Sumaúma

Veröffentlicht am 22. Dezember 2009

Lateinisch: Ceiba pentandra
Familie: BOMBACACEAE

Ceiba-pentandra-wikimediaAuch als „Seidenbaum“ oder „Wollbaum“ bekannt – der Baum gehört zu den höchsten und grössten Amazoniens. Die volkstümlichen Namen hat er von einer Art Pelz, der seine Samen schützend umgibt. Im Allgemeinen ereicht er eine mittlere Höhe von 30 bis 40 m und einen Stammdurchmesser von bis zu 160 cm – gestützt von so genannten „Brettwurzeln“, welche die Stabilität dieses Baumriesen garantieren. Sie sind mit Stacheln bedeckt. Der Baum kommt im gesamten Amazonasbecken vor – vorzugsweise auf sehr feuchten und teilweise überschwemmten Flächen – obwohl man ihn auch mal auf trockeneren Böden findet, als Pionier-Baum sozusagen. Seine Blüten bringt er zwischen August bis September hervor, einer Zeit, in der er fast alle seine Blätter abgeworfen hat. Die Früchte reifen zwischen Oktober und November.

Kuriositäten
Während der Baumblüte findet man die weissen Blütenflocken haufenweise auf dem Boden. Diese Flocken, welche den Samenkern umhüllen und schützen, nennt man auch „Kapok“ – das Material wird industriell zur Konfektion von Rettungsringen benutzt – zur Füllung von Matratzen und Kissen und zur thermischen Isolation. Aus den Samen presst man ein im Haushalt verwendbares Öl – zum Braten und zur Beleuchtung – ausserdem findet es in der Seifenindustrie Verwendung.