Wassersport

Veröffentlicht am 19. November 2009

schwimmen swimming symbol

moonrun Fotolia.com

Erstmals im Programm: in Berlin 1896

Brasilianische Medaillengewinner:
Total Medaillen: 14
GLD: 1 (2008)
SLV: 4 (2012, 1996, 1992, 1984)
BRZ: 9 (2016), (2012, 2008, 2000, 1996/2, 1980, 1960, 1952)

Kategorien beim Schwimmsport für Damen und Herren z. B.
100 m Freistil
100 m Rücken
100 m Brust
Synchronschwimmen seit 1984 im Programm
Turmspringen seit 1924

OLYMPISCHE GESCHICHTE

Bis das Schwimmen seine aktuelle Form bei den Olympischen Spielen erreicht hatte – mit Wettkämpfen in Pools von 50m Länge und acht Bahnen, individuellen Prüfungen und Staffeln beim Freistil, Brust-, Rücken- und Schettelings-Schwimmen, auf Distanzen, die zwischen 50m und 1.500m variieren – hat der Schwimmsport die unterschiedlichsten Arten von Wettbewerben gesehen. Die griechische Mythologie ist voll von Hinweisen, die sich aufs Schwimmen beziehen, und ganz gewiss gehörte Schwimmen bereits zu den Fertigkeiten des Menschen in der Vorgeschichte.

Der Anfang des Schwimmens als Sport geht ins 19. Jahrhundert zurück, mit Wettkämpfen, in denen die Athleten einen Stil schwammen, der mit dem Brustschwimmen von heute vergleichbar ist. Das Kraulen, das beim Freistil zur Anwendung kommt, hat man vom Schwimmstil der südamerikanischen Indianer adaptiert. Bei Olympischen Spielen bis 1908, als die Internationale Schwimmföderation (IFNA) gegründet wurde und die Olympiade in London stattfand, hatte man Schwimm-Wettkämpfe bereits im Meer, in Flüssen und Seen ausgetragen, sowie Prüfungen unter Wasser, mit Hindernissen und Tauchen auf Distanz.

Die Schwimm-Disziplinen sind unterteil in: 50m, 100m und 400m Freistil – 100m und 200m Rücken – 100m und 200m Brust – 100m und 200m Schmetterling – 4x100m Freistil und Medley – 4x200m Freistil und Marathon über 10km. Alle diese Prüfungen gelten für Herren und Damen!

Angeführt von Michael Phelps wird die USA Schwimmer-Riege in Peking 2008 als Favorit antreten und die grösste Zahl von Medaillen gewinnen. In Athen bekamen die USA in dieser Disziplin 12 Goldmedaillen, 9 Silberne und 11 Bronzene! Der Vize-Champion von 2004, Australien, wird ohne seinen Star Ian Thorpe antreten, der sich aus dem Sport zurückgezogen hat. Europäische und asiatische Länder – wie Holland, Frankreich und Japan – sind die nächsten Anwärter auf Medaillen.

2004 gewann Brasilien keine einzige Medaille, obwohl seine Schwimmer bisher immer noch ein Podium geschafft haben – in der Ära von Gustavo Borges und Fernando Scherer. Inzwischen gelten die Hoffnungen auf eine Podestkante Schwimmern wie Kaio Márcio, Thigo Pereira und César Cielo. 2008 holte besagter César Cielo aber 2 Medaillen.

So die 1. Goldmedaille in einer Schwimmdisziplin (50m Freistil) für Brasilien! Im 100m Freistil doppelte er noch mit einer Bronzemedaille nach. Thiago Pereira hat bei seiner dritten Olympiateilnahme 2012 endlich das begehrte Edelmetall in Empfang nehmen können. Der 26-jährige belegte über 400 Meter Lagen den zweiten Platz und darf sich nun über die Silbermedaille freuen.

Beim Schwimmmarathon der Frauen gewann Poliana Okimoto an den olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 erstmals ein Bronzemedaille für Brasilien.

Kategorien beim Schwimmsport:
Damen
50 m Freistil
100 m Freistil
200 m Freistil
400 m Freistil
800 m Freistil
100 m Rücken
200 m Rücken
100 m Brust
200 m Brust
100 m Schmetterling
200 m Schmetterling
200 m Lagen
400 m Lagen
4 × 100 m Freistil Staffel
4 × 200 m Freistil Staffel
4 × 100 m Lagen Staffel
10 km Marathon

Herren
50 m Freistil
100 m Freistil
200 m Freistil
400 m Freistil
1500 m Freistil
100 m Rücken
200 m Rücken
100 m Brust
200 m Brust
100 m Schmetterling
200 m Schmetterling
200 m Lagen
400 m Lagen
4 × 100 m Freistil Staffel
4 × 200 m Freistil Staffel
4 × 100 m Lagen Staffel
10 km Marathon
>>> Brasilianische Olympiaauswahl 2012

Synchronschwimmen
Erstmals im Programm: 1984
Bevor es sich zu einer olympischen Disziplin entwickelte, war das Synchronschwimmen, im wahrsten Sinn des Wortes, ein “Kinogag“! Aus den aquatischen Shows mit Akrobatik, die in den USA am Anfang des 20. Jahrhunderts von der australischen Schwimmerin Anette Kellerman präsentiert wurden, hat Catherine Curtis diese Disziplin entwickelt – sie verband Figuren im Wasser produziert von Schwimmerinnen mit Musikuntermalung und bekam einen Platz in den Musicals der MGM, welche damals in den 40er und 50er Jahren von Esther Williams präsentiert wurden. Nach einer Show der Schüler von Catherine Curtis in der nordamerikanischen Stadt Chicago 1933 und 1934, bezeichnete der olympische Schwimmer Norman Ross die Darbietung als Disziplin “Synchronschwimmen“.

Sein gegenwärtiges Format wurde von dem nordamerikanischen Studenten Frank Havlicek entwickelt. Es ist eine der wenigen Sportarten, die nur für Damen geeignet sind – als Einzel- und Duo-Präsentation, sowie in Teams von acht Schwimmerinnen – mit vorgeschribenen und freien Figuren in einem Pool – gewertet von einer Jury nach Technik der Ausführung und Kreativität.

Bei den letzten beiden Olympiaden von Athen und Peking stiegen nur drei Länder aufs Siegerpodest: China, Russland und die USA. Diese drei Länder dürften auch in Zukunft das Monopol für entsprechende Medaillen auf sich vereinen.

Brasilien ist noch in der Entwicklung – allerdings mit Chancen für eine Überraschung für die kommenden Wettbewerbe!

Kategorien beim Synchronschwimmen:
Duett
Mannschaft

Turmspringen
Estmals im Programm: 1924
Die Geschichte dieser Disziplin erklärt bereits einiges über ihren Inhalt. Ihre Wurzeln liegen im 17. Jahrhundert, als schwedische und deutsche Gymnasiasten akrobatische Sprünge über einem Terrain ausführten, welches Fehler ohne weitere körperliche Schäden verzieh: das Wasser.

Und darum geht es beim Turmspringen (oder wie wir Braslianer sagen: bei den “ornamentalen Sprüngen“), akrobatische Sprünge in der Luft auszuführen, von Plattformen (Türmen) in 10m Höhe, oder Trampolins in 3m Höhe, um dann in eleganter Form ins Wasser zu gleiten.

Bei den olympischen Spielen von Sydney 2000 wurde eine neue Kategorie eingeführt: der Synchron-Sprung, bei dem Paare von Herrenn und Damen simultan springen und nicht nur nach technischer Qualität, Stil und Schwierigkeitsgrad gewertet werden, sondern auch nach dem “Synchronismus“ zwischen beiden Partnern. Die Prüfungen sind unterteilt in: 10m Plattform, 3m Plattform, Synchron von der 10m Plattform und der 3m Plattform – alle sowohl für Herren als auch fur Damen.

Wenn die Ergebnisse von Athen richtungsweisend sein sollten, dann wird China diesen Wettbewerb in Peking 2008 gewinnenm was auch eintraf. Im Jahr 2004 gewannen sie bereits sechs der acht möglichen Goldmedaillen in dieser Sportart. Peking fiel nach deutlicher aus: 7 Gold-, 1 Silber und 3 Bronzemedaillen heisst der Medaillenspiegel im Wasserspringen für China.

Ein sehr langer weg für Brasilien um einen Platz unter den ersten fünf zu erreichen!

Kategorien beim Turmspringen:
3m Trampolin der Damen
3m synchron der Damen
10m Plattform synchron der Damen
10m Plattform der Damen

3m Trampolin der Herren
3m synchron der Herren
10m Plattform synchron der Herren
10m Plattform der Herren
>>> Brasilianische Olympiaauswahl 2012

Wasserpolo (Wasserball)
Erstmals im Programm: 1900
Diese Sportart wurde im 19. Jahrhundert parallel in Nordamerika und Europa entwickelt und wird, heutzutage, eher nach europäischem Reglement gespielt. Nach den Regeln des Nordamerikaners Harold Reeder spielten die Teilnehmer auf schwimmenden Tonnen sitzend – wie auf Pferden – und schlugen den Ball wie beim Pferdepolo.

In England erschien der Sport als eine aquatische Version des Rugby und entwickelte Ähnlichkeiten mit dem Fussball – zwei Teams zu je 7 Spielern (einer war Torwart) begegneten sich in einem Pool und kämpften um den Ballbesitz in Richtung des gegnerischen Tors, ohne dass sie mit den Füssen den Boden berühren durften oder mit der Hand den Rand des Pools – während 4×7 Minuten.

Ungarn ist der Favorit in der Geschichte des Wasserballs. Das Land ist derzeit olympischer Zweifach-Champion und wird in Peking mit der Absicht auftreten, die Hegemonie in diesem Sport zu verteidigen. Bei den Damen zeigte sich Italien in Athen führend. Andere Länder, die in diesem Sport vielversprechende Ergebnisse erzielt haben, sind: Kanada, USA und einige europäische Länder, wie zum Beispiel Russland.

Brasilien kann zufrieden sein, wenn seine Athleten einmal über die erste Phase hinauskommen!

Kategorien beim Wasserball:
Wettbewerbe der Damen
Wettbewerbe der Herren

>>> Brasilianische Olympiaauswahl 2016