Murici

Veröffentlicht am 22. Dezember 2009

Lateinisch: Byrsonima crassifolia
Familie: MALPIGHIACEAE

MuriciEigentlich eher ein Gebüsch als ein Baum – von 2 bis 6 m Höhe – einem verwundenen Stamm, rauer Rinde und gestreckter Krone. Die Zweige setzen schon fast in Bodenhöhe an und breiten sich horizontal um den Stamm herum aus. Die Blüten sind Hermaphrodit – geformt aus fünf gelben bis orangefarbenen Blütenblättern. Die Früchten sind klein und ihr essbarer Teil – gelb und pastis – hat lediglich einen Durchmesser von 5 mm. Die Pflanze kommt im ganzen Amazonasgebiet vor, auch in Mato Grosso und in Minas Gerais. Sie ist typisch für die Campos, Savanas und Capoeiras. Ihre Früchte reifen zwischen Dezember und April.

Kuriositäten
Der Muricí gehört zur gleichen Familie wie der Acerola. Wegen ihren verschiedenen Farben unterscheidet man den Muricí-amarelo (gelben), den Muricí-branco (weissen), den Muricí-vermelho (roten), den Muricí-de-flor-branca (weiss blühenden), den Muricí-de-flor-vermelha (rot blühenden), den Muricí-da-chapada (den auf den Tafelbergen heimischen), den Muricí-da-serra (den im Küstengebirge heimischen), den Muricí-do-brejo (den am Abhang heimischen) und andere Muricí-Arten. Auf den Märkten in Amazonien kommt den kleinen Früchten des Muricí wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts die gleiche Bedeutung zu, wie z.B. denen der Gravíola, des Jambo und des Cajú.