Catedral Metropolitana

Veröffentlicht am 21. April 2014

Catedral Metropolitana
Adresse: Rua Padre Miguelinho, 55, Zentrum – Florianópolis/SC CEP 88010-550
Telefon: (48) 3224-3357, (48) 8863-8906

2städte-floripa-katedrale_4065Jede Kathedrale hat einen besonderen Sessel, der für den Erzbischof bereitsteht. Der von Florianópolis wurde vom ersten Bischof von Montevideo (Uruguay), Don Jacinto Vera, gestiftet, der einst 1813 auf einem Schiff das Licht der Welt erblickte, welches in Catarinensischen Gewässern vor Anker lag – er wurde in der Kathedrale der damaligen Stadt “Desterro“ (antiker Name von Florianópolis) getauft. Als er 1881 im Sterben lag, drückte er noch den Wunsch aus, dass sein Sessel jener Kirche gespendet werden sollte, in der er einst getauft worden war.

Die Kathedrale von Florianópolis wurde im Jahr 1773 fertiggestellt, zwanzig Jahre nach Beginn des Bauprojekts durch den Brigadier José da Silva Paes. Als erster Gouverneur der “Capitania Santa Catarina“ war Paes auch Militär-Ingenieur und projektierte sämtliche Forts, die zum Verteidigungssystem der Insel damals angelegt wurden.

Die Kathedrale wurde an derselben Stelle errichtet, an der zuvor die kleine Kirche der “Nossa Senhora do Desterro” gestanden hatte, gebaut vom Gründer der ersten Siedlung, dem Bandeirante Francisco Dias Velho, ermordet in der Kapelle von englischen Piraten im Jahr 1687.

2städte-floripa-katedrale_4069Seit 2005 erfährt das historische Gebäude eine umfassende Restaurierung, durch die man beabsichtigt, das originale Aussehen der Kathedrale wieder herzustellen. Fresken, die bisher von verschiedenen Farbschichten bedeckt waren, hat man wieder sichtbar gemacht, menschliche Knochen, die unter der Sakristei begraben waren, hat man im Zuge der Restaurierung entdeckt (nach historischen Aufzeichnungen handelt es sich um die sterblichen Überreste zweier Ex-Gouverneure).

Trotz der Restaurierungsarbeiten ist die Kathedrale für Besucher geöffnet. Ihr musealer Teil enthält seltene Stücke sakraler Kunst, die aus Portugal und Österreich stammen. Zwei ihrer sieben Glocken wurden vom ehemaligen Kaiser Dom Pedro II. gespendet.