Melocactus bahiensis

Veröffentlicht am 1. Oktober 2011

Portugiesisch: Cabeça-de-frade
Wissenschaftlicher Name: Melocactus bahiensis
Familie: Cactaceae (Kakteengewächse)

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Morphologische Merkmale
Ein Xerophyt (Pflanze, die einem extrem trockenen Standort angepasst ist), von kugeliger Form, mit akzentuierten Rippen und mit zahlreichen braunen Stacheln bedeckt. Nachdem er ausgewachsen ist, bildet er oben einen kahlen Knoten oder Kopf.

Herkunft
Dieser Kaktus ist endemisch in Brasilien.

Vorkommen
Im Nordosten des Landes – genauer im Bundesstaat Bahia. Sein Habitat ist die Caatinga.

Kurzbeschreibung
Sein volkstümlicher Name “Cabeça-de-fradeʺ (Mönchskopf) bezieht sich auf seine besondere Gestalt. Er erinnert tatsächlich an den Kopf eines Franziskaner-Mönchs mit dem traditionellen Kahlkopf.

Diese untersetzten, entweder kugel- oder röhrenförmig wachsenden Spezies der Gattung Melocactus bleiben in ihrer Höhe unter einem Meter. Zwischen 8 bis 27 vertikal verlaufende Rippen bilden die Triebe, auf denen sich kleinere und grössere Areolen präsentieren, die mit jeweils 3 bis 21 Dornen bewehrt sind und bei jungen Pflanzen manchmal Widerhaken besitzen.

Nachdem eine junge Pflanze ihr vegetatives Wachstum abgeschlossen hat, bildet sie ein so genanntes Cephalium (Kopf – Blütenstandszone) aus, welches aus wolligen Haaren und Borsten besteht. Dieses Cephalium ist die Basis für kurzlebige, kleine Blüten – röhrenförmig, von einer Färbung zwischen rot und rosa, und von glatter Oberfläche.

Die weissen, rosafarbenen, rötlichen oder violetten Früchte, an denen noch Blütenreste haften, haben eine Keulenform, sind saftig und mit einer glatten Schale überzogen. In ihnen enthalten sind die schwarzen Samen von runder bis eiförmiger Struktur.