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Fläche: 526.106 Hektar Ökosystem: Caatinga Relief: Felsformationen Region: Bundesstaat Piauí – Munizipien von Guaribas, Cristino Castro, Alvoráda do Gurguéia, Jurema, Tamboril do Piauí und Canto do Buriti. Diese Fotos stammen aus der Flickr Foto-Community und werden gemäß der Flickr-RSS API abgebildet.
Wer die Serra da Capivara kennengelernt hat und glaubt, dass er nun schon viel von der Geschichte Amerikas und ihren Felsformationen kennengelernt hat, der wird ganz besonders überrascht von dem gigantischen Confusões-Massiv. Obwohl noch ganz ohne Struktur für den Empfang von Besuchern, ist der Nationalpark Serra das Confusões der grösste seiner Art im Nordosten – gegründet 1998, besitzt er eine Fläche von 526.106 Hektar, auf der man einen signifikanten Teil des Caatinga-Ökosystems bewahren möchte.Google Map
Das Institut IPHAN (Instituto do Patrimônio Histórico e Artístico Nacional) zählt auf die wertvolle Hilfe jener lokalen Bewohner, um die Hunderte von archäologischen Fundstätten zu registrieren, die Zeugen prähistorischer Völkerwanderungen in jener Region gewesen sind – Völker, die von der Jagd und vom Sammeln lebten, und die Gerätschaften aus Stein, Keramik und Holz benutzten. Die Schönheit des Confusões-Parks lässt den Besucher staunen – die Imponenz der Felswände von mehr als 100m Höhe begrenzt eine gigantische Fläche der nordost-typischen, halbtrockenen Caatinga, zwischen ihren steinernen Wänden finden sich Eingänge zu spektakulären Canyons. Die Höhle “Riacho dos Bois“ ist ein Beispiel dafür – zwei gigantische Blöcke stützen sich hier aufeinander und bilden so einen grossen Salon, in dem man, mittels des Strahls einer Taschenlampe, herumwandern kann. Während der Regenperiode entstehen auf sandigem Grund Flüsse, die ein bisschen Leben in die Trockenheit der Caatinga tragen. Die Strasse, welche dieses Gebiet durchquert, wurde zwischen den Felsen mit Hilfe von Spitzhacken herausgeschlagen, eine harte Arbeit, deren Markierungen noch an den Wänden zu sehen sind. Die Korridore inmitten der Felsen, mit steilen, schlüpfrigen Steigungen, enthüllen dem aufmerksamen Beobachter die ganzen Schwierigkeiten, mit denen die Bewohner zu kämpfen haben, um in eine Stadt zu gelangen. Fahrzeuge ohne Allradantrieb können dieses Gebiet nicht passieren – einige Strassenabschnitte sind aus purem Sand, andere versinken im Schlamm während der Regenzeit – man muss äusserst vorsichtig fahren und möglichst mit zwei Fahrzeugen jeweils. Für den Weg nach “Toca do Enqui“, einem kleinen Ort, braucht man zirka eine Stunde zu Fuss – und man sollte nie vergessen, eine Menge Trinkwasser mitzunehmen – die Sonne brennt fast jeden Tag und die Luft ist sehr trocken ! Nach Sonnenuntergang fällt die Temperatur ein bisschen, deshalb sind die Nächte kühl und man kann ruhig schlafen. Es ist zu empfehlen, sich nicht in unbekanntes Gebiet zu wagen, oder ohne ortskundige Führe, die Wege sind voller Gabelungen und der ahnungslose Besucher verirrt sich leicht. Trotz der Entfernung und der weniger freundlichen Strassenverhältnisse, ist der Besuch von “Muquém“ ein Muss! Dies ist eine Art von Labyrinth roter Felsen, das in einer Höhle mit einem Oberlicht endet, und wo Tausende von Fledermäusen einträchtig miteinander leben. Was die Felszeichnungen und –malereien betrifft, so unterscheiden sie sich von denen in der Serra da Capivara durch zusätzliche Lithogravuren, welche man an den Arenit-Wänden bewundern kann. Über die Herkunft des eigenartigen Namens “Confusões“ (Verwirrungen) gibt es verschiedene Versionen, darunter der eigenartige Farbwechsel der Felsen je nach Stand der Sonne, wodurch Reisende verwirrt werden. Eine andere Version besagt, dass eine Reisegruppe aus “Bom Jesus“ auf dem Weg nach “Caracol“ einst durch dieses Gebirge aus Fels ritten – unterwegs glitten die schwer beladenen Esel aus und verwandelten die Reise in eine grosse Verwirrung. Nach José Wilmington, dem gegenwärtige Direktor der Einheit, den alle nur “Mitinha“ nennen, wartet man auf die Bereitstellung von finanziellen Mitteln aus Brasília, ausserdem auf Mitarbeiter, um verschiedene Vorhaben im Plan der Verwaltung des Parks in die Tat umsetzen zu können – um ihn schliesslich auch ins touristische Angebot von Piauí aufnehmen zu können. Brasiliens grösste Caatinga-Reserve verbirgt noch hunderte Geheimnisse, die entdeckt werden müssen – der Zugang ist schwierig, das Reisen auf diesen Pfaden laugt einen aus, aber langsam machen sich Wissenschaftler mit viel Entschlossenheit und zu Fuss daran, neue Schätze zu enthüllen, welche in der Zukunft Besucher in dieses Gebiet locken könnten.
Das Klima im Gebiet des Nationalparks ist tropisch-megathermisch und halbtrocken. Die Caatinga hat ein semiarides Klima mit durchschnittlichen Jahrestemperaturen von ungefähr 28° Celsius. Sie hat einen sehr heissen und trockenen Winter und einen heissen und regnerischen Sommer. Die Dürre endet für gewöhnlich mit dem Jahresende und mit dem neuen Jahr beginnt es zu regnen. Mit dem Kommen des Regens beginnt sich das Grau der Wüstenlandschaft in ein viel grüneres Land umzuwandeln. Kleine Pflanzen fangen an, im jetzt feuchten Boden zu wachsen und die Bäume treiben aus. Das Wasser beginnt in den ausgetrockneten Flüssen zu fliessen. |
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