Der Süden Bahias

Veröffentlicht am 30. März 2013
Die “Costa do Dendê”

ilha dos FradesDer südliche Küstenabschnitt Bahias ist nach den vielen Dendê-Palmen benannt, aus deren Früchten man das gleichnamige Öl gewinnt, eine Grundessenz der bahianischen Küche. Er ist auch ein touristischer Mittelpunkt für diejenigen Besucher, die sich ihren Traum von einem paradiesischen Palmenstrand, unter einer immer scheinenden Sonne, mit feinem Sand und lauwarmem Meer davor, erfüllen möchten – die Dendê-Küste bietet all das und noch viel mehr, was Sie erst entdecken werden. Zu ihr gehören die Munizipien von “Valença, Cairu“ und dem internationalen Tourismus schon ein bisschen bekannt: “Morro de São Paulo“, ausserdem noch “Camamu“ – mit der gleichnamigen drittgrössten Bucht Brasiliens – und “Maraú“. “Morro de São Paulo“ ist der bedeutendste Ort auf der “Ilha de Tinharé“ – in den benachbarten Munizipien “Valença“ und “Cairu“ konzentrieren sich die meisten Attraktionen der “Costa do Dendê“.

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Tauchen, angeln, schwimmen, wandern, reiten, baden in den Natur-Pools zwischen den Korallenbänken oder in einer Flussmündung – das sind die vielfältigen Freizeitvergnügen in “Morro de São Paulo“ – sicher ist auch etwas für Sie darunter. Seine vierzig Kilometer herrlicher Strände wechseln zwischen menschenleer und stark frequentiert. Die Infrastruktur des Ortes ist beneidenswert. Noch ein paar Details zu den bedeutendsten Örtlichkeiten der “Dendê-Küste“:

Cairu

Liegt an der Mündung des “Rio Una”, der hier ein Delta bildet – das “Tinharé-Archipel“ besteht aus 26 Inseln, davon sind die bedeutendsten “Tinharé, Boipeba“ und “Cairu“. Kein Ausflug in dieses Gebiet wäre vollständig ohne einen Besuch des Munizip-Zentrums “Cairu“ auf der Insel gleichen Namens, dessen einstiger indigener Name “Aracajuru“ (Sonnenhaus) war. Die ruhigen, breiten Strassen laden zu einem ausgiebigen, sorglosen Spaziergang ein. Das historische Zentrum – es erstreckt sich von der “Praça da Matriz“ bis zum Ende der “Rua Direita“, nahe am Hafen – besteht aus schönen, doppelstöckigen Wohnhäusern. Man erreicht “Cairu“ sowohl auf dem Land- wie auf dem Seeweg.

Valença

fischer rio uno_DSC4430Ist ein Kolonialstädtchen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es verfügt über ein wertvolles architektonisches, kulturelles und künstlerisches Erbe – neben einer wunderbaren Natur – das man auf Schritt und Tritt in den mit irregulären Kopfsteinen gepflasterten Gassen mit ihren antiken Kirchen spürt, die aus dem 18. Jahrhundert stammen, oder den kolonialen Häuschen und den Ruinen der verfallenen Weberei. “Valença“ ist allerdings auch in eine phantastische Natur eingebettet – zum Beispiel fünfzehn Kilometer Strände in “Guaibim“, den Wasserfall “Candengo“, die Landspitze “Ponta do Curral“, den Fluss “Rio Una“ und sein Mangroven-Dschungel.

An den Ufern des “Rio Una“ und unweit vom Meer gelegen, gehört die Navigation zur Tradition der Einwohner von “Valença“ – hier befindet sich auch eine der bedeutendsten Schiffswerften Bahias. Ehemals stand hier die erste Textilfabrik Brasiliens, die heute, in modernem Outfit, als “Companhia Valença Industrial“ immer noch von sich reden macht und ein Garant für zahlreiche Arbeitsplätze in dieser industriearmen Gegend ist.

Guaibim

Seine Strände – 17 Kilometer von “Valença” entfernt, die man auf asphaltierter Strasse auch mit dem regulär verkehrenden Bus erreichen kann – sie sind zweifellos die bedeutendste Attraktion des Munizips für seine Besucher. Direkt vor “Morro de São Paulo“ – am Anfang der Strände von “Guaibim“ – befindet sich der jungfräuliche Strand von “Ponta do Curral“, den man nur vom Meer aus oder am Strand entlang erreichen kann, die Landspitze liegt zirka 11 Kilometer von “Guaibim“ entfernt. Die Geschichte von “Ponta do Curral“ ist eng verbunden mit der Stadt “Valença“: Hier wurden die ersten Rinder Brasiliens an Land gesetzt (Curral = Stall, Pferch) nach denen die Landspitze benannt wurde. Mit einem Naturhafen und einem ausgedehnten Sandstrand war die “Ponta do Curral“ immer schon ein idealer Ort für den, der die Einsamkeit sucht – jedoch ab Januar 1999 werden hier an einem Flughafen mit Kapazität für Boeings und ein entsprechend strukturierter Schiffshafen gebaut, die endgültig Schluss machen mit der Einsamkeit.

Maraú

Ist eine Halbinsel, gelegen in einer der Extremitäten der Camamu-Bucht. Ein von der Natur gesegnetes Gebiet, das noch nicht lange vom Tourismus entdeckt, speziell für die ökologische Variante ein Paradies darstellt. 40 Kilometer primitive Strände, Pools innerhalb der Korallenbänke, Kokos- und Dendê-Palmen, Wasserfälle, Inseln und Mangroven. Touristischer Mittelpunkt mit Infrastruktur ist das Örtchen “Barra Grande“ an der Spitze der Halbinsel. Die dortigen Pousadas bieten einen rustikalen Komfort – die Restaurants präsentieren eine grosse Auswahl an Meeresfrüchten der Region. Die Dörfchen und Kommunen leben von der Fischerei und der handwerklichen Bootskonstruktion. “Maraú“ bietet dem Besucher die Ruhe, die er sucht – auch an seinen Stränden, von denen “Praia Cassange“ und “Praia Taipus de Fora“ zu den schönsten Stränden Brasiliens gewählt wurden – eine wahrhaft phantastische Destination für Ihre Ferien!