von Jean-Phillipe, von der Universität Auckland entdeckt und beschrieben (2008), zusammen mit dem “Uakaris Cacajao ayresi“. Bis zu diesem Jahr galten beide Spezies als Unterarten des “Cacajao melanocephalus“. Sein englischer und deutscher Name “Neblina-Uakari“ ist eine Referenz an Brasiliens höchsten Gipfel, den “Pico da Neblina“, der sich im Zentrum des geographischen Verbreitungsgebietes dieses Primaten befindet. Der Neblina-Uakari kommt im Nationalpark des Pico da Neblina und im Nationalpark Serranía de la Neblina (Venezuela) vor, wodurch er weitgehend geschützt ist.

Vector image of an monkey face on white background

Original fehlt – Bild: yod77 | Fotolia.com

Familie: Pitheciidae (Sakiaffen)
Gattung: Cacajao (Uakaris)
Spezies: Cacajao melanocephalus
Populärer Name: Uacari-preto
Deutsch: Schwarzgesicht-Uakari
Biom: Amazonien
Gefährdung: VU
Bemerkungen:
Der “Uacari-Preto” (Cacajao melanocephalus) ist ein Neuwelt-Primat aus der Familie Pitheciidae und der Gattung Cacajao. Er ist verbreitet in Brasilien, Kolumbien und Venezuela – er bewohnt den tropischen Amazonas-Regenwald.

Er präsentiert eine dunkle, kastanienrote Färbung der Schenkel und der unteren Rückenpartien, und eine Färbung, die von golden bis rot auf dem übrigen Rücken tendiert. Die Tiere leben in grossen Gruppen bis zu 100 Exemplaren, innerhalb tropischen Regenwaldes. Sie bevorzugen Waldgebiete am Ufer von Flüssen, ziehen sich jedoch während der Trockenheit auch in Wälder des Festlandes zurück. Die Kopfrumpflänge der Tiere beträgt zirka 60 Zentimeter, der Schwanz ist bis zu 15 Zentimeter lang – sie wiegen bis zu 3 Kilogramm. Sie halten sich in den Wipfeln der höheren Bäume auf und kommen selten auf den Boden. Sie ernähren sich von Früchten, Samen, Knospen und kleineren Tieren, wie Vögeln und Eidechsen. Sie sind gefährdet durch Verlust ihres Lebensraumes, durch Jäger, und an einigen Orten auch durch die Präsenz von Missionen, indigenen Gruppen, Goldschürfer und Autostrassen.