Carapanaúba

Veröffentlicht am 21. Dezember 2009

Lateinisch: Aspidosperma nitidum
Familie: APOCYNACEAE

Der Volksmund nennt ihn auch „Axtstiel“ oder „Altweiber-Ferse“ und „Peroba-de-rego“. Der Baum weist einen längsgefurchten Stamm auf, erreicht 25 m Höhe und einen mittleren Stammdurchmesser von 40 bis 60 cm. Man findet ihn innerhalb des gesamten Amazonas-Regenwaldes, bis hinunter zum „Sertão Baiano“, in Goiás und dem „Minas-Dreieck“ – ganz unabhängig von der jeweiligen Zusammensetzung des Bodens. Die Pflanze bringt jährlich eine grosse Anzahl Samen hervor, die vom Wind verbreitet werden. Die Früchte reifen August bis September.

Kuriositäten
Der Name „Carapanaúba“ bedeutet „Moskito-Holz“ – wegen der vielen Löcher in seinem Stamm. Während der Aspidosperma nitidum ausschliesslich den trockenen Boden der „Terra Firme“ bevorzugt, findet man seinen fast identischen Vetter Aspidosperma carapanaúba eher in den überschwemmten Gebieten. Sein Öl wird von den Einheimischen gegen die Malaria eingesetzt und zur Empfängnisverhütung. Obwohl das Holz des Baumes schwer und hart erscheint, ist es doch wenig resistent, allerdings leicht zu bearbeiten und wird deshalb zur Herstellung von Axtstielen und anderen Werkzeugen verwendet.