Der Westen Bahias

Veröffentlicht am 29. März 2013

Rio_Sao_Francisco_Paulo_AfonsoDer Westen Bahias wird vom Rio São Francisco durchquert, dem drittgrössten Strom Brasiliens, und von seinen zahlreichen Nebenflüssen – ein Paradies von kristallklaren Flüssen, die den gesamten extremen Westen Bahias bewässern. Eine Gegend unvergleichlicher Landschaften, mit Wasserfällen, Höhlen und uralten Felszeichnungen, fast unverändert seit die “Bandeirantes“ vor vierhundert Jahren dieses Gebiet durchstreiften und die ersten Siedler sich hier niederliessen. Kleine Städte wie “Bom Jesus da Lapa, Barreiras” oder “Vale do Rio Corrente“ bieten ihren Besuchern unterschiedliche Attraktionen – sowohl für diejenigen, welche das Abenteuer lieben, als auch für solche, denen Ruhe und Gemütlichkeit lieber sind.

Man muss den Rio São Francisco erlebt haben, um zu verstehen, warum so viele Dichter und Schriftsteller von ihm schwärmen. Während eines solchen erschütternden Erstkontakts, der in verschiedenen bahianischen Städten stattfinden mag, wird der Besucher ganz sicher etwas von der Inspiration verspüren, die auch eine ganze Reihe von Komponisten in ihren Werken beeinflusst wurden.

In jener Gegend Bahias bieten verschiedene Städte ihren Besuchern eine breite Palette an Freizeitprogrammen – von radikalen Sportarten und Abenteuertouren bis zu gemütlichem Beisammensein in kleinen Bars und Restaurants zum Erleben des Sonnenuntergangs. Unter den Munizipien, welche zur “Region der Seen und Canyons“ gehören, sind: “Abaré, Paulo Afonso, Glória, Rodelas“ und “Santa Brígida“. “Paulo Afonso“ ist die Stadt mit dem meisten touristischen Prestige – sie ist das Tor zur “Seen-Region“ und bietet Öko- und Abenteuer-Tourismus.

StepMap-Karte

Hier hat der Besucher die Wahl zwischen Optionen für Radikal-Sportarten, Wanderungen in der “Caatinga“, Ausflüge durch den Canyon des São Francisco und Besuche bei den Fischzucht-Zentren und den Installationen des Wasserkraftwerks der “Companhia Hidroelétrica do São Francisco – CHESF“. Die Stadt besitzt eine touristische Infrastruktur mit zirka 1.000 Betten, Bars, Restaurants und Freizeiteinrichtungen. Sie ist von verschiedenen brasilianischen Flughäfen auch auf dem Luftweg zu erreichen.

Die traditionelle Folklore, das Kunsthandwerk und die lokale Küche gehören zum Programm dieser interessanten Stadt – der Wels “Surubim“, Hammel und Ziegenbock sind die typischen Ingredienzien der regionalen Küche. In der Folklore tut sich der Verein “Associação de Cangaceiros de Paulo Afonso“ hervor, der sich anlässlich der wichtigsten Feste der Stadt präsentiert, indem seine Mitglieder die Kämpfe der historischen Räuberbande des “Lampião“, und seiner Geliebten, “Maria Bonita“, gegen die verhassten “Volantes“ (Polizeitruppen) inszenieren. Die überall im Land veranstalteten “Junifestlichkeiten“ (Festas Juninas) sind ebenfalls eine starke Attraktion für denjenigen, der sich für die authentische Kultur des brasilianischen Nordostens interessiert.

Die “Estação Ecológica Raso da Catarina”

Diese ökologische Station wurde durch einen Erlass der Landesregierung vom 3. Januar 1983 eingerichtet und befindet sich am linken Ufer des Rio Vaza Barris und am rechten Ufer des Rio São Francisco, westlich der Stadt Paulo Afonso – die rund 50 Kilometer entfernt liegt und über die BR-110 zu erreichen ist. Das Naturschutzgebiet umfasst eine Fläche von 99.722 Hektar des Bioms “Caatinga“.

Das Tal des Rio São Francisco

Bei der Neugestaltung des Tourismus-Plans des Bundesstaates Bahia wurde die “Region der Seen und Canyons des São Francisco“ vorgeschlagen und vom “Fórum Estadual“ angenommen als eine neue touristische Zone, die es zu entwickeln gilt. Die Destination befindet sich im Prozess der Konsolidierung und setzt sich zusammen aus den Munizipien von “Juazeiro, Casa Nova, Curaçá, Remanso“ und “Sobradinho“.

“Juazeiro“ in Bahia, bedeutendste Stadt an der Grenze zum Nachbarn Pernambuco, hält sich mit einem vielversprechenden Kommerz am Ufer des Rio São Francisco und einem modernen agroindustriellen Pol und einem intensiven Export. Die Stadt präsentiert noch einige architektonische Monumente aus dem vergangenen Jahrhundert, hat sich jedoch weitgehend modernisiert, unter anderem mit der Urbanisierung des Flussufers und einer Reform der Bögen der Brücke “Gaspar Dutra“, die jetzt mit kleinen Bars und Restaurants besetzt sind.