Vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2010 fanden die 19. Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika statt. 32 Nationalmannschaften verschiedener Kontinentalverbände (UEFA (Europa): 13 CAF (Afrika): 5 plus Gastgeber Südafrika AFC (Asien) und OFC (Ozeanien ohne Australien): 5 CONMEBOL (Südamerika) CONCACAF (Nord- und Mittelamerika): 8) nahmen an der WM teil, welche erstmals auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen wurde.
Wie schon an der WM 2006 in Deutschland, schied die Seleção im Viertelfinale einer Fussball-Weltmeisterschaft erneut aus. Jetzt ist nun in Brasilien auch dem letzten klar: die Götter der Seleção wurden endgültig vom Thron vertrieben und haben Sterblichkeit erlangt. Zu gross waren die Erwartungen, zu verwöhnt waren Fans und Funktionäre.
"Rumo ao Hexa, die Jagd nach dem 6. Titelgewinn mutierte auch an dieser WM zu einem Debakel von nationaler Tragweite und forderte selbstredend Konsequenzen. Erstes Opfer der Sterblichkeit wurde nun der gesamte Stab rund um Trainer Dunga, der nur Minuten nach der Rückkehr auf brasilianischen Boden komplett abgesetzt wurde. Weitere Spieler werden ihnen folgen und vermutlich nie wieder eine Chance in der Seleção erhalten.
Nun soll ein neuer Trainer her, der Götter erschaffen kann. Von einem ganzen anderen Konzept ist die Rede, von einem erfahrenen Trainer, der Rückkehr der Seleção zum Offensivfussball und dem Einbinden junger Talente wie: Alex Sandro, Douglas Costa, Lulinha, Philippe Coutinho, Neymar, Keirrison oder Ganso.
Nach der WM ist vor der WM
Die kommende WM ist im eigenen Land, der Druck auf die Unsterblichen der Zukunft könnte nicht grösser sein. Und das Ziel ist bereits heute - 4 Jahre vor Beginn - klar definiert: "Rumo ao Hexa!", Neuaufbau der Nationalmannschaft und Titelgewinn 2014.
Wie sagte der ehemalige Trainer Carlos Dunga so treffend:
"Wir müssen immer gewinnen. Und wenn wir gewinnen, dann sind wir nicht zufrieden, weil wir ein Spektakel hätten zeigen müssen. Und wenn wir ein Spektakel zeigen, sind wir auch nicht zufrieden, weil wir sieben oder acht Tore hätten machen müssen. Und wenn wir das getan haben, dann heisst es: Der Gegner war schwach."
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