Rugby

Veröffentlicht am 13. März 2015

Erstmals im Programm: 1900

Brasilianische Medaillengewinner:
Total Medaillen: Fehlanzeige
GLD: Fehlanzeige
SLV: Fehlanzeige
BRZ: Fehlanzeige

Kategorien beim Rugby:
Rugby-7

OLYMPISCHE GESCHICHTE

Die Entstehung des Rugby ist direkt verbunden mit dem Fussball, denn bevor der populärste Sport dieser Welt allein mit den Füssen gespielt werden durfte, wurden auch die Hände mitbenutzt! Alles begann im Jahr 1823, als eine Schule in dem englischen Städtchen Rugby eine neue Art des Fussballspiels entwickelte, die dann später zu dem Sport wurde, den wir heute als Rugby bezeichnen.

Vier Jahrzehnte später wurde die Abschaffung zweier Regeln durch die “Football Association“ – einer Vereinigung, die das Fussball-Reglement weltweit festlegte – fundamental für eine eigene Identität des Rugby-Spiels: Die erste Regel verbot fortan den Fussballern, die Hände zu gebrauchen, und die zweite war die Abschaffung einer groben Art des Angriffs, bei dem ein Spieler seinen Gegner packen und auf den Boden werfen durfte, um an den Ball zu kommen.

Im Jahr 1871 entstand dann erstmals eine “Rugby Football Union“ – die erste Institution zur Reglementierung des neuen Sports. 1886 gründete man das “International Rugby Football Board“, um ein allgemein gültiges Reglement für diesen Sport zu schaffen. Obgleich England diesen Sport geschaffen hatte, trat das Land erst vier Jahre später dem Rugby Football Board bei, denn die Engländer sträubten sich dagegen, dieselben Abstimmungsrechte wie Schottland, Irland und Wales zu haben, die mit weniger Teams in der Vereinigung vertreten waren.

Im Lauf der Zeit haben sich die Regeln des Rugby -Spiels verändert. Neuere Änderungen haben die Zahl der Spieler eines Teams von 20 auf 15 reduziert, schon 1877 veränderte man das Punktesystem des Spielergebnisses und führte einen ovalen Spielball ein.

Die Aufnahme des Rugby in die Olympischen Spiele ist einem mächtigen Fürsprecher zu verdanken: dem Baron de Coubertin, der die Ethik dieses Sports und den Teamgeist bewunderte. Rugby wurde in die Olympiade von 1900 aufgenommen, die in Paris stattfand und von den Heimspielern gewonnen wurde.

Bei der Olympiade von 1904, in Saint Louis, USA, war Rugby nicht dabei, kam aber vier Jahre später dann wieder zurück in London, wo die Gastgeber vom Team aus Australien besiegt wurden. Als der Baron de Coubertin das Präsidentenamt des IOC niederlegte, im Jahr 1925, schied Rugby ebenfalls aus dem olympischen Programm aus.

Während seiner Abwesenheit von der Olympiade gewann der Sport zunehmend an Popularität. Im Jahr 1994 wurde das “International Rugby Board (IRB)“ vom IOC anerkannt, und im darauf folgenden Jahr wurde er zum Profi-Sport – genau einhundert Jahre nach seiner Gründung in England.

Im Jahr 2009 entschied eine IOC-Versammlung, den Sport erneut ins Olympia-Programm von 2016 einzubinden. Jedoch die in Rio de Janeiro zu spielende Modalität wird ein Rugby-Turnier mit jeweils nur sieben Spielern sein – genannt “Rugby-Sevens“ – es ist weltweit die populärste Version.

Das Spiel selbst wird auf einem rechteckigen Rasen ausgetragen, mit zwei senkrecht stehenden Pfosten (Malstangen), im Abstand von 5 – 6 Metern, und einer Querstange in 3 Metern Höhe (zusammen bilden sie ein riesiges “H“) – sie stehen in der Mitte der so genannten “Mallinie“.

Die Dauer eines Spiels ist in zwei Hälften unterteilt – jede von sieben Minuten Dauer. Ziel des Spiels ist es, den Ball hinter die gegnerische Torlinie zu bringen, jedoch dürfen die Spieler den Ball nur nach hinten abgeben.

Der beste Weg, Punkte zu machen, ist ein so genannter “Versuch“ (englisch TRY) den Ball hinter die Torlinie zu bringen – er zählt fünf Punkte.

>>> Brasilianische Olympiaauswahl 2016