Camu–Camu

Veröffentlicht am 21. Dezember 2009

Lateinisch: Myrciaria dubia
Familie: MYRTACEAE

camu-camuStammt aus dem westlichen Amazonasgebiet. Das Gehölz wird in der Regel höchstens 3 m hoch. Seine Stängel sind glatt und verzweigt, und sie stehen im Allgemeinen in ihrem unteren Teil das ganze Jahr über unter Wasser. Die Pflanze bevorzugt die überschwemmten Regionen, sowie Fluss– und Seeufer. Ihre weissen Blüten bilden Dreier– und Vierer-Gruppen, die einen starken Duft ausströmen. Die junge Pflanze besitzt rötliche Blätter, welche sich im Lauf der Zeit zu einem Brillantgrün verfärben. Die Früchte bilden sich zwischen November bis März – sie verfärben sich von einem leichten Rot bis zum Dunkel–Rostrot der reifen Frucht, die sehr sauer schmeckt. Die Fruchtschale ist resistent, das Fruchtfleisch wässrig und die Kerne erscheinen darin in hellem Grün.

Kuriositäten
Im Volksmund bekannt als „Caçari und Cauarí“ hat die Frucht einen ähnlich hohen Vitamin-C Gehalt, wie die „Acerola“ – viel höher als Kiwi und Orangen! Die einheimischen Fischer benutzen sie als Köder zum Fang des begehrten „Tambaqui“ (Amazonas-Fisch). Man macht auch Soft-Drinks, Speiseeis, Gelees, Süssigkeiten und Likör aus diesen Früchten. Die Pflanze bildet die ersten Früchte nach 3 Jahren – zwischen 500 und 1.000 pro Exemplar.