WM-Maskottchen

Veröffentlicht am 16. November 2009

Was wäre ein Gross-Event, wie eine Fussball-Weltmeisterschaft ohne Maskottchen? Kaum mehr vorzustellen – und das bei der WM 2010 bereits seit 44 Jahren.

1966 bei der Weltmeisterschaft in England hat mit „Willie“ alles angefangen. Mit „Willie“ dem „Wappentier“ der Engländer – ein Löwe – bestritt man neue Marketingwege und kreierte das erste offizielle WM-Maskottchen.

Mit dem Union Jack auf der Brust wanderte „Willie“ durch die Stadien und sorgte für beste Stimmung. Die englische Nationalmannschaft liess sich tatsächlich von „Willie“ inspirieren und holte sich im eigenen Land zum ersten und bisher einzigen Mal den begehrten Titel eines Fussballweltmeisters.

Lange nicht alle WM-Maskottchen bescherten den Gastgebern Glück. „Juanito“, der die Mexikaner 1970 ins Final verhelfen sollte, half gar nichts, denn für die mexikanische Nationalmannschaft war nach der Vorrunde bereits Endstation. Bei der zweiten WM im eigenen Land 1986,   wollten es die Mexikaner mit „Pique“ – einer Chilischote – besser machen, doch auch mit „Pique“ gelang es ihnen nicht –   Schluss war im Viertelfinale.

Ob für die Sieger oder Verlierer im Einsatz, eines haben alle WM-Maskottchen gemeinsam: sie verstauben sehr schnell in einer Ecke und werden vergessen.

Wir wollen sie mit dieser Rubrik aber alle noch einmal “Aufleben“ lassen.

WM 2014 Brasilien – Fuleco

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Fuleco ist ein Kugelgürteltier und trägt eine Hose. Fuleco ist aber nicht nur das WM-Maskottchen 2014 in Brasilien, sondern soll auch als Umweltbotschafter dienen. Der Name Fuleco ist eine Symbiose aus “futebol” und “ecologica”.

Das in Südamerika beheimatete Kugelgürteltier ist vom Aussterben bedroht, sein Lebensraum wird zunehmend vernichtet.

WM 2010 Südafrika – Zakumi

maskottchen-2010Der Leopard “Zakumi repräsentiert die Menschen, die Geografie und den Geist Südafrikas und ist damit Sinnbild der Weltmeisterschaft 2010“. Die Idee für das Maskottchen stammt von Andries Odendaal aus Kapstadt und das Maskottchen wurde in Südafrika entworfen und auch hergestellt.

Zakumi setzt sich aus dem Kürzel “ZA“ für Südafrika und dem Wort “kumi“ zusammen, das in einigen afrikanischen Sprachen 10 bedeutet und damit für das Austragungsjahr der WM steht. Sein grünes Fell symbolisiert das Grün des Rasens.

WM 2006 Deutschland – Goleo

maskottchen-2006„Goleo“ – mit dem sprechenden Ball „Pille“ – ist das Maskottchen für die WM 2006. Er kam zu seinem Namen, als sein “Vater“ ihn angeblich beim Fussballspielen immer mit „Go, Leo, Go!“ anfeuerte. Der Name enthält aber auch zwei weitere Fussball-Wortspiele.

Einerseits ist indirekt das englische Wort goal (auch gol, oder deutsch Tor) enthalten (Goleo – „Goal-eo“) und andrerseits der spanische Ausruf Olé (Goleo – „G-olé-o“). Entworfen wurde die Figur von Mitarbeitern der Jim Henson Company, die z. B. durch die Muppets (Kermit, Ernie & Bert) und die Sesamstrasse bekannt geworden ist.

WM 2002 Japan und Südkorea – Spheriks

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Alles neu im neuen Jahrtausend: 2 Gastgeber, 3 Maskottchen. Die von Computern animierten   Phantasie-Wesen hiessen Ato, Nik und Kaz und wurden Spheriks genannt.

WM 1998 Frankreich – Footix

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Die Ära der “leibhaftigen“ Maskottchen wurde in Frankreich mit dem Hahn Footix eingeleitet. Das präsentierte der so gut, dass er Frankreich gleich zum Weltmeister anfeuerte.

WM 1994 USA – Striker

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Der Hund „Striker“ war das Maskottchen der Amerikaner.

WM 1990 Italien – Ciao

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Der abstrakte Ciao sorgte für ein abstraktes Fussballturnier, das zu einer der schlechtesten WM hinsichtlich des technischen Niveaus zählt. Für die “Squadra Azzurra“ reichte es im eigenen Land dank eines 2:1 Siegs über England zum 3. Rang.

WM 1986 Mexiko – Pique

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Señor Pique – die feurige Chilischote – sollte es besser machen, als „Juanito“ vor 14 Jahren. Der kleine Ballkicker mit dem grossen Sombrero konnte den Mexikanern ihren grossen Wunsch eines Weltmeistertitels ebenfalls nicht erfüllen.

WM 1982 Spanien – Naranjito

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Naranjito – die sprechende Orange – war das Maskottchen in Spanien. Er konnte nicht an die Erfolge seiner “Vorgänger“ anknüpfen und die spanische Nationalelf schied in der Finalrunde gegen Deutschland aus.

WM 1978 Argentinien – Gauchito

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Ein weiterer Glücksbringer für die Gastgeber war “Gauchito“. Mit Unterstützung des kleinen Gáucho mit dem Hirtenhut und der Lederpeitsche holten die Argentinier 1978 den Weltmeistertitel.

WM 1974 Deutschland – Tip und Tap

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Die beiden Kerle – Tip und Tap waren der deutschen Nationalelf gut gesinnt: Deutschland wurde nach 1954 zum 2.mal Weltmeister.

WM 1970 in Mexiko – Juanito

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Besonderheit: ein extragrosser Sombrero – sein Name: „Juanito“. Eigenschaft Maskottchen der Weltmeisterschaft in Mexiko.

WM 1966 England – Willie

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Mit „Willie“, dem englischen Löwen, begann die Erfolgsgeschichte der WM-Maskottchen. Den Gastgebern brachte er Glück, sie holten ihren bisher einzigen Titel.