Cigana

Veröffentlicht am 7. Dezember 2009 unter Vögel Brasiliens

Ordnung: CUCULIFORMES
Familie: Opisthocomidae
Wissenschaftlich: Opisthocomus hoazin
Deutsch: Hoatzin
Englisch: Hoatzin

Best of friends - Anhinga and Hoatzin at sunset
Hoatzin at Laguna Grande S24A4377
Hoatzin at Laguna Grande S24A4373
Hoatzin at Laguna Grande S24A4383
Hoatzin at Laguna Grande S24A3858
Hoatzin at Laguna Grande S24A3849
Hoatzin at Laguna Grande S24A3842
Hoatzin
Hoatzin (Opisthocomus hoazin) with a chick (tucked undereath the breast) at Sacha Lodge by  Río Napo, Ecuador.  Seen during a birding trip organized by Field Guides Inc.
Hoatzin (Opisthocomus hoazin) at Sacha Lodge by  Río Napo, Ecuador.  Seen during a birding trip organized by Field Guides Inc.
Hoatzin (Opisthocomus hoazin) at Sacha Lodge by  Río Napo, Ecuador.  Seen during a birding trip organized by Field Guides Inc.
Hoatzin (Opisthocomus hoazin) at Sacha Lodge by  Río Napo, Ecuador.  Speen during a birding trip organized by Field Guides Inc.
Opisthocomus hoazin
Opisthocomus hoazin
Hoatzin - Sucumbíos, Ecuador - February 25, 2004
Hoatzins in the lake Sandoval
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Körperlänge: 62 cm, Gewicht: 800 g. Verbreitet in einigen Gebieten von Amazonien und am oberen Rio Paraguay. Ausserhalb Brasiliens auch in den Guyanas und von Venezuela bis Kolumbien und Bolivien. In unserem Land waren diese Vögel sehr zahlreich in den so genannten „Aningais“ von Amazonien, das sind überschwemmte Areale mit grossen Konzentrationen der Aningà-Pflanze (aus derselben Familie der „Antúrio“).

Jedoch in der Umgebung von grösseren Städten Amazoniens wurde die Spezies wegen ihres Fleisches und ihrer Eier gejagt, was ihr Verschwinden oder zumindest den Rückgang ihres Vorkommens in diesen Gebieten zur Folge hatte. Ausser in besagten „Aningais“ lebt die Spezies an den Ufern von Flüssen und Seen, in Mangrovewäldern und Überschwemmungsgebieten. Die Vögel ernähren sich von frischen Blättern, Blüten und Früchten des Aningá-Strauchs, der „Siriúba“ (einer Pflanze der Mangroven), vom „Embaúba“ (eine Pionier-Pflanze, die an Stellen mit viel Sonne wächst, von „Aguapé“ (schwimmende Wasserpflanzen) und von frischem Gras. Um diese relativ harte Nahrung zu verdauen, verfügt die „Cigana“ (Zigeunerin) über ein interessantes Kropf-System, welches die Nahrung mechanisch zerkleinert: dieser Kropf kann bis zu 50 mal grösser als der Magen des Vogels sein, und die Verdauung der Blättermasse wird von symbiotischen Bakterien unterstützt – so wie das von den wiederkäuenden Säugetieren bekannt ist (zum Beispiel beim Rind).

Der Vogel lebt paarweise, und die Paare schliessen sich ausserhalb der Reproduktionsphase zu Banden von bis zu 50 Exemplaren zusammen. Ziemlich ungeschickt, bewegen sich die Tiere nur langsam, sie verbringen die meiste Zeit im Geäst von Hecken oder Buschwerk in Wassernähe, oft fallen sie auch von ihren Ästen herunter.

Sind tags wie nachts aktiv. Sie bilden weitverbreitete Kolonien während ihrer Reproduktionsphase, bauen kleine, flache Nester aus Zweigen, in 2 bis 8 m über dem Wasser. Legen 2 bis 5 längliche Eier, die rosa bis cremefarben und mit lila, blauen oder braunen Flecken versehen sind. Man glaubt, dass verschiedene Mitglieder der Gruppe im Kollektiv die Eier bebrüten, eine Zeit, die zirka 30 Tage währt – und gemeinsam kümmern sie sich auch um die Jungen der Gruppe.

Andere Namen für diese Spezies sind: „Jacu-cigano, Hoa-zim, Cigano, Aturiá“ und „Catingueira“ (Stinker) wegen dem unangenehmen Geruch, der von ihrer vegetativen Nahrung während der Verdauung ausgeht.