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Formel 1 von 1981 – 2009

2009
Rückblick auf die Formel 1 – Telenovela
Ein Fast-Champion mit Horrorchrash, ein Oldtimer auf dem Treppchen und ein erfolgloser Youngster mit einen dicken Skandal – aus brasilianischer Sicht war in der diesjährigen Formel 1 – Saison alles dabei. Das Brasilienportal taucht ein in den unwirklichen Zirkus von Stars und Sternchen, Bonzen und Boliden. Eine Telenovela, wie sie nur aus Brasilien kommen kann.

2009_jenson_buttonDas "(Un)Wichtige" zuerst: am Ende gewann Jenson Button von Brawn GP die Saison 2009 klar mit 95 Punkten vor Sebastian Vettel (Red Bull Racing) mit 84 Punkten und seinem Brawn-Teamkollegen Rubens Barrichello mit 77 Punkten. Auch der Konstrukteurstitel ging an den überragenden Brawn-Rennstall. Auch wenn der Formel 1 – Titel damit nach England geht, für Aufregung sorgten vor allem die Brasilianer im Feld.

Nachdem Felipe Massa den WM-Sieg im Vorjahr nur hauchdünn verpasst hatte, ging er natürlich extrem optimistisch in die Formel 1 - Saison 2009. Doch diesmal sollte es keinen Zweikampf zwischen Ferrari und Mercedes geben. Vielmehr stand direkt ein anderer Brasilianer im Rampenlicht: Rubens Barrichello. Ende 2008 noch extrem gescholten, dass er seinen Platz nicht für Bruno Senna räumen wollte, drehte das derzeitige Urgestein im PS-Zirkus richtig auf und stand bereits nach dem ersten Rennen mit auf dem Siegertreppchen.

Die Sensation war perfekt. Nur seinem Teamkollegen und späteren Weltmeister Jenson Button musste er sich dabei geschlagen geben. Sein Rennstall Brawn GP, hervorgegangen aus dem Honda-Team, welches sich aus der Formel 1 zurückgezogen hatte, schien alles richtig gemacht zu haben. Einen solchen Doppelerfolg zu Saisonbeginn gab es letztmalig 1954 in Frankreich, als Juan Manuel Fangio und Karl Kling auf Mercedes die ersten beiden Plätze belegten.

Und die Punkte strömten auch weiter reichlich auf das Konto des Brasilianers. Während der ganzen Weltmeisterschaft konnte er bei jedem Rennen – mit Ausnahme beim GP in der Türkei – in die Punkte fahren. Alleinig dort hatte er mit technischen Problemen zu kämpfen und musste seinen Boliden vorzeitig abstellen. Beim Grossen Preis von Europa und beim GP in Italien war er zudem siegreich. So kämpfte er bis zuletzt auch weiter um den Sieg in der Gesamtwertung und musste sich erst endgültig nach dem Grand Prix von Brasilien in Interlagos seinem Teamkollegen Button geschlagen geben, der sich dort den begehrten Titel bereits ein Rennen vor Saisonende sicherte.

Ganz anders beim besonders in Brasilien beliebten Felipe Massa. Nach einem verpatzten Saisonstart wurde bereits in den folgenden Rennen klar, dass es Ferrari dieses Jahr schwer haben würde, mit um den Titel zu kämpfen. Massa selbst wurde von Rennen 5 bis 9 immer besser und stand dann sogar nach einem 3. Platz im Nürburgring erstmalig auf dem Treppchen. Bis dahin hatte er allerdings lediglich 22 Punkte eingefahren.

felipe_massa_unfallBei der Qualifikation zum 10. Rennen in Ungarn kam es dann zum frühzeitigen Saisonende für Massa. Eine 800 Gramm schwere Stahlfeder, die sich vom Wagen seines Landsmannes Barrichello gelöst hatte, knallte Felipão mit voller Wucht an den Helm. Der Brasilianer wurde bewusstlos und raste daraufhin ungebremst in einen Reifenstapel. Er zog sich eine schwere Gehirnerschütterung zu, zudem musste ein Knochsplitter hinter der Augenhöhle entfernt werden. Eine Rückkehr auf die Rennstrecke war damit für den Rest der Saison ausgeschlossen. Seinen einzigen weiteren Auftritt hatte er dann auch nur beim Grossen Preise von Brasilien, wo er die Zielflagge schwenken durfte.

2009_nelsinhoDer dritte Brasilianer im Formel 1 – Zirkus sorgte ebenfalls mächtig für Schlagzeilen. Nachdem Nelsinho Piquet für Renault keinen besonders gute Saison fuhr und stets zwischen dem 10. und 16. Platz ins Ziel kam, wurde er nach dem 10. Rennen in Ungarn entlassen. Der Sohn des dreifachen Weltmeisters Nelson Piquet wollte dies anscheinend nicht auf sich sitzen lassen und sorgte mit der Aussage, er habe in der Saison 2008 beim Rennen in Singapur auf Anweisung von Renault-Manager Flavio Briatore absichtlich einen Unfall verursacht, damit sein damaliger Teamkollege Fernando Alonso siegen konnte, für einen Skandal. Briatore wurde lebenslang gesperrt, der Rennstall selbst kam mit einem blauen Auge davon, im Wiederholungsfall droht eine zweijährige Sperre. Nelsinho wiederum wurde wegen seiner "Kooperation" Straffreiheit gewährt, doch ein Platz in einem Cockpit eines Formel 1 – Boliden dürfte ihm nun auch bei anderen Teams verwehrt bleiben.

2009_bruno_sennaTrotzdem werden auch in der kommenden Saison sogar 4 Brasilianer um Punkte kämpfen. Neben dem erfahrenen Urgestein Rubens Barrichello, der natürlich auch weiterhin nicht ans Aufhören denkt und nun für Williams fahren wird, ist auch Felipe Massa im roten Boliden von Ferrari wieder mit am Start. Und nach 17 Jahren wird man abermals den Namen Senna auf den Anzeigetafeln lesen können. Mit Bruno Senna startet der Neffe des legendären Ayrton Senna in der Formel 1 und will mit dem neuen spanischen Rennstall Campos Grand Prix für Furore sorgen. Diese ersetzen das japanische Toyota-Team, welches sich wie Honda im Jahr zuvor nun ebenfalls aus dem PS-Leistungssport zurückzieht.

di_grassi_lucas_170Wer nicht sonntags auf der Piste seine Runden dreht, bekommt normalerweise kaum Beachtung geschenkt. Und trotzdem beobachtet man derzeit in Brasilien sehr genau die Entwicklung von Lucas di Grassi. Der 25-jährige zeigte gute Erfolge in der GP2-Nachwuchsklasse und wurde seitens Renault als Ersatzfahrer eingesetzt, nachdem Nelsinho Piquet den Rennstall verlassen musste und der bisherige Testfahrer Romain Grosjean nachrückte. Für seine guten Leistungen bekommt Di Grassi nun bei Virgin-Racing in der neuen Saison seine Chance.

Die Formel 1 – Saison 2010 kann also kommen. Neu im Programm ist der GP von Korea und auch in Kanada gilt es wieder um Punkte zu kämpfen. Doch der Schluss- und hoffentlich auch Höhepunkt findet am 14. November 2010 in São Paulo auf dem Kurs von Interlagos statt – und der liegt bekanntermassen   in Brasilien – ganz wie es sich für eine Telenovela gehört!
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2008
Die Saison 2008 – und besonders das geschichtsverdächtigte Schlussrennen in Interlagos um den diesjährigen Weltmeister – wird bei allen Formel1-Fans in bleibender Erinnerung bleiben.

Zur Erinnerung: In der letzten Kurve des Rennens überholte McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton Toyota-Fahrer Timo Glock. Das brachte ihm erneut den benötigten fünften Platz den er kurz vorher an Sebastian Vettel abgeben musste, um zum ersten Mal als jüngster Pilot Weltmeister zu werden. Saison-Endstand 2008: Lewis Hamilton – McLaren-Mercedes 98 Punkte, Felipe Massa – Ferrari 97 Punkte. Massa wäre bei Punktgleichheit Weltmeister gewesen, weil er mehr Siege einbrachte als Lewis Hamilton. So währte der Traum Felipe Massas, der erste brasilianische Weltmeister seit Ayrton Senna vor 17 Jahren zu werden, nur für 39 turbulente Sekunden.

2008Massa unser Aufsteiger des Jahres (neben dem deutschen Shootingstar Sebastian Vettel und dem BMW Sauber Piloten Robert Kubica), der im vergangenen Jahr in der Gesamtwertung Vierter wurde, hat sich mit seiner gezeigten Leistung endgültig in die Herzen der brasilianischen Fans gefahren. Zu Beginn der Saison nach seiner Karussellfahrt fahrt in Silverstone (5 Dreher) belächelt, nach Singapur (dem neuen Kurs mit dem ersten Nachtrennen) und dem Tankrüsseldebakel verhöhnt – allerdings auch bemitleidet nach dem Ausfall in Budapest – ist er nun Vizeweltmeister und für die brasilianischen Medien die neue Formel1 Hoffnung.

Und die anderen zwei Brasilianer im Teilnehmerfeld? Die Zukunft für Altmeister (271 GP-Starts) Rubens Barrichello (Honda) ist weiter offen. Er beendete die laufende Saison auf dem 14. Platz mit 11 WM-Punkten.

Der dritte Brasilianer im Feld, Nelsinho Piquet blieb als Teamkollege von Fernando Alsonso bei Renault ebenfalls hinter den Erwartungen zurück und beendete seine Rennsaison mit 19 WM-Punkten auf dem 12. Schlussrang. Seine Zukunft ist ebenso ungewiss, aber die 19 Punkte im ersten Jahr als Formel 1-Fahrer könnten jedoch den Verbleib in der Königsklasse bedeuten.
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2007
Es ging in diesem Jahr hoch her – auf und neben den Strecken. Unbestritten wird die Formel-1-Saison 2007 als eine der aufregendsten in die Geschichte eingehen. Zahlreiche Unfälle und die Spionage-Affäre zwischen Mercedes und Ferrari machten Schlagzeilen in diesem Jahr. Die Befürchtungen, nach dem Rückritt von Michael Schumacher eine langweilige Saison zu erleben, trafen nicht ein. In Fachkreisen vermutete man, Fernando Alonso werde im McLaren-Mercedes die Formel-1 in den kommenden Jahren beherrschen und in Schuhmacher-Manier einen WM-Titel nach dem anderen einfahren.

Aber es kam ganz anders. Die Saison ging zuende und der Schuhmacher-Nachfolger Kimi Räikkönen wurde Weltmeister 2007. Der 2-fache Champion Alonso und auch der neue Stern am Formel-1-Himmel, Lewis Hamilton, sind geschlagen, obwohl der letztere schon als jüngster Weltmeister aller Zeiten gehandelt wurde. McLaren-Mercedes, dem Arbeitgeber von Alonso und Hamilton, wurden alle Punkte gestrichen, darüber hinaus steht ihnen eine Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar ins Haus.

2007Neben dem Neuling Lewis Hamilton ist der Auftritt von Markus Winkelhock beim Grossen Preis von Europa positiv aufgefallen. Bei seinem ersten und einzigen Rennen ging er als Letzter an den Start und setzte sich bereits in der zweiten Runde mit seinem unterlegenen Spyker-Boliden an die Spitze des Feldes. Auch Nick Heidfeld und Robert Kubica im BMW-Sauber können auf eine gute Saison zurückblicken. Sie zeigten ihr grosses fahrerisches Können, und BMW-Sauber belegte den 2. Platz in der Konstruktionswertung, hinter Ferrari. (Die Punkte von McLaren-Mercedes wurden aberkannt). Den Formel1-Fans werden sicher auch die spektakulären Unfälle von Lewis Hamilton am Nürnburgring, und von Robert Kubica in Kanada, in Erinnerung bleiben. Dank der grossen Fortschritte in der Sicherheit der Chassis, kamen beide Crash-Piloten ohne grössere Verletzungen davon. Felipe Massa beendet sein zweites Ferrari-Jahr auf Platz 4, mit 3 Siegen und 94 Punkten. Nur bei Rubens Barrichello lief es überhaupt nicht, er landete nach 17 Rennen mit Null Punkten auf dem 21. Platz.

2006
Die Saison des Jahres 2006 war bis zu ihrem Ende pure Emotion – obwohl sie genauso ausging, wie im Jahr 2005: Alonso wurde wieder Champion mit Renault. Obwohl es für den Spanier sicher nicht einfach gewesen ist – erst beim letzten Rennen fiel die Entscheidung für seinen zweiten Weltmeistertitel. Der “ewige“ Michael Schumacher wehrte sich bis zuletzt, und es gab Momente, in denen man das Wunder kommen sah, mit dem er erneut Weltmeister werden würde – aber das Wunder blieb aus. Stattdessen entschied sich der Deutsche, sich von den Rennstrecken zu verabschieden – diese Nachricht bewegte die gesamte Formel-1. Robert Kubica, der Ersatzmann für Jaques Villeneuve bei BMW-Sauber, erschien als vielversprechender neuer Stern am Formel-1 Himmel, so wie Nico Rosberg, der eine unstete Saison hinter sich brachte, mit Höhen und Tiefen im Rennstall von Williams. Die japanischen Teams (Honda und Toyota) konnten sich immer noch nicht unter den ersten Plätzen behaupten.
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2005
2005Der Spanier Fernando Alonso stellte den Rekord von Emerson Fittipaldi ein und wurde der jüngste Formel-1 Champion aller Zeiten. Im Alter von 24 Jahren gelang dem Piloten von Renault der erste Sieg gleich am Anfang der Saison. Seine weiteren 3 Siege in den ersten sieben Rennen gaben ihm einen gewaltigen Punktevorsprung, den er gut zu wahren verstand – während der Finne Kimi Räikkönen im Verlauf der Wettbewerbe wuchs. Der Spanier erhielt auch einen Pokal in Brasilien: Auf der Rennstrecke von Interlagos errang er mit seinem Renault-Boliden den Dritten Platz – genug, um ein Fest zu veranstalten. Nach fünf Weltmeistertiteln hintereinander, blieb diesmal Michael Schumacher weit zurück. Probleme mit seinem Ferrari erlaubten ihm keine Siege mehr. Der einzige letzte Sieg war ein polemischer Grand Prix in den USA, na dem lediglich die italienische Garde, sowie Jordan und Minardi teilnahmen.

2004
2004Nicht ein einziges Mal war der letzte Weltmeistertitel des deutschen Michael Schumacher in dieser Saison gefährdet. Nachdem er 12 von den 13 Rennen der Saison gewonnen hatte, eroberte der Ferrari-Pilot noch einen zweiten Platz im Grand Prix von Belgien. Der Brasilianer Rubens Barichello, Vize-Champion, glänzte mit seinen Siegen in Italien und in China. Die Überraschung der Saison wurde BAR. Der englische Rennstall blieb lediglich hinter Ferrari zurück beim Weltmeistertitel der Konstrukteure, und sein erster Pilot, Jenson Button, schlug Rivalen von McLaren und Williams und landete auf dem Dritten Platz.

2003
Die IFA veränderte das Reglement der Formel-1 um den Wettbewerb beim Rennen anzuheizen. Das Punkte-System, sowie das Training zur Klassifizierung waren davon in erster Linie betroffen. Danach hatten alle teilnehmenden Piloten am Samstag vor der Entscheidung nur noch das Recht auf eine einzige Trainingsrunde, welche die Reihenfolge ihrer jeweiligen Startposition entschied. Die Resultate der Reglements-Veränderungen konnte man gleich nach den ersten Etappen feststellen: David Coulthard und Kimi Räikkönen – die Piloten der McLaren – gewannen den GP von Australien und den von Malaysia. Beim Rennen in Brasilien eroberte Giancarlo Fisichella, an Bord von Jordan, die zehn Punkte. Der deutsche Michael Schumacher siegte zum ersten Mal in der vierten Ausgabe des Wettkampfs in San Marino. Und dann musste er bis zu seinem letzten Rennen der Saison, in Japan, um seinen Titel kämpfen – den er aber schliesslich gewann – zum vierten Mal Weltmeister: Michael Schumacher mit Ferrari. Er, Räikkönen und Juan Pablo Montoya, von Williams, waren die Piloten, die um den ersten Platz der Weltmeisterschaft kämpften. In der Endklassifikation stand der Deutsche an der Spitze, aber lediglich mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber Räikkönen und elf Punkten gegenüber dem Kolumbianer.         
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2002
2002Wieder eine Ferrari-Saison – in der Michael Schumacher das Feld beherrschte. Der Deutsche eroberte den Weltmeistertitel schon während der Saison und zog mit dem Rekord des Argentiniers Juan Manuel Fangio gleich: mit fünf Siegen hintereinander. Felipe Massa fährt seine erste F1-Saison für den Schweizer Rennstall Sauber Petronas. Es war ein Jahr der Auseinandersetzungen und Polemik. Zum Beispiel beim GP von Österreich, den Schumacher auf direkte Anordnung seiner Equipe gewann – die verhinderte, dass sein Team-Kamerad Rubens Barichello als erster durchs Ziel ging. Der Kolumbier Juan Pablo Montoya gewann nicht ein einziges Rennen, aber er erreichte sieben Pole-Positions und wurde Dritter beim Weltmeistertitel. Der Brasilianer Rubens Barichello wurde Zweiter.

2001
Das Debut des Kolumbianers Juan Pablo Montoya in der Formel-1: er gewinnt seine erste Pole-Position in Hockenheim und seinen ersten Sieg kann er in Monza feiern. Während der Weltmeisterschaft, die ohne Probleme von Michael Schumacher gewonnnen wurde (vierfacher Weltmeister), konnte man die Unterschiede zwischen den grossen Teams (Ferrari, McLaren und Williams) und dem Rest der Rennställe deutlich beobachten. Der Finne Mika Hakkinen (McLaren) und der französische Rennstall Prost, von seinem Besitzer, dem vierfachen Weltmeister Alain Prost, verabschiedeten sich definitiv von der Formel-1.

2000
2000Die Jungs von Ferrari mussten 21 Jahre lang warten, um endlich wieder einen Weltmeister hervorzubringen. Und diese Weltmeisterschaft stand am Ende einer wahrhaftigen Saison der Giganten. Im Lauf des Jahres 2000 beherrschten zwei Protagonisten die Bühne: McLaren und Ferrari – genauer gesagt: Hakkinen und Schumacher. Die Tabelle der Ergebnisse erklärt es noch besser: Ferrari heimste 10 Siege ein (Schumacher 9 und Barichello 1, seinen ersten!) gegenüber den 7 Siegen von McLaren (Hakkinen 4 und Coulthard 3). Die grösste Neuheit war die Wiedereröffnung der F-1 in den USA, unter Einbeziehung der Rennstrecke von Indianapolis. Trotz der niedrigen Geschwindigkeit im internen Teil der Strecke, glich die lange Gerade die Durchschnittsgeschwindigkeit insgesamt wieder aus. Traurig in dieser Saison stimmte nur ein erneuter tödlicher Unfall: Seit dem Tod von Senna (1994) hatte es bei der Formel-1 keine Verluste mehr gegeben – aber die von Frentzen verursachte Massenkarambulage, an der zweiten Schikane des GP von Italien, kostete das Leben des Feuerwehrmannes Paolo Gislimberti, der von einem Rad getroffen wurde. Das Ende der Saison in Malaysia war dann sehr erfreulich für die Leute von Ferrari, als sie die Titel von Schumacher und ihrer Konstrukteure feiern konnten.    
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1999
Das englische Königshaus anerkennt die Arbeit von Frank Williams und verleiht ihm den Titel eines “Ritters der Krone“. Von jetzt an darf er sich “Sir Williams“ nennen. Neu dabei im Team Bar Supertec ist der aus Curitiba stammende Ricardo Zonta. Michael Schumacher hat einen Unfall beim Grand Prix von England und bricht sich ein Bein. Bei den letzten sieben Prüfungen muss er deshalb von seinem Team-Kameraden Eddie Irvine ersetzt werden. Der Ire macht seine Sache recht gut, kann aber mit dem Talent seines deutschen Kameraden nicht verglichen werden. Der Deutsche ist noch vor Ende der Saison wieder einsatzfähig und fährt den GP von Malaysia bereits mit. In fantastischer Form, gelingt ihm gleich die Pole-Position – den Sieg überlässt er Irvine. Am Ende des Rennens disqualifiziert die IFA beide Ferraris wegen Benutzung illegaler Seitenspoiler. Nach entsprechender Reklamation der Equipe gelingt es, die Punkte zu behalten. Mika Hakkinen wird zum zweiten Mal Weltmeister und Ferrari erobert nach 16 Jahren wieder die Krone der Konstrukteure.

1998
Die IFA setzt eine Neuregelung hinsichtlich der Reifen fest: sie dürfen schmaler sein und Profilfurchen haben. Beim GP in Melbourne lässt David Coulthard seinen Team-Kameraden Mika Hakkinen das Rennen gewinnen. Hinterher erklärten die Piloten, dass es sich dabei um eine Vereinbarung handelte, welche sie vor dem Rennen getroffen hatten: wer zuerst die erste Kurve am Anfang hinter sich brächte, wäre der Gewinner. Michael Schumacher gewinnt bei strömendem Regen den GP von England – obwohl er bestraft wurde. Der GP von Belgien, in Spa-Franchorchamps, wird zum Triumph für den Jordan-Rennstall: Damon Hill erringt seinen ersten Sieg. Mika Hakkinen behält seinen Weltmeistertitel, nachdem er das letzte Rennen der Saison in Suzuka (Japan) gewinnt.     

1997
Der dreifache Weltmeister Jackie Stewart hat sein Comeback bei der Formel-1. Jetzt ist er Besitzer des Rennstalls Stewart-Ford. Die Saison ist für Damon Hill neiderschmetternd wegen der schweren technischen Fehlleistungen seines Autos. Es beginnt das Gerichtsverfahren in Zusammenhang mit dem Tod von Ayrton Senna. Fünf Mitglieder der Williams-Equipe – unter ihnen Adrian Newey, Patrick Head und auch Frank Williams selbst – werden der fahrlässigen Tötung beschuldigt. Aber das Gericht befindet alle Beklagten für unschuldig. Beim GP von Jerez kollidiert Schumacher auf suspekte Art und Weise mit Villeneuve. Die IFA eliminiert den Deutschen aus dem Wettbewerb um die Weltmeisterschaft, aber er darf seine Punkte und Siege behalten. Tyrell verkauft seine Equipe an die Gruppe British American Tobacco, welche die BAR gründet, unter dem Kommando von Craig Pollock. Villeneuve wird neuer Weltmeister.    

1996
Ferrari setzt den Vertrag des Jahres auf: Michael Schumacher wird Pilot des Rennstalls für 25 Millionen Jahresgehalt (dieser Wert stieg im Lauf der Zeit auf 31 Millionen USD). Der Deutsche steht nun auf der Liste der bestbezahlten Sportler der Welt – nur hinter dem Star der NBA Michael Jordan. McLaren erklärt, zur Überraschung vieler, die Beendigung ihres Vertrages mit der Marlboro. Ihr neuer Sponsor ist “West“. Jaques Villeneuve tritt der Williams-Equipe bei, nachdem er Champion der Cart Formula geworden ist – und erreicht, zur Überraschung aller Beteiligten, die Pole-Position in seinem ersten Formel-1 Rennen. Schumachers Ferrari-Team zeigt sich noch nicht besonders vertrauenswürdig, aber trotzdem fährt er seinen ersten Sieg beim Gp von Barcelona für sie ein – unter strömendem Regen. Trotz seiner guten Resultate (inklusive Weltmeistertitel), entscheidet sich die Williams-Equipe, Damon Hill gegen Heinz-Harald Frentzen einzutauschen. Mit dem Pokal der Saison wird Hill zum ersten Sohn eines Weltmeisters der Formel-1, welcher die Taten des Vaters wiederholt.    
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1995
Der GP von Brasilien demonstriert einen heftigen Disput zwischen Michael Schuhmacher und David Coulthard, aber der Deutsche gewinnt knapp. Dann werden beide disklassifiziert, weil sie illegales Benzin verwendet haben. Sie holen sich die Punkte nach einem entsprechenden Portest aber wieder zurück. Beim GP von England fahren Hill und Schumacher ihre Wagen zu Schrott und müssen aufgeben. Johnny Herbert zieht daraus Nutzen und erringt den ersten Sieg seiner Karriere. Einen Monat später startet Schumacher als 16. im GP von Belgien und – in einem Rennen, das unvergesslich blieb – gewinnt er! An diesem Ort kollidierte er erneut mit Hill, und dies wiederholte sich in Monza. Aber Michael Schumacher gewinnt den Weltmeistertitel erneut und bringt Benneton die erste und einzige Trophäe der Konstrukteure ein.

1994
ayrton_senna_wallpaperAyrton Senna wechselt zu Williams als unbestreitbarar Anwärter auf den Weltmeistertitel. Aber der GP von Imola in diesem schicksalsträchtigen Jahr wird das Ende der Karriere des Champions bringen. Systeme zur aktiven Stossdämpfung sowie der Antriebs-Kontrolle werden verboten. Ein Rennen, das alle Beteiligten ermüdet. Der Brasilianer Rubens Barichello hat einen schweren Unfall – Roland Ratzenberger stirbt, als er mit seinem Simtek gegen die Schutzumzäunung knallt – Lehto kollidiert mit Pedro Lamy, und die Bestandteile seines Wagens treffen acht Personen unter den Zuschauern – und schliesslich stirbt Ayrton Senna, nachdem er gegen eine Mauer in einer Kurve geknallt ist.

Kurze Zeit später beim GP von Monaco erleidet Karl Wendlinger einen Unfall, der in ins Koma versetzt. Und beim letzten Rennen der Saison geschieht ein Unfall, der nie richtig geklärt wurde: Schumacher, mit einem Punkt Vorsprung, streift eine Mauer und stösst sodann – vorteilhafterweise – mit seinem Konkurrenten Damon Hill zusammen. Beide scheiden aus dem Rennen, und der Deutsche gewinnt den Weltmeistertitel. Den ersten für Deutschland.   

1993
Die IFSA wird aufgelöst. Von nun an ist für alle mit der Formel-1 zusammenhängenden Aktivitäten die IFA zuständig. Prost geht zu Williams und sein Team-Kamerad wird der Engländer Damon Hill, der mit seinen drei aufeinander folgenden Siege in einer Saison alle überrascht. Rubens Barrichello bestreitet seine erste Formel1-Saison für das Team Jordan. Senna greift Irvine an, in Japan, nachdem er mit dem Iren in eine heftige Diskussion verwickelt war. Prost verabschiedet sich von der Formel-1 mit der grössten Anzahl von Siegen, den schnellsten Rundenzeiten und Punkten, die Geschichte machten. Mit seinen vier Weltmeistertiteln kommt er gleich nach dem legendären Argentinier Juan Manuel Fangio.
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1992
Die Williams-Equipe kehrt zum System der aktiven Stossdämpfung zurück. Der Engländer Nigel Mansell, der bereits zwei Saisons vorher ans Aufhören gedacht hatte, gewinnt die ersten fünf Rennen um den Titel. Er stellt damit einen neuen Rekord für den Anfang der Rennperiode auf. Zum Ende der Saison kommt ein weiterer rekord hinzu: neun Siege in einer Saison und dazu der Weltmeistertitel. Mit dieser Krone entschliesst sich Mansell die F-1 zu verlassen und zur Formel Cart zu wechseln. Denny Hume, der World-Champion von 1967, stirbt an einem Herzinfarkt, kurz nachdem er seinen BMW M3 in einer Prüfung des Gran Tourismo gesteuert hatte. Honda zieht sich aus der Formel-1 zurück.

1991
1991Mika Häkkinen gibt sein Debut bei der F-1 in den USA. Auch Michael Schumacher ist einer der Debutanten in dieser Saison – aber in Spa-Francorchamps, beim GP von Belgien. Auch die Jordan-Equipe gibt ihr Debut mit überraschenden Resultaten – sie beendet den Kampf um die Weltmeisterschaft auf dem fünften Platz, mit 13 Punkten. Ayrton Senna geht die Saison mit dem Fuss auf dem Gaspedal an: er gewinnt die ersten vier Etappen und hält sich dann auf einem gleichmässig guten Level – der Erfolg ist sein dreifacher Weltmeistertitel. Die Hegemonie von McLaren scheint unbestreitbar: sieben Titel der Konstrukteure in den letzten acht Jahren. Nelson Piquet verlässt die Formel-1.   

1990
Dem Piloten Ayrton Senna wird die “Super-Konzession“ wegen seinem Unfall am Ende der vergangenen Saison mit Prost verweigert. McLaren gelingt es, den Konflikt auf diplomatische Art und Weise zu lösen, und der Brasilianer wird rehabilitiert. Adrian Newey geht zu Williams als Spezialist für Aerodynamik, und mit seinem Talent ist er dermassen erfolgreich, dass er in kurzer Zeit bereits die Stellung des Projektleiters einnimmt. Newey ist der Hauptverantwortliche für die Vorherrschaft von Williams in der ersten Hälfte der 90er Jahre. Senna und Prost stossen in Japan schon wieder zusammen – beide geben das Rennen nach der ersten Runde auf. Aber diesmal ist Senna im Vorteil – und wird Zweifacher Weltmeister.

1989
Infolge eines spektakulären Unfalls, den er während des Trainings der AGS baut, ist Phillipe Strieff gelähmt. Die Renault kommt zurück zur Formel-1 als Lieferant für die Motoren der Williams. Ricardo Patrese stellt den Teilnahmerekord an GPs ein. Alain Prost gelingt seine dritte Weltmeisterschaft, mit dem Sieg beim GP von Japan. Bei diesem Rennen verursacht ein kleiner Unfall seines Team-Kameraden Ayrton Senna eine grosse Diskussion, weil niemand mit Bestimmtheit sagen kann, wer der Schuldige an jener Kollision war. Beide Piloten kämpften um den Titel und beschuldigten sich gegenseitig der Unsportlichkeit.
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1988
Die ersten, welche den neuen Verordnungen der IFA entsprechen, sind die Equipes von Benetton und Williams. Sie wechseln mit Anfang diesen Jahres ihre Turbos gegen Ansauger aus. Gerhard Berger, der einen Ferrari steuert, gewinnt das einzige Rennen, das nicht von McLaren beherrscht wird: den GP von Italien, in Monza. Es sah fast wie ein Nachruf an Enzo Ferrari aus, der kurz zuvor gestorben war. Der Rest der Saison stand unter dem unübertroffenen Stern von Senna und McLaren. Der brasilianische Pilot stellte mit acht Siegen in einer Saison einen Rekord auf – und die Equipe McLaren gewann 15 von 16 Prüfungen. Senna ist der beste Pilot der Welt – McLaren ist das beste Team!

1987
Die Teams von Lotus und von Williams trainieren mit einem aktiven Stossdämper-System. Alain Prost gewinnt den GP von Portugal und übertrifft Jackie Stewart an Siegen – mit einer Marke von 28! Didier Pironi stirbt während eines Rennens. Die IFA entscheidet sich dafür, in der nächsten Saison die Potenz der Motoren zu reduzieren. Nach einem Jahr ihrer Einführung werden die Turbo-Motoren verboten. Die Ansaugmotoren von 3.500cc mit maximal 12 Zylindern, sind wieder sdie Herren der Veranstaltung. Piquet erreicht mit Williams den Dreifachen Titel.

1986
Frank Williams ist nach einem Unfall mit seinem Familienauto gelähmt – er fuhr nach einem Training in Paul Ricard nach Hause zurück. Beim GP von Jerez ist Ayrton Senna seinem Konkurrenten mit einer Differenz von 0s14 überlegen – in einem extrem umkämpften Finnish. Elio de Angelis stirbt in seinem Brabham, nachdem er während des Trainings in Paul Ricard einen schweren Unfall hatte. Der Teilnahmerekord an GPs, bisher gehalten von Graham Hill (176) wird von Jaques Laffite beim GP von England eingestellt. Aber gleich zu Beginn dieses Rennens verunfallt Laffite und bricht sich beide Beine, sowie das Becken – das Ende seiner Karriere. Alain Prost gelingt der Zweifache Titel und die Williams-Equipe holt sich den Titel der Konstrukteure.    

1985
Der Rennstall Minardi gibt sein Debut bei der Formel-1. Beim GP von Portugal gelingt Ayrton Senna der erste Sieg, nachdem er bisher nur 16 Rennen gefahren ist. Die französische Regierung bittet die Equipes von Renault und Ligier den GP von Südafrika aus Protest gegen die Apartheid zu boykottieren. Die Benetton tritt der Formel-1 bei, als Sponsor der Equipe Toleman. Niki Lauda entscheidet, sich definitiv zurückzuziehen, während Alain Prost den ersten Weltmeistertitel eines französischen Piloten gewinnt.   

1984
1984Der GP von Brasilien, in Rio de Janeiro, ist ein perfektes Szenarium für das Debut des Brasilianers Ayrton Senna. Zum ersten Mal in der Geschichte wird ein Rennen ausgetragen, bei dem alle beteiligten Wagen mit Turbo-Motoren bestückt sind – auf dem Österreichring. Nachdem sie das Reglement verletzt hat, indem sie Wassertanks und flachen Boden benutzt hat, wird die Tyrell für die gesamte Saison gesperrt. Der GP von Portugal in Estoril wird in den Kalender aufgenommen. Dort fanden seit 1960 keinen Formel-1 Rennen mehr statt. Niki Lauda holt sich den Titelder Piloten, nachdem er mit einem halben Punkt über seinen Team-Kollegen bei McLaren, Alain Prost, triumphiert.   

1983
Der GP von Belgien kehrt zu seinen Wurzeln in Spa-Francorchamps zurück, nachdem dieser Kurs verschiedene reformen erfahren hat. McLaren überrascht mit dem erstmaligen Einsatz des Turbo-TAG-Motors vonPorsche beim GP von Holland. Nelson Piquet gelingt ein letzter Sieg für Brabham, den Zweifachen und einzigen Sieg der BMW bei der Formel-1. Ferrari erhält den letzten Titel der Konstrukteure vor dem Jahr 1999.

1982
Tage vor dem GP von Südafrika organisieren die Piloten der Formel-1 einen Streik gegen die Einführung der “Super-Konzession“. Gilles Villeneuve stirbt während des Trainings für den GP von Belgien, in Zolder, nachdem er mit seinem Ferrari gegen den Wagen vonJochen Mass geprallt ist. Ricardo Paletti stirbt beim GP von Kanada, als er mit dem Ferrari von Didier Pironi kollidiert. Dieser erleidet erhebliche verletzungn, als er während des Trainings für den GP von Deutschland gegen den Renault von Prost prallt. Williams erhält seinen zweiten Titel der Piloten mit Keke Rosberg. Der Titel der Konstrukteure fällt an Ferrari. Colin Chapman, Gründer der Lotus, stirbt an einem Herzschlag.

1981
1981Colin Chapman droht damit, seine Equipe aus der Formel-1 abzuziehen, nachdem er die Nachricht vom Verbot der Teilnahme der Lotus 88 in Long Beach ehalten hat. In seinem letzten Rennen für Williams gewinnt Alan Jones den ersten GP vonLas Vegas. Nelson Piquet wird Weltmeister mit Brabham, aber die Williams-Equipe erringt den Titel de Konstrukteure. Mike Hailwood stirbt bei einem Unfall.
 
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