Philippe Coutinho

Veröffentlicht am 25. Juni 2011

philippe_coutinhoKünstlername: Philippe Coutinho
Kompletter Name: Philippe Coutinho Correia
Geburtsdatum: 12/06/1992
Geburtsort: Rio de Janeiro (RJ)
Grösse: 1,75m
Position: Offensives Mittelfeld
Link: Fehlanzeige

Vereine:
2013: FC Liverpool
2012: Espanyol Barcelona (Leihe)
2010: Inter Mailand
2009 bis 2010: Vasco da Gama

WM-Einsätze Seleção:
Fehlanzeige

Mit seinen 21 Jahren hat Philippe Coutinho schon mehr erreicht als viele Profis in ihrer gesamten Karriere. Und doch sind sich alle sicher: der ganz grosse Erfolg wird noch kommen. Das Supertalent aus Brasilien gilt schon jetzt als Anwärter für die Nationalmannschaft bei der kommenden Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Geboren wurde Philippe Coutinho am 12. Juni 1992 in Rio de Janeiro. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft und sein Talent für das runde Leder. Seine erste und wichtigste Station in Brasilien war daher der Traditionsverein Vasco da Gama in seiner Heimatstadt, wo er die gesamten Kinder- und Jugenspielklassen durchlief. Bis zu seinem 13. Lebensjahr hatte er sich allerdings dem Hallenfussball “Futsal” verschrieben, bevor er auf das grosse Spielfeld wechselte.

Seine Leistungen waren dort so überzeugend, dass er bereits im Alter von 16 Jahren einen Vertrag vom italienischen Rekordverein Inter Mailand angeboten bekam. Doch der Wechsel nach Europa konnte aufgrund des FIFA-Reglements nicht durchgeführt werden, da ein Spieler bei einem internationalen Transfer volljährig sein muss.

philippe_coutinho1So spielte Philippe seine letzte Saison als Jugendlicher noch bei Vasco, allerdings dort bereits in der Stammmannschaft. In der Saison 2009 gewann er mit der Meisterschaft in der Série B seinen ersten grossen Vereinstitel. Der offensive Mittelfeldspieler konnte sich allerdings zunächst nicht als Torjägerjäger etablieren, so dass damals lediglich drei Treffer auf seinem Torekonto verbucht werden konnten. Doch gemeinsam mit seinem Stürmerkollegen Dodô bildete er im Angriff ein fast unschlagbares Team, was ihm viel Beachtung einbrachte.

Im Juli 2010 hiess es für die Fans in der Metropole unter dem Zuckerhut dann allerdings endgültig Abschied nehmen. Philippe wechselte zu dem frischgebackenen Gewinner der Champions-League 2009/2010 in die Lombardei. Seinen Einstand auf europäischem Rasen feierte er am 27. August 2010 gegen Atlético Madrid beim UEFA-Super Cup – allerdings mit einer 0:2 Niederlage für seinen neuen Verein Inter Mailand.

Danach wurde er vom damaligen Trainer Rafa Benítez immer wieder bei Liga-Spielen eingesetzt. Doch erst unter dem neuen Coach Leonardo aus Brasilien vergrösserten sich seine Chancen, auf dem Platz wirklich sein Können unter Beweis zu stellen. Die Zuschauer begeisterte er unter anderem im Achtelfinale der Champions-League gegen den FC Bayern München, als Inter auswärts durch ein 3:2 Erfolg die 0:1 Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen konnte und somit die nächste Runde erreichte.

Zu seinen Erfolgen in der Saison 2010/2011 gehörten allerdings auch der Gewinn der des italienischen Supercups, des italienischen Pokals und der FIFA-Klubweltmeisterschaft. Allerdings kam er in allen drei Finals nicht zum Einsatz.

Erfahrung auf dem Spielfeld sammelte der Youngster jedoch bereits reichlich im kanariengelben Trikot. Sowohl für die brasilianischen Nationalmannschaften der U14, U15, U16 und U17 wurde er nominiert und auch 2011 dürfte er bei der Weltmeisterschaft der U20 in Kolumbien (29. Juli bis 20. August 2011) auf dem Platz stehen. Mit der Seleção da Base der U15 und U17 war er bereits 2007 und 2009 Südamerikameister geworden.

Sollte sich die Hoffnungen bestätigen und Philippe Coutinho weiterhin so gute und konstante Leistungen zeigen, so wird Felipão Scolari als Trainer der “richtigen Seleção“ in Zukunft nicht um ihn herumkommen. Eingeladen hatte den Jungstar bereits sein Vorgänger Mano Menezes im vergangenen Jahr für ein Seleção-Trainingslager in Spanien. Dort durfte Philippe überraschend ein Freundschaftsspiel gegen den Iran voll durchspielen. Und dies dürfte für die Nachwuchshoffnung des brasilianischen Fussballs nicht der letzte Auftritt für den fünffachen Weltmeister gewesen sein.