Stadtzentrum von Rio de Janeiro

Veröffentlicht am 12. November 2010

Das Stadtzentrum von Rio de Janeiro hat folgende Stadtteile – in alphabetischer Reihenfolge: Bairro de Fátima, Castelo, Centro, Catumbi, Cidade Nova, Estácio, Gamboa, Lapa, Paquetá, Santo Cristo und Saúde.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAAls Zentrale Zone bezeichnet man das historische Verwaltungs- und Finanzzentrum von Rio. Seit die “Cariocas“ während der 90er Jahre die bis dato vernachlässigten Reminiszenzen ihres historischen Stadtkerns wiederentdeckt haben, hat die Stadtverwaltung dieses Interesse mit den verschiedensten Renovierungsprojekten belohnt – besonders historische Gebäude und öffentliche Plätze, welche auch von touristischem Interesse sind, wurden in diese Renovierungspläne einbezogen – ein Beispiel ist der Park “Campo de Santana“, wo man Werke von “Mestre Valentim“ und anderen bemerkenswerten Künstlern aus der Kolonial- und Kaiserzeit Brasiliens bewundern kann.

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Von touristischem Interesse sind viele weitere historische Zeitzeugen, wie zum Beispiel die Candelaria-Kirche, das an Kunstwerken reiche São-Bento-Kloster, die moderne Metropolitan-Kathedrale, das Munizipal-Theater, die Stadt-Bibliothek und zahlreiche weitere Museen, Kirchen und Begegnungsstätten, die an das antike Rio de Janeiro erinnern, wie zum Beispiel der “Teles-Bogen, der Platz des 15. November“ und diverse andere Monumente einer längst vergangenen Epoche.

[flickr tags=“Arcos da Lapa“]Die “Arcos da Lapa“ (Bögen von Lapa) sind eine Attraktion für sich. Ursprünglich wurden sie als Aquädukt von der portugiesischen Kolonialmacht in römischem Stil konstruiert (1750), um die Stadt mit Wasser zu versorgen – 1896 wurden seine steinernen Bögen als Viadukt umfunktioniert, auf dessen schmalem Scheitel eine elektrische Strassenbahn eine schnelle Verbindung zwischen Arbeitszentrum und dem damals noblen Stadtteil Santa Teresa aufrecht hielt. Diese alte Strassenbahn – “O Bondinho de Santa Teresa“ – funktioniert bis heute und hat sich zu einer besonderen Touristenattraktion entwickelt.

Die Mehrzahl der Verwaltungsgebäude der Regierung befinden sich ebenfalls im Zentrum der Stadt, auch der Hafen und verschiedene Zentralen grosser Unternehmen – und immense Garagen-Hochhäuser.

Das am höchsten bewertete Viertel des Zentrum liegt zwischen der Avenida Nilo Peçanha und der Rua do Ouvidor – hier stehen die Hochhäuser, deren Büros die höchsten Mieteinnahmen bringen, und hier findet man auch die schicksten Geschäfte der Nobelmarken. Neuralgische Punkte dieser Region sind die Strassen Rua da Assembleia (die am Palácio Tiradentes beginnt und Sitz der “Assembleia Legislativa Fluminense“ ist) und die Avenida Erasmo Braga (in der sich das Forum befindet).

Erst kürzlich – nachdem einige Jahre verstrichen sind – haben die offiziellen Bauunternehmen ihr Augenmerk wieder auf Rios Stadtzentrum gerichtet, haben neue Gebäude errichtet und verschiedene antike reformiert, wie zum Beispiel das bekannte “Amarelinho“ und den “Torre Almirante“, Nachfolger des “Edifício Andorinha“, in dem in den 80er Jahren ein Grossbrand ausgebrochen war.

Die Zone des “Comércio Popular“ (des populären Kommerz) – sie wird als “Saara“ bezeichnet, rivalisiert mit der Rua 25 de Março in São Paulo betreffs Publikum und Vielfalt der angebotenen Waren – so wie auch die Gegend des Largo São Francisco de Paula – rund um diesen bekannten Platz im Zentrum gruppieren sich grosse Warenlager und traditionelle Restaurants, die den Besuch von Personen aller Altersgruppen wert sind.

Die Hafenzone, die sich in erster Linie aus den Stadtteilen Saúde und Gamboa zusammensetzt, erlebt seit kurzer Zeit einen starken Revitalisierungsprozess, welcher die Eröffnung neuer kommerzieller und industrieller Unternehmen einbegreift, desweiteren eine Restaurierung der schönen alten Villen, sowie Projekte der Präfektur, wie zum Beispiel das “Olympische Dorf der Gamboa“ und die “Cidade do Samba“ – ausserdem das schon genehmigte “Aquário Municipal“ (Aquarium der Stadt). Auch die Investitionen in den kulturellen Teil der Hafenzone sind gewachsen, und der Stadtteil Gamboa wird bereits als “Nova Lapa“ (Neues Lapa) bezeichnet, wegen seiner zunehmenden Showbühnen, Bars, Restaurants und Nachtclubs – hier entsteht ein nächtliches Vergnügungszentrum wie im Stadtteil Lapa.

Die dem Zentrum am nächsten liegenden Stadtteile sind: Glória, Catete, Flamengo, Tijuca und São Cristóvão.

Die Sehenswürdigkeiten des Zentrums

Rios Zentrum ist nicht gross und wird am besten zu Fuss erlebt. Hier befinden sich, nahe beieinander, das berühmte “Teatro Municipal“ – Theater, Konzertsaal und Opernhaus in einem, das erst vor kurzem vollkommen renoviert worden ist – die “Bibloteca Nacional“ (die Nationalbibliothek) und ein schöner Teil des Flamengo-Parks mit breiten Wegen für die Fussgänger und Strassen im Boulevard-Stil, typisch für die Art Nouveau. Der Platz “Praça XV“ (15. November), der “Paço Imperial“ (kaiserliche Palast) – eine der fünf Residenzen der Kaiser Brasiliens – der “Palácio Tiradentes“ und einige der bekanntesten religiösen Bauten der Stadt, wie die Candelaria-Kirche, das São-Bento-Kloster und die moderne Kathedrale – sie alle kann man im Zentrum von Rio de Janeiro an einem einzigen Tag kennenlernen.

[flickr tags=“Praça XV“]Es gibt aber auch kommerzielle Gebäude, deren Architektur eine Besichtigung wert ist. Unter ihnen das “Edifício Cândido Mendes“, das “Edifício Rio Branco 1“, das “Edifício Santos Dumont“, das “Edifício Avenida Central“, das “Edifício da Caixa Econômica“, das “Edifício Petrobras“ und das “Edifício Santos Vahlis“.

Sehenswert im Zentrum sind ausserdem: die Region “Cinelândia“ (hier konzentrierten sich einst die meisten Kinos der Stadt), der Stadtflughafen “Santos Dumont“, die “Central do Brasil“ (ehemaliger Zentralbahnhof) und der “Palácio Duque de Caxias“.

Das Hotelangebot im Zentrum

Vielen Besuchern unbekannt ist die Tatsache, dass sich auch einige der besten Hotels im Stadtzentrum befinden, wie zum Beispiel das Hotel Guanabara, das Hotel Astúrias und die traditionsreichen Hotels OK und Ambassador – letzteres ist in diesem Jahr nach einer ausgiebigen Reform wiedereröffnet worden.