Amazônia Nationalpark

Veröffentlicht am 3. Januar 2010

Datum der Gründung: 1974
Fläche: 994.000 Hektar
Ökosystem: Äquatorialer Tropenwald
Relief: Durchschnitten von Flüssen
Aktivitäten: Wanderungen, Bootsfahrten, Tierbeobachtung
Ort: Bundesstaaten Amazonas (Maués) und Pará (Munizip Itaituba)

Der “Parque Nacional da Amazônia“ befindet sich am linken Ufer des Rio Tapajós, im Munizip Itaituba des Bundesstaates Pará – und auch zu einem kleineren Teil im Munizip von Maués im Bundesstaat Amazonas. Der Park liegt in zirka 370km Entfernung von der Stadt Santarém.

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Flora

Sein grösster Teil wird vom Regenwald eingenommen – als “Terra firme“ (festes Land – wird nie überschwemmt) mit zahlreichen unterschiedlichen Arten von Bäumen, deren grösste Exemplare eine Höhe von 50 Metern erreichen. Der geringe Lichteinfall in diesem Gebiet begünstigt die Entwicklung von Kletterpflanzen, Moosen, Liquen, Orchideen und Farnen, unter anderen Spezies. Unter den häufigsten Baumarten sind die Seringueiros (Gummibaum), die Castanha-do-Pará (Paranussbaum), Angelim-rajado (Marmaroxylon racemosum), Freijó (Cordia goeldiana). Acapu (Vouacapoua americana Aubl), Maçaranduba (Manilkara bidentata) und der typisch brasilianische Jacarandá (Jacaranda mimosifolia) Palisanderholzbaum.

Entlang der Flüsse und Inseln finden wir Galeriewald mit “Várzeas“ (periodisch überschwemmte Gebiete) und “Igapós“ (Bachläufe), reich an Açai- (Euterpe oleracea) und Buriti-Palmen (Mauritia flexuosa). Obwohl zahlenmässig gegenüber dem Originalbestand reduziert, gehört die Fauna des Parks zu den vielfältigsten der Erde.

nach obenFauna

Man entdeckt hier Tamanduá-bandeira (Gürteltierart), Tatu-canastra (Gürteltierart), cachorro-do-mato-vinagre (essigfarbener Wildhund) und cachorro-do-mato-de-orelha-curta (kurzohriger Wildhund) – alle auf der Aussterbe-Liste – darüber hinaus Ariranhas (Riesenotter), Peixe-boi-da-amazônia (Seekuh) sowie zwei Arten von Flussdelphinen und Fischottern.

Die Vögel sind mit mehr als 250 Arten vertreten – einige von ihnen ebenfalls vom Aussterben bedroht. Unter den Stelzvogelarten sind zu nennen: Garça-real – Kappenreiher (Pilherodius pileatus), Maguari – Cocoireiher (Ardea cocoi), Colhereiro – Rosalöffler (Ajaia ajaja) sowie verschiedene Ara-Arten, Sittiche und Papageien. Man kann ebenfalls die bedrohten Urubu-rei (Königsgeier) und Águia-real – Steinadler (A. chrysaetos) dort beobachten. Wahrscheinlich alle Arten von Reptilien sind ebenfalls in diesem Park vertreten, angefangen mit drei Arten von Schildkröten, unter denen die Tartaruga-do-amazonas am häufigsten auftritt. Man findet hier den Jacaré-tinga – Kaiman (Caiman c. crocodilus), den Jacaré-açu – Mohrenkaiman (Melanosuchus niger), unter den Schlangen die Surucucu – Buschmeisterschlange (Lachesis muta) und die Jiboia-verde – Köngisschlange (Boa constrictor) sowie fünf Arten von Fröschen.

Der als “brasilianischer Bacalhau“ bezeichnete Pirarocu (Arapaima gigas) ist der grösste Fisch, welcher die Flüsse dieser Region bewohnt – häufig sind auch Tambaqui (Colossoma ssp) und Tucunaré (Cichla ocelaris und Cichla temensis). Die genannten Arten finden in diesem Park ideale Voraussetzungen für ihre Fortpflanzung sowie die Erhaltung ihrer Populationen.

nach obenKlima und Besuchszeit

Das Klima der Region ist typisch tropisch, warm und feucht, mit mittleren Temperaturen zwischen 24° und 26° Celsius. Von September bis Dezember ist das Klima trockener, dies ist die beste Zeit für Besuche. Dafür sind 6.00 R$ (rund 2 Euro) zu bezahlen.

nach obenEmpfehlungen für Besucher:

  • Unumgänglich ist die Begleitung eines Guide, der bei der IBAMA registriert ist.
  • Werfen Sie keine Zigarettenkippen auf den Boden oder ins Gras, um keine Brände zu verursachen!
  • Werfen Sie keinerlei Abfall innerhalb des Parks weg!
  • Sammeln Sie keinerlei Blumen, Früchte oder Pflanzen!
  • Belästigen Sie die Tiere nicht – sie sind die Schönheiten dieses Parks!
  • Halten Sie sich nur auf den Strassen, Wegen und Pfaden!
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Guides!
  • Verlassen Sie den Park so, wie Sie ihn vorgefunden haben, damit nachfolgende Besucher ebenfalls in den Genuss kommen, ihn so zu bewundern, wie Sie ihn sahen!