Nach Belo Monte bedroht das nächste Wasserkraftwerk ein Indio-Territorium in Amazonien

Veröffentlicht am 19. April 2015

Seit der 1980er Jahre wurde Brasiliens neuestes Grossprojekt, das Wasserkraftwerk “Belo Monte“ – im Amazonas-Regenwald, mitten im Territorium der Ureinwohner – von massiven Protesten begleitet, wodurch gegen Ende 1980 verschiedene internationale Investoren sich zurückzogen, darunter auch die Weltbank. Ausser dem österreichischen Oscar-Preisträger Bischof Kräutler, zahllosen NGOs und Aktivisten für Umweltschutz, für Menschenrechte und Nachhaltigkeit, ging auch die internationale Prominenz auf die Barrikaden, allen voran der englische Popsänger Sting, der Filmregisseur James Cameron und die amerikanische Schauspielerin Sigourney Weaver.

Ihre Kritik richtete sich in erster Linie gegen die Zerstörung der Natur, gegen die Überflutung des Regenwaldes, der in einem von Ureinwohnern besiedelten Gebiet erfahrungsgemäss noch in bestem Originalzustand erhalten ist. Für den Staudamm sollten mehr als 500 Quadratkilometer davon geflutet und zirka 40.000 Menschen aus ihrem Wohngebiet vertrieben werden – wir haben im BrasilienPortal darüber berichtet.

Ein bedeutender Punkt der Kritik war auch: Die zu erwartende Energieproduktion diene nicht in erster Linie den in dieser Region lebenden Menschen, sondern man wolle damit vor allem den gigantischen Energieverbrauch der Montanindustrie (Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Bodenschätzen) decken.

Angesichts dieser weltumspannenden Protestwelle legte die Regierung dann das Projekt eine Weile auf Eis – aber nur vorübergehend. Im Januar 2011 erteilte die brasilianische Umweltbehörde IBAMA die Baugenehmigung – daraufhin überfluteten Anfang Februar Hunderte von Indios die Hauptstadt Brasília in einer letzten, ohnmächtigen Protestbewegung.

Und ohnmächtig beobachteten die Waldmenschen aus dem Dämmerlicht ihrer vertrauten Umgebung heraus, wie riesige Bulldozer sich unter ohrenbetäubendem Geheul in ihren immergrünen Lebensraum frassen, wie Männer mit knatternden Motorsägen die mächtigen Bäume angriffen, die nach wenigen Augenblicken mit einem ächzenden Aufstöhnen zu Boden stürzten und alles Leben in ihren Wipfeln mit sich in den Tod rissen. Der Natur, mit der sie seit Generationen in beispielhafter Harmonie lebten und sich für jedes erlegte Stück Wild bei ihr zu bedanken pflegten, wurde Gewalt angetan. Die Waldmenschen waren überzeugt, dass die Beschützer des Waldes und die Geister des Wassers das nicht einfach so hinnehmen würden – schlimme Zeiten kündigten sich an, denn sie würden sich rächen.

Protest Belo Monte_Antonio Cruz-AgenciaBrasil

“Ihr werdet sagen: Der Indio redet, aber er ist nur ein Wilder.
Wilde seid Ihr, denn ihr studiert seit Tausenden von Jahren
und habt immer noch nicht verstanden, wie man zivilisiert ist.
Warum studiert ihr dann?
Um die Natur zu zerstören und schliesslich euer eigenes Leben“?
(José Luiz – Indio vom Volk der Xavante)

Am 14. August 2012 stellte der Bundesstaat Pará einen Antrag auf Baustopp, dem der Richter, Desembargador Souza Prudente, unter der Begründung entsprach, dass das ausführende Unternehmen (Norte Energia) gegen die brasilianische Gesetzgebung verstossen hat, indem es die betroffene indigene Bevölkerung vor Baubeginn weder konsultiert, noch über die Folgen für ihre Existenz aufgeklärt habe. Gegen diese einstweilige Verfügung konnte das Unternehme jedoch beim Bundesgerichtshof Widerspruch einlegen – ausser einer Verzögerung der Bauarbeiten wurde nichts erreicht.

Inzwischen gehen diese Bauarbeiten nur zögernd voran, immer wieder unterbrochen durch Proteste von Eingeborenen, richterliche Verfügungen und Streiks der rund 25.000 Arbeiter. Die ursprünglich geplante 1.200m2 grosse Fläche des Stausees musste, aus Rücksicht auf die indigene Bevölkerung seines Umfeldes, durch richterlichen Beschluss von ganz oben, auf weniger als die Hälfte reduziert werden (503m2), was sich auf eine Verringerung der Energieproduktion der gigantischen Turbinen niederschlagen wird: Statt einer veranschlagten Produktion von 11.233 Megawatt (MW) wird der Jahresdurchschnitt auf 4.570 MW sinken, denn besonders in den niederschlagsarmen Monaten des Jahres ist die Grösse des Stausees von zentraler Bedeutung.

Schon fragen Umweltschützer, warum man ein solches Monster im Regenwald konstruiert, von dem man sowieso nur die Hälfte seiner Kapazität nutzen wird? Vorläufig veranschlagte Kosten: R$ 25,9 Milliarden (zirka 8 Milliarden Euro) – vorläufig, denn die Bauarbeiten sind, verglichen mit der Planung, die eine Fertigstellung für das Jahr 2019 vorsieht, bereits 400 Tage im Rückstand. Niemand sieht das Wasserkraftwerk Belo Monte heute noch als eine ideale Lösung für den wachsenden Strombedarf Brasiliens an – auch nicht seine Befürworter. Unter dem folgenden LINK können sich unsere Leser von dem gigantischen Ausmass der Regenwaldzerstörung überzeugen

Antonio Cruz-ABr-Munduruku

Und während die Schwierigkeiten mit Belo Monte tagtäglich die brasilianischen Medien beschäftigen, plant die Regierung bereits das zweite Kraftwerk-Monster im Regenwald: Die “Usina Hidrelétrica São Luis do Tapajós“ – ein Wasserkraftwerk am Oberlauf des Rio Tapajós. Eine von vierzig Spezialisten verfasste, 230 Seiten starke Studie untermauert ihre Überzeugung, dass dieses Wasserkraftwerk, sowohl aus sozialer wie aus ambientaler Sicht, nicht durchführbar ist. Gegen das mit R$ 30 Milliarden (rund 9 Milliarden Euro) veranschlagte Projekt spricht ein nie veröffentlichter Bericht von Anthropologen, erheben sich 1.200 Indios, wurde ein Gerichtsprozess vertuscht und eine verlogene Geschichte publiziert. Trotzdem bleibt dieses Wasserkraftwerk im Bundesstaat Pará das wichtigste Vorhaben der Regierung für die nächsten Jahre. “São Luis do Tapajós“ soll eine Kapazität von 8.040 Megawatt produzieren – weniger als Belo Monte, jedoch in etwa die Kapazität von “Tucuruí“ (Wasserkraftwerk am Rio Tocantins, im Bundesstaat Pará, 1984 errichtet, 8.370 MW).

Zirka 20 Kilometer entfernt vom geplanten Stausee, liegen drei kleine Dörfer der Munduruku-Indios. Das grösste davon, “Sawré Muybu“, hat eine Bevölkerung von 120 Personen und ist das Epizentrum des Kampfes David gegen Goliath. Die Munduruku, ein eingeborenes Volk von schätzungsweise 12.000 Indios, die auf 120 Dörfer verteilt sind und seit vielen Generationen an den Ufern des Rio Tapajós leben, nutzen die Region für die Jagd und den Fischfang. Und sie ist für dieses Volk ein heiliges Gebiet.

Schon seit Jahren warten die Munduruku von Sawré Muybu auf die Demarkation des Indio-Territoriums (IT) mit demselben Namen, einem Gebiet von 232 Hektar Fläche. Dafür haben sie ihrerseits die von der Regierung geforderten Schritte längst unternommen: Die FUNAI (Staatliche Indio-Schutz-Organisation) entsandte ein Team zur Vermessung des entsprechenden Territoriums – Anthropologen verfassten einen Bericht, der von der FUNAI geprüft und von ihrer Präsidentin, Maria Augusta Assirati, anerkannt wurde. Danach sollte er im “Diário Oficial“ (Publikation der brasilianischen Regierung) veröffentlicht werden, und anschliessend seinen Lauf durch verschiedene weitere Instanzen nehmen, um schliesslich vom Präsidenten der Republik (Dilma Rousseff) rechtskräftig anerkannt zu werden – so das übliche Procedere zur Einrichtung eines ITs – aber nicht für die Munduruku.

Überrascht stellten sie im September 2014 fest, dass der besagte Bericht zwar von der FUNAI-Präsidentin Maria Augusta Assirati anerkannt, jedoch niemals veröffentlicht worden war. “Maria Augusta hat uns gesagt, dass der Bericht zwar fertig wäre, sie ihn aber nicht unterschreiben könnte, weil sich das vermessene Territorium in einem Bauabschnitt der Regierung befände“, berichtet der Häuptling Arnaldo Kaba Munduruku, aus dem Dorf Sawré Muybu. Einen Monat später, im Oktober 2014, kündigte die Präsidentin ihr Amt bei der FUNAI. “Wir, als FUNAI, haben uns gegenüber den Munduruku verpflichtet, den Bericht über ihr Territorium zu veröffentlichen“, sagte sie in einem Interview.

“Wir haben dieses Versprechen brechen müssen wegen der Priorität, welche die Regierung diesem Vorhaben (Wasserkraftwerk São Luis do Tapajós) einräumt. Das ist beschämend“! Aus einem Bericht des „Relatório Circunstanciado de Identificação e Delimitação (RCID)”, der ins Internet einsickerte, geht hervor, dass 7% des von den Indios beanspruchten Territoriums vom geplanten Stausee überflutet würden. Die Munduruku müssten also von dort umgesiedelt werden, was durch die Verfassung verboten ist, es sei denn, sie wünschten es so. “Niemals haben wir daran gedacht, uns ein anderes Territorium zu suchen“, sagt der Häuptling Juarez Saw zum Thema.

Im Mai 2014 leitete der Staatsanwalt von Pará eine Aktion gegen die FUNAI und die Landesregierung ein, um den Demarkationsprozess des Indio-Territoriums Sawré Muybu voranzutreiben. “Wir haben festgestellt, dass der einzige Grund, die Anerkennung des ITs zurückzuhalten, darin besteht, dass das indigene Territorium überschwemmt werden wird“, sagte Boaventura, “und das würde die Verfassung verletzen und wird somit den Bau des Wasserkraftwerks São Luis do Tapajós verhindern“!

Es wurde versucht Flavio Chiarelli Vicente de Azevedo zu sprechen, den gegenwärtigen Präsidenten der FUNAI, aber dessen Assessor schob eine überfüllte Agenda vor. Schriftlich erklärte der Assessor: “Die FUNAI erklärt, was die Demarkation von Indio-Territorien betrifft, dass sie von der Regierung dahingehend orientiert worden ist, zwischen den Organen der Regierungsadministration und angeschlossenen Institutionen, die eventuell von der Demarkation indigener Territorien betroffen sein sollten, Interessenkonflikte zu minimieren und den Konsens zu suchen“.

Die Munduruku entschieden sich, ihr Territorium selbst zu demarkieren, indem sie den Parametern des der FUNAI vorliegenden Berichts folgten. “Das ist ein historischer Akt“, sagte der Staatsanwalt Boaventura. “Wir Indios erhalten den Wald besser als die IBAMA (staatliche Behörde für Naturschutz) oder die ICMbio (NGO für Naturschutz)“, sagt der Häuptling Juarez. “Die kontrollieren den Wald aus der Luft, von oben – wir schützen ihn vom Boden aus“!

Der Häuptling Juarez überflog sein Dorf und das Gebiet, welches die Munduruku beanspruchen, vergangene Woche in einem Flugzeug von Greenpeace. Dabei entdeckte er von oben verschiedene illegale Claims von Goldgräbern und Flösse im Tapajós, von denen aus Taucher im Flussbett nach Diamanten suchen, darüber hinaus, auf verschiedenen in den Wald des Schutzgebietes geschlagenen Pisten, den ebenfalls illegalen Abtransport gestohlener Edelhölzer. Er erzählt, dass es ganz in der Nähe seines Dorfes eine Diamantenmine gibt, bekannt unter dem Namen “Chapéu do Sol“ (Sonnenhut) – man schätzt, dass sich dort zirka 300 Schürfer illegal aufhalten. “Wir haben sie verschiedene Male beim ICMbio angezeigt“, sagt Juarez.

Das von den Diamantensuchern besetzte Gebiet war Teil des Schutzgebietes “Floresta Nacional Itaituba II“ bis 2012, als die Landesregierung die Schutzgebiete an der Route der Wasserkraftwerke redimensionierte. Reporter suchten das Büro des ICMbio auf und erhielten die folgende lakonische Antwort: “Durch das Dekret 2.678/2012 wurde das Gebiet “FloNa de Itaituba II“ verändert, und das Territorium der Diamantenmine Chapéu do Sol gehört jetzt nicht mehr zum Schutzgebiet“.

“Die Unterlassung der FUNAI, den Demarkationsbericht weiterzureichen, lässt keinen Zweifel mehr an der Absicht der Regierung, sich über die Rechte der Eingeborenen hinwegsetzen zu wollen und die Konstruktion grosser Wasserkraftwerke in Amazonien durchzusetzen, indem sie die ihrer Politik widersprechenden sozio-ambientalen Schocks einfach ignoriert“, sagt Danicley de Aguiar, Koordinator von Greenpeace, der die Kampagne gegen die Konstruktion der Wasserkraftwerke in Amazonien anführt. “Die Rolle der Regierung sollte es sein, mit unserer Wasserabhängigkeit Schluss zu machen und das Land von diesem veralteten Modell zu befreien, indem sie auf Elektrizität aus Solar- und Windenergie setzt“!

Die Erhaltung ihrer Kultur vereint die Munduruku

ABr040613_ANT2704-mundurukuDer mit dramatischen Wolken besetzte Himmel über dem Dorf “Waru Apompu“, im Südwesten des Bundesstaates Pará, scheint ein Gewitter anzukündigen, das sich aber nicht entlädt. Wer hierherkommt, in den Kanus, die in der Biegung auftauchen, sind Indios – alle streben zur “Assembleia Geral Munduruku“ (Munduruku-Ratsversammlung). Die Männer einer Gruppe sehen besonders kriegerisch aus und schauen auch entsprechend finster, ihre Frauen tragen Baströcke und sind die einzigen mit unbedeckten Brüsten. Und das erklärt sich so: Unter ihnen befindet sich einer der Intellektuellen des Munduruku-Volkes, er ist Anthropologe und widmet sich dem Schutz und der Erhaltung dieser Kultur. “Wenn man mich fragt, ob ich Peruaner sei, Kolumbianer oder Japaner, antworte ich nicht, dass ich ein Indio bin“, erklärt Ademir Kaba Munduruku, “sondern ich sage, das ich Munduruku bin. Ich erkläre, das dies eine von 230 Ethnien ist, die in Brasilien existieren. Ich bin einer von ihnen“.

Der Diesel-Generator gibt seinen Geist auf. Ademir Kaba sitzt auf dem Boden eines der Holzhäuser des Dorfes und beschäftigt sich mit der Reinigung des Filters. Die Hängematten der Familie sind zwischen Balken befestigt, und aufgehängte Aluminiumtöpfe strahlen mich an. Ademirs Familienmitglieder waren Nomaden, sein Vater wollte, dass sein Sohn studiere. Mit 14 ging Ademir nach Belém und Jahre später war er der erste Indio, der die Staatliche Universität von Pará besuchte, zu einer Zeit, als es noch keine “ethnischen Reservierungen“ in den brasilianischen Universitäten gab. Er studierte Sozialwissenschaften, machte seinen Abschluss als Anthropologe, kehrte zu seinem Dorf zurück und heiratete eine Munduruku.

“Ich habe diesen perversen Rassismus nicht erlebt, aber einen unterdrückten, hinter der vorgehaltenen Hand. Und das veranlasste mich, zu meinem Dorf zurückkehren zu wollen und für die Aufwertung der Munduruku-Kultur zu arbeiten. Unsere Sprache drohte verloren zu gehen, unsere Malerei, unser Gesang, das Verhältnis der Jüngeren zu den Älteren war in Gefahr“, erklärt er. “Als die Erziehung durch die Pariwat bei uns eingeführt wurde, nahm man auf unsere uralte Kultur keinerlei Rücksicht“.

Wie recht er hat mit seinem Kommentar zu den “Pariwat“, den Nicht-Indios, beweist sich mir in der Dorfschule nebenan. Im Unterrichtsraum der Schule von Waro Apompu zeigt der Lehrer Edivaldo Poxo Munduruku, 29 Jahre alt, ein Regal mit Büchern in Portugiesisch, Mathematik, Wissenschaften, Geografie und Geschichte. Die indigenen Schüler lernen die Bedeutung des Nils für die Ägypter kennen und wer der Gott Anubis war.

Die Frühstückspause führt dann die Eindrücke ad absurdum: Anstelle von Maniok von den Feldern, Fisch aus dem Fluss vor dem Dorf oder Affenfleisch von der Jagd ihrer Väter, werden den Kindern Ölsardinen und Büchsenfleisch vorgesetzt, und Schokoladenkekse – vieles davon mit längst abgelaufenem Verfallsdatum.

Die Verwirklichung des Prozesses zur Aufwertung und Sicherung der indigenen Rechte kam mit einer Initiative in die Gänge, die im Jahr 2007 mit der FUNAI und dem Erziehungs-Ministerium (MEC) auf Antrag der Munduruku geschaffen wurde – das Projekt “Ibaorebu“. Der Name bezieht sich auf etwas, das schwierig ist, fast unmöglich, aber erreicht werden kann. “Es bringt das Wissen zum Vorschein“, philosophiert Ademir Kaba. Die Initiative ist das Gegenstück zum formellen Schulunterricht und wird von 210 Schülern besucht, die den Grundschulunterricht bereits abgeschlossen haben.

In diesen “Kursen“ erlernen die Teilnehmer Munduruku-Astronomie – was kapitalistische Wirtschaft bedeutet, oder alles über die Ingredienzien der traditionellen Munduruku-Küche. Sie diskutieren das Wasserkraftwerk, welches die Regierung am Tapajós plant, und was aus der neuen Gesetzesänderung PEC-215 entstehen kann, die dem Nationalkongress die Verantwortung für die Demarkation der Indio-Territorien überträgt und ihm sogar die Zukunft des Regenwaldes in den internationalen Klima-Verhandlungen überlässt.

“Über das projektierte Wasserkraftwerk des Komplexes Tapajós hat die Regierung noch nie transparent und ehrlich mit uns gesprochen“, sagt Ademir Kaba, “sie haben nur die positive Seite hervorgehoben, die des nationalen Interesses, und dass dazu keine grossen Arbeitsflächen notwendig seien. Aber das ist eine Lüge. Was wir in Belo Monte gesehen haben, ist eine gigantische Zerstörung. Alles was sie sagen, beweist sich als unwahr und führt dazu, dass wir diesem zerstörerischen Eingriff in die Natur nicht zustimmen können“.

Quelle: Valor Econômico, Brasil – ergänzt und bearbeitet von Klaus D. Günther