Seoul 1988

Veröffentlicht am 18. November 2009
posters-1988 Seoul 1988
Anzahl Länder: 159
Olympische-Disziplinen: 237
Total Athleten: 8’391
Frauen: 2’194
Männer: 6’197
RANGLISTE GLD SLV BRZ
russland1° UDSSR (wir verwenden die aktuellen Russland-Farben) 55 31 46
deutschland2° (Ost) Deutschland 37 35 30
usa3° USA 36 31 27
brasilien24° Brasilien 1 2 3

BRASILIANISCHE MEDAILLENGEWINNER

DISZIPLIN GEWINNER
GLD GLD
Judo 86-95kg Männer Miguel Fernandez Aurelio
SLV SLV
Fussball Männer Mergen Taffarel Claudio, De Amorim Campos João,
Santos Batista João, Raimundo Ricardo, Roque Kaefer Ademir,
Candido Valdo, Silva Geovani, Bernardes dos Santos Edmar,
De Souza Hamilton, De Souza Faria Romario, Araujo Jose,
Cruz Andre, Winck Luiz Carlos, Alves Aloisio, Ferreira Jose,
De Souza Filho Milton, Donizete Luiz Sergio, Kerchner Nelson,
Andrade da Silva Jorge Luiz, Bebeto Jose Roberto, Nascimento Iomar
800m Männer Cruz Joaquim
BRZ BRZ
Segeln Tornado Grael Schmidt Lars
Freitas Clinio
Segeln Kielboot Grael Schmidt Torben
Falcão Nelson
200m Männer Da Silva Robson

Brasilianische Delegation 1988

Anzahl Athleten: 170 (135 Herren und 35 Damen)

Nach den beiden durch Boykott beeinträchtigten Olympiaden der zwei grössten Sportnationen, erlebte Seoul die letzte Teilnahme des grössten olympischen Gesamtsiegers aller Zeiten: der Sowjetunion. Mit dem Ende des grössten Staates der Erde, 1991, setzten die unabhängig gewordenen Staaten zwar ihre Beteiligung an den Spielen in Barcelona fort, aber nicht mehr unter der Fahne des ex-kommunistischen Regimes. Selbst unter Teilnahme der Nordamerikaner wie der Sowjets, hatte auch Seoul seinen Abgang: Kuba!

Insgesamt konnten sich die Spiele genauso wenig einer gewissen Polemik entziehen, wie schon andere zuvor. Im traditionellsten Wettkampf der Leichtathletik, dem 100m-Lauf, gewann der Kanadier Ben Johnson mit der Zeit 9s79 – Weltrekord zu jener Zeit. Doch seine Siegerlaune dauerte nicht lange: Die Organisation der Spiele verbreitete, dass der Athlet beim Antidoping durchgefallen war – man hatte Anabolika bei ihm entdeckt! Die Goldmedaille wurde ihm aberkannt und dem Amerikaner Carl Lewis übergeben – Johnson wurde für zwei Jahre vom Sport gesperrt.

Während der Eröffnungszeremonie betrat der Ex-Athlet Kee-Chung aus Nordkorea das Stadion mit der olympischen Flamme. Chung hatte damals in Berlin 1936 eine Goldmedaille im Marathon gewonnen. Allerdings hatte er für jenen Auftritt seinen Namen ändern müssen und auch das Land, für das er teilnahm: Japan. Und das deshalb, weil die Japaner inzwischen Korea besetzt hatten. Schliesslich entschied das IOC, dass Chung die Goldmedaille an Südkorea zurückzugeben hatte!

Brasilien hatte 170 Athleten mit nach Seoul gebracht (135 Männer und 35 Frauen) – man kehrte mit einer Goldmedaille, zwei Silbernen und drei Bronzenen in die Heimat zurück. Der Judoka Aurélio Miguel war verantwortlich für den einzigen brasilianischen Sieg bei diesen Spielen.

1988Die enttäuschendste Silbermedaille der Spiele erhielt die Männer-Equipe im Fussball: Brasilien war mit Romário, Bebeto, Taffarel, André Cruz und Neto, sowie einer Reihe weiterer Grössen angereist, verlor aber das Endspiel trotzdem – nach Verlängerung – gegen die Sowiets, mit 1:2!

Joaquim Cruz, in der Leichtathletik, gewann die Silbermedaille, und die beiden Doppel Torben Grael und Nelson Falcão, sowie Lars Grael und Clinio Freitas, erhielten je eine Bronzene. Robson Caetano gewann die dritte Bronzene beim 200m-Lauf.

Die Sowjetunion verabschiedete sich von den Spielen wieder einmal mit einem Gesamtsieg vor den Amerikanern: mit 55 Goldmedaillen gegen 36 goldene der USA, die sogar noch hinter Ostdeutschland rutschten – mit 37 goldenen. Brasilien landete auf dem 24. Platz in der Gesamtwertung.

nach obenKuriositäten

Mascottchen Hodori

Mascottchen Hodori

Anthony Nest war der erste schwarze Schwimmer, der eine Goldmedaille bei den olympischen Spielen errang. Der Athlet aus Surinam gewann die 100m-Schmetterling.