Rom 1960

Veröffentlicht am 18. November 2009
posters-1960 Rom 1960
Anzahl Länder: 83
Olympische-Disziplinen: 150
Total Athleten: 5’338
Frauen: 611
Männer: 4’727
RANGLISTE GLD SLV BRZ
usa1° USA 43 29 31
russland2° UDSSR (wir verwenden die aktuellen Russland-Farben) 34 21 16
frankreich3° Italien 13 10 13
brasilien25° Brasilien 0 0 2

BRASILIANISCHE MEDAILLENGEWINNER

DISZIPLIN GEWINNER
BRZ BRZ
Basketball Männer Bispo dos Santos Edson, Blas Moyses, Blatkauskas Waldemar,
De Azevedo Zenny, De Souza Carmo,  Geraldo Boccardo Waldyr, Marques Wlamir, Pereira de Freitas Fernando
Pasos Amaury Antonio, Domingo Massoni Carlos,
Salvador Sucar Antonio, Schall Jatyr Eduardo
Schwimmen, 100m Freestyle Dos Santos Manoel

Brasilianische Delegation 1960

Anzahl Athleten: 81 (80 Herren und 1 Dame)

Zum zweiten Mal hintereinander übertraf die Sowjetunion die USA auf dem Medaillenspiegel. Und das Szenarium dafür hätte nicht besser sein können: Rom, die Ewige Stadt, die historische Bauten vorbereitet hatte, um einige olympische Disziplinen in ihnen durchzuführen – 52 Jahre nach dem ersten Versuch, als der Ausbruch des Vulkans Vesuv diese Pläne zunichte machte. Der Wettkampf im Gewichtheben, zum Beispiel, wurde in der Maxentius-Basilika ausgetragen. Die Caracala-Thermen waren Schauplatz der Gymnastik, und der Konstantin-Bogen war das Ziel für die Marathon-Läufer.

Die Sowjetunion beendete die Olympiade 1960 mit 43 Goldmedaillen, neun mehr als die nordamerikanischen Rivalen – und mit grosser Unterstützung des Turners Boris Shakhlin. Der Russe errang vier Goldmedaillen (bei den Kombinations-Übungen, am Parallel-Barren, beim Pferdsprung und beim Pferd mit Handgriffen), zwei Silbermedaillen (in der Equipe und an den Ringen) und eine Bronzemedaille (am Horizontal-Barren).

Die USA ihrerseits, konnten auf die inspirierte Präsentation ihrer Wilma Rudolph zählen, die drei der 23 Goldmedaillen einbrachte. Die Athletin gewann den 100m und den 200m-Lauf, sowie die 4x100m-Staffel – sie verliess Rom mit dem Spitznamen “Schwarze Gazelle“.

Die Nordamerikaner konnten ausserdem die Geburt eines Phänomens im Boxring erleben: Cassius Clay, der später als Muhammad Ali unsterblich wurde. Der Boxer wurde damals in Rom olympischer Champion im Mittelgewicht – aus politischem Protest warf er seine Goldmedaille in den Tiber.

Ein anderer schwarzer Läufer ging ebenfalls in die Geschichte ein wegen seiner Beteiligung in Rom – und weil er barfuss rannte: der Äthiopier Abebe Bikila gewann den Marathon bei 40 Grad Hitze und brach den Weltrekord – er wurde ausserdem der erste afrikanische Olympia-Champion. Dieser Athlet stammte aus der persönlichen Garde des Kaisers Haile Selassie – vier Jahre später wiederholte er seinen Sieg!

Brasilien verabschiedete sich von Rom mit einem schwachen Ergebnis – nur zwei Bronzemedaillen. Das beste individuelle Resultat erreichte der Schwimmer Manuel dos Santos Junior, Dritter Platz beim 100m-Freistil. Die zweite Bronzene eroberte die Equipe der Herren im Baskett – zum zweiten Mal hintereinander und ein bisschen besser noch als im Jahr 1956. Mit sechs Siegen in acht Spielen, verloren die Brasilianer nur gegen die USA und die Sowjetunion – erstere bekamen Gold und die Zweiten Silber.

nach obenKuriositäten

Der Finne Vilho Ylön kam beim Schiessen in peinliche Verlegenheit: der Schütze traf zwar das Ziel, aber es war das seines Gegners in dieser Entscheidung – was ihn die Goldmedaille kostete.