Michel Fernandes Bastos

Veröffentlicht am 21. Mai 2010

Michel_Fernandes_BastosKünstlername: Michel Bastos
Kompletter Name: Michel Fernandes Bastos
Geburtsdatum: 02/08/1983
Geburtsort: Pelotas (RS)
Grösse: 1,80 m
Position: Mittelfeld
Link: Fehlanzeige

Vereine:
2014: FC Sāo Paulo (SP)
2013 bis 2014: al Ain Club (AS Rom (Leihe)
01/02/2013: Leihe FC Schalke 04
14/07/2009: Olympique Lyon
15/06/2006 bis 13/07/2009: Lille
12/2005 bis 14/06/2006: Atlético-PR
2005 bis 12/2005: Figueirense-SC
2004: Grêmio (RS)
2003 bis 2004: Atlético (PR)
2002 bis 2003: Excelsior Rotterdam (HOL)
2001 bis 2002: Feyenoord
2001: Pelotas (RS)

WM-Einsätze Seleção:
WM 2010 Südafrika

Als der brasilianische Nationalcoach Carlos Dunga am 02. März 2010 nach einem Freundschaftsspiel gegen die Republik Irland ausdrücklich unter anderem Michel Bastos lobte, mussten viele Fans erst einmal nachschlagen. Auch wenn er kurz zuvor auf dem Rasen zu sehen war, von dem Flügelspieler war wenig bekannt.

Vielleicht lag es mit daran, dass Michel Fernandes Bastos nach seinen Jugendjahren beim EC Pelotas im Bundesstaat Rio Grande de Sul direkt als 18-jähriger nach Europa wechselte. In Pelotas war er am 02. August 1983 geboren, in Pelotas hatte er von 1994 bis 2001 jährlich für mehr Aufsehen gesorgt und wurde schliesslich von den weit entfernt angesiedelten Clubs umworben.

Seine erste Station im fernen Europa war Feyenoord Rotterdam in den Niederlanden. Dort kam er jedoch nicht zum Einsatz sondern wurde an Excelsior Rotterdam ausgeliehen, hauptsächlich um Spielpraxis zu sammeln. Den Durchbruch konnte er jedoch dort in der Saison 2002/2003 trotz 28 abgeleisteter Spiele nicht schaffen und kehrte daher zur europäischen Sommerpause nach Brasilien zurück.

Doch auch hier wollte es nicht mehr so richtig klappen. Zunächst kam er bei Atlético Paranaense in Curitiba unter, nach acht Spielen wurde er jedoch bereits an Grêmio Porto Alegre ausgeliehen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er nach seinem Weggang von Pelotas kein einziges Tor erzielt, die Stimmung war dementsprechend schlecht. Doch Michel Bastos gab nicht auf und versenkte 2004 in 19 Spielen immerhin viermal den Ball im Netz.

Für die Verantwortlichen bei Grêmio war dies jedoch nicht ausreichend. Da der Verein gerade in die Serie B der brasilianischen Liga abgestiegen war, gaben sie ihn kurzerhand wieder und boten ihm keinen Vertrag an. Er blieb jedoch in der wichtigen Serie A und kam bei Figueirense FC in Florianópolis im Bundesstaat Santa Catarina unter. Hier konnte er seine Torausbeute schon um einiges verbessern und kam in der Saison 2005/2006 auf immerhin 10 Treffer. Zum Saisonende wechselte er abermals zu Atlético Paranense, seiner bislang letzten Station in Brasilien.

Michel Fernandes BastosIm Sommer 2006 verpflichtete ihn der französische Erstligist OSC Lille für eine Ablösesumme von 3 Millionen Euro. Sein erstes Spiel für die Nordfranzosen absolvierte er zur Saisoneröffnung beim 2:1 Auswärtssieg über Stade Rennes am 5. August 2006. Beim berühmten Nord-Derby zwischen dem RC Lens und Lille schoss er am 20. Spieltag der Saison 2006/07 dann auch endlich seinen ersten Treffer in Europa.

Trotz seiner brasilianischen Herkunft ist Michel Bastos bis heute nicht für übermässige Technik oder Dribblings bekannt. Im Laufe der letzten Jahre wurde er jedoch immer torgefährlicher und verhalf so seinem Verein auf immer bessere Tabellenplätze. 2008/2009 erreichte er mit 14 Treffern in Punktspielen den 4. Platz in der Torschützenliste der Liga und wurde sogar zum Spieler des Jahres gewählt.

Nach dieser beeindruckenden Saison des engagierten Brasilianers, der vor allem für seine Freistösse bekannt ist, interessierten sich auch andere Vereine in der französischen Liga für den Linksfuss. Letztendlich wechselte er im Sommer 2009 für 18 Millionen Euro zu Olympique Lyon.

2009 war auch das Jahr, in dem Dunga auf ihn aufmerksam wurde und ihn erstmalig für Freundschaftsspiele nominierte. Er kam in drei Partien zum Einsatz und spielte insgesamt 270 Minuten, dann hatte er das Vertrauen des Teamchefs endgültig gewonnen. Die Nominierung in den Kader für die Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika war ihm sicher.