Serra do Divisor Nationalpark

Veröffentlicht am 3. Januar 2010

Gründungsdatum: 1989
Fläche: 605.000 Hektar
Ökosystem: Äquatorialer Tropenwald
Relief: Durchschnitten von Flüssen.
Ort: Bundesstaat Acre – Mâncio Lima, Rodrigues Alves, Cruzeiro do Sul, Porto Walter und Marechal Thalmaturgo

Der “Parque Nacional da Serra do Divisor” befindet sich in den Munizipien von Rodrigues Alves, Porto Walter, Marechal Thaumaturgo, Mâncio Lima e Cruzeiro do Sul, im Bundesstaat Acre, Brasilien, an der Grenze zu Peru.

Historisches

Der Name stammt vom Relief der Region, in der sich die natürliche Wasserscheide der hydrografischen Becken des Rio Ucayali (Peru) und des Rio Juruá (Brasilien) befindet. In demselben Gebiet findet man auch wertvolle Fossilien. Der Park wurde am 16. Juni 1989 durch das offizielle Dekret Nr. 97.839 geschaffen. Er umfasst eine Fläche von annähernd 846.633 Hektar.

In ihm befinden sich verschiedene brasilianische Naturschätze. Im Innern, am rechten Ufer des Rio Moa, wohnt das eingeborene Volk der Nukini. An den Ufern des Rio Juruá sind verschiedene Fossilien gefunden worden.

Google Map

Der grösste Teil der Parkfläche ist mit offenem tropischem Wald bedeckt – mit Lianen und Palmenbestand dazwischen. Der von Lianen durchzogene Teil bietet einen relativen begehbaren Abstand zwischen den einzelnen Bäumen – er beherbergt Pflanzen wie die Juá (Ziziphus joazeiro), Castanha-de-periquito (Sterculia chicha), Taperebá (Spondias mombin L.) und Inharé (?) unter anderen. Während der von Palmen bestandene Teil diese in dichten Gruppen präsentiert, mit Arten wie die Paxiúba-lisa (Iriartea exorrhiza), Açaí (Euterpe oleracea), Jaci, Murumuru (Astrocaryum yauaperyense), Paxiúba-barriguda und Inajá (Attalea maripa).

Der Park besitzt noch keine Infrastruktur für den Besucher. Aus diesem Grund können Besuche nur mir vorheriger Erlaubnis der IBAMA-Behörde durchgeführt werden – dem “Instituto Brasileiro do Meio Ambiente e Recursos Naturais Renováveis”.

nach obenKlima

Es ist heiss und sehr feucht in diesem Gebiet – es regnet oft und das ganze Jahr über. Die mittlere Jahrestemperatur liegt um 24°C – mit einem mittleren Maximum von 32°C und einem Minimum von 21°C.

Entfernungen
Cruzeiro do Sul: 90 km
Rio Branco: 700 km
Pucallpa (Peru): 150 km Unterkunft / Restaurants

Die dem Park nächstgelegene Stadt ist Cruzeiro do Sul, wo es ein paar Möglichkeiten für bescheidene Unterkunft und Restaurants gibt. Letztere bemühen sich, den Gast mit typischen Menus des Nordens zu erfreuen. Wenn Sie Einzelheiten über Unterkunft und Verpflegung wissen möchten, nehmen Sie am besten direkt mit der Präfektur der Stadt Kontakt auf: (0055 68 3322 2169.

So kommen Sie auf dem Flussweg zum Park: Von Cruzeiro do Sul auf dem Rio Moa. Während der Hochwasser-Periode braucht man zirka 6 Stunden mit einem der Schnellboote. In der Trockenzeit etwa 4 Stunden per Kanu – dem rustikaleren Transportmittel der Region.

Der Luftweg: Start in der Hauptstadt Rio Branco nach Cruzeiro do Sul – dann per Kleinflugzeug mit Dauer von etwa 1std/30min. Service bei der Präfektur von Cruzeiro do Sul: 0055 68 3322 2169.

nach obenSehenswürdigkeiten

Rio Moa
Unter den Nebenflüssen des Rio Juruá ist besonders der Rio Moa erlebenswert. Er präsentiert ein mäandrisches Geflecht von Windungen und Armen. Sein Oberlauf liegt im Westen der Serra do Divisor, er verläuft von Südost nach Nordost bis zu seinem okzidentalen Hang, wo er den Igarapé (Bach, Flüsschen) Ramon aufnimmt. Nach dem Zusammentreffen mit dem Igarapé Pedernal bildet er einen Canyon von aussergewöhnlicher Schönheit. In der Trockenperiode werden Abschnitte mit Stromschnellen und Wasserfällen sichtbar.

Indianerreservat der Nukini
Es befindet sich im Munizip von Mâncio Lima, am Ufer des Rio Moa. Das Reservatsgebiet beginnt am Igarapé Timbaúba.

Rio Juruá
Er ist der bedeutendste Fluss, der den Park in seinem südlichen Teil bewässert. Und er bildet eine seiner natürlichen Grenzen. Er entspringt in Peru, und sein Wasser versorgt fünf Munizipien des acreanischen Territoriums: Marechal Thaumaturgo, Porto Walter, Cruzeiro do Sul, Rodrigues Alves und Mâncio Lima.

Rio Juruá-Mirim
Er ist der zweitgrösste Fluss und auch an Volumen grösste Zufluss des Rio Juruá innerhalb des Acre-Territoriums. Er entspringt am Grenzstein 65 der brasilianisch-peruanischen Grenze.

Lago Tauaré
Ein See, der sich an der Grenze der beiden Munizipien Porto Walter und Marechal Thaumaturgo befindet – vom einen Ort 60km und vom andern 45km entfernt – man erreicht ihn auf dem Rio Juruá.

Trilha do Mirante
Dieser Trail beginnt im Canyon am Ufer des Rio Moa, und er schlängelt sich hinauf zum Morro Queimado (Berg) bis zu einem kleinen Areal in zirka 470 Metern Höhe, das “Mirante” genannt wird. Die Aussicht von dort ist atemberaubend schön!

Trilha do Igarapé Anil
Ein anderer Trail mit Beginn am Rio Moa, er führt durch den Regenwald bis zu einem Igarapé (Bach) – wenn man ihn weiter verfolgt, erreicht man den Formosa-Wasserfall.

Buraco da Central
Dieses “Loch” wurde von der staatlichen Ölförderung PETROBRAS einst hinterlassen auf ihrer Suche nach Öl in der Serra im Jahr 1930. Es hat einen Durchmesser von zirka 1 Meter und spuckt schwefelhaltiges Wasser mit einer etwas höheren Temperatur als die des Rio Moa vom Erdinnern nach draussen. Beim Zusammentreffen mit diesem steigt eine ewige Dampfwolke in die Atmosphäre. Man nennt diese Verunglimpfung der Umwelt das “Zentrale Loch”.

Cânion do Rio Moa
Dieser Canyon befindet sich am Fuss der Serra da Jaquirana. Dabei handelt es sich eigentlich um ein eingefasstes Tal rund um den Fluss, mit Felswänden, die zwischen 45 und 90 Grad schräg liegen, bedeckt von Vegetation.

Cachoeira do Ar Condicionado
Dieser Wasserfall ist zirka 5 Meter hoch. Man erreicht ihn auf einem Trail, der am Ufer des Rio Moa beginnt – dabei muss man einen Hang von 4 Metern Höhe hinaufklettern. Die gesamtstrecke des Trails – hin und zurück – beträgt etwa 4 Kilometer.

Rio Azul
Der “Blaue Fluss” bildet eine der natürlichen Grenzen des Parks in seinem nördlichen Abschnitt. Er ist der grösste Nebenfluss des Rio Moa, in den er an seinem rechten Ufer mündet – dort ist er 30 Meter breit.

nach obenEmpfehlungen für Besucher:

  • Unumgänglich ist die Begleitung eines Guide, der bei der IBAMA registriert ist.
  • Werfen Sie keine Zigarettenkippen auf den Boden oder ins Gras, um keine Brände zu verursachen!
  • Werfen Sie keinerlei Abfall innerhalb des Parks weg!
  • Sammeln Sie keinerlei Blumen, Früchte oder Pflanzen!
  • Belästigen Sie die Tiere nicht – sie sind die Schönheiten dieses Parks!
  • Halten Sie sich nur auf den Strassen, Wegen und Pfaden!
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Guides!
  • Verlassen Sie den Park so, wie Sie ihn vorgefunden haben, damit nachfolgende Besucher ebenfalls in den Genuss kommen, ihn so zu bewundern, wie Sie ihn sahen!