Wasserfälle Distrikt Jacobina

Veröffentlicht am 11. Mai 2013
Wasserfälle im Distrikt Jacobina sind: Ein Wasserfall-Paradies

WDas Städtchen “Jacobina“ in der gebirgigen Gegend der “Chapada Diamantina“ liegt auf der richtigen Route für die Fans des Ökotourismus. Inmitten von Gebirgszügen und Canyons entspringen kristallklare Gewässer zwischen den Felsen – vereinigen sich, schwellen an und formen die schönsten Wasserfälle dort, wo sie sich durch felsige Engpässe drängen und über steile Stufen hinabstürzen müssen.

Die “Cachoeiras Pirâmide, Andorinhas, Aníbal, Caldeirão, Amores, Esplendor do Sol, Véu de Noiva, Viúva” und “Paulista” sind nur ein paar der mehr als 45 Wasserfälle im “Parque das Cachoeiras” (Wasserfall-Park), geschaffen von der “Bahiatursa” (staatliche Tourismusagentur) – und auf der “Estância Ecológica Bandeirantes“. Die Gegend ist ideal für Touren per Mountain-Bike, Trekking, Rappel und natürlich auch zum Baden.

Beim Ort “Itaitú“, etwa 15 km von Jacobina, befindet sich der Fall mit der grössten Höhe, der “Cachoeira Véu da Noiva“ (Brautschleier-Fall) – ein 60-Meter freier Fall, der in einen Pool mündet, mit bester Eignung zum Baden und Schnorcheln. Ein bisschen näher – nur 6 km vom Städtchen – befindet sich der “Cachoeira da Viúva“ (Witwen-Fall) mit einer Höhe von 20 Metern, eingegraben in eine gewaltige Felswand.

Klein und umgeben von romantischen Legenden präsentiert sich der “Cachoeira dos Amores“ (Wasserfall der Liebe) – seine Schönheit bezaubert. Eine der Legenden erzählt, dass die Indianer vom Stamm der “Payayás“, Iacob und Bina (Namen, aus denen der Ort “Jacobina“ entstand), sich an diesem Ort zum ersten Mal ihrer Liebe freien Lauf liessen. Für Abenteuerlustige ist der Weg zum “Cachoeira da Pirâmide“ die richtige Wahl.

Obwohl der Pfad dorthin eben ist, führt er durch dichten Wald, mit hohen Bäumen, die die Landschaft mit ihren bunten Baumkronen schmücken. Man muss drei Bäche überqueren, bis man den Fall erreicht, der in Form einer Pyramide herabstürzt – daher sein Name. Das von ihm geformte Becken ist tief, und das Wasser fliesst ab in Form eines kleinen Baches, der einen kleinen Canyon durch den dichten Wald gegraben hat.

Ebenfalls inmitten dichten Waldes begrüsst der “Cachoeira das Andorinhas“ seine Besucher mit einem Schwarm von Schwalben um ihn herum in der Luft. Man muss einen Berg besteigen, um den Wasserfall von oben, bis zu seinem Becken an der Basis, einsehen zu können – aber er ist so von dichter Vegetation umgeben, dass es fast unmöglich ist, bis zu seinem Becken zu gelangen.

Auf demselben Weg, nach etwa einundeinhalb Stunden Fussmarsch, erreicht man den “Cachoeira Esplendor do Sol“ – Mangobäume geben den Ufern des Flüsschens einen besonderen Touch. Die Wanderung durch eine herrliche Natur führt auch vorbei an den Flüssen “Cafundó“ und “Cuia“. Ein Stück weiter – etwa zwei Kilometer vom Städtchen entfernt – mündet ein Bach in drei Wasserfälle – der grösste zirka 50 Meter, mit dem Namen “Cachoeira do Aníbal“.

Sein grosses Becken ist perfekt für ein erfrischendes Bad. Es gibt allerdings keinerlei touristische Infrastruktur in der Gegend, deshalb empfiehlt sich die Führung durch einen ortskundigen Guide.

So kommt man hin:
Anflug Salvador – weiter auf dem Landweg auf der BR-324, über “Feira de Santana“, nach “Jacobina“ – 345 Kilometer (Es verkehren auch reguläre Busse auf dieser Strecke).