Wer wird Weltmeister 2014 – Deutschland oder Argentinien?

Veröffentlicht am 13. Juli 2014 unter WM 2014 News

Finale Deutschland vs. ArgentinienDer deutsche Trainer Joachim Löw lobte die Gegner des Endspiels um die Weltmeisterschaft und betonte, das die argentinische Mannschaft mehr sei, als ihr Captain Lionel Messi. Er ist der Meinung, dass die Südamerikaner eine kompakte Equipe haben, mit vielen Spielvariationen, und dass sie sich in der Verteidigung gestärkt hätten, um es zum Endspiel in Rio de Janeiro zu schaffen. Trotz alledem sagte der deutsche Trainer, dass er den Gegener nicht fürchte und zeigte sich zuversichtlich mit seinem Team.

“Die Argentinier haben in diesem Turnier eine exzellente Leistung gezeigt. Sie sind kompakt, haben eine starke Verteidigung, und das Team ist nicht nur Messi. Sie haben andere, gute Verteidiger, wie Agüero, Higuaín und Dí Maria. Klar, dass Messi den Lauf der Partie bestimmt, aber sein Team ist organisiert, und das haben sie bisher unter Beweis gestellt. Wir sind uns der Stärke des Gegners bewusst und haben Respekt vor ihm, aber wenn wir unsere gesamte Potenz einsetzen können, können wir gewinnen“, analysierte Löw.

Nach Meinung des Mittelfeldspielers Bastian Schweinsteiger ist Deutschland nach dem Ausscheiden der beiden letzten WMs gereift. Er ist begierig auf diese letzte Partie und findet, dass der Gewinn des WM-Titels von der Konzentration seiner Mannschaft abhängt. “Wir wissen, dass wir die Fähigkeiten für ein gutes Fussballspiel haben, alles was wir tun müssen ist, unser gesamtes Potenzial auszuspielen. Wir sind alle begierig auf diese Partie, aber auch glücklich, soweit gekommen zu sein. Jetzt gilt es, an unsere Arbeit zu denken, an die Funktion eines jeden auf dem Spielfeld und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Undere Gedanken müssen frei und auf den Fussball konzentriert sein“.

Falls der deutsche Trainer dieselbe Aufstellung beibehält, die Brasilien im Halbfinale mit 7:1 geschlagen hat, dann ist die Aufstellung wie folgt: Neuer, Howedes, Hummels, Boateng und Lahm; Khedira, Schweinsteiger und Kroos; Özil, Müller und Klose.

Der argentinische Trainer Alejandro Sabella, hat die Entwicklung seiner Equipe während der WM analysiert und sagte, dass ihre derzeitige Formation ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem offensiven und defensiven Sektor gebracht hat. “Der Dank gebührt den Spielern, die sich gewaltig anstrengen. Wir haben eine andere Verteilung auf dem Spielfeld und besetzen den lateralen Raum jetzt besser – insgesamt haben wir dadurch mehr Gleichgewicht“, betonte der Trainer.

Für ihn verlangt der Gegner von Argentinien eine perfekte Partie. “Wir müssen ein grossartiges Spiel hinlegen, voll konzentriert, schnell alle Lücken füllen, ohne den Ball zu verlieren. Deutschland ist von physischen und taktischen Aspekt her äusserst stark, sie haben ein gut ausgearbeitetes Konzept und nutzen perfekt die Lücken zwischen den Linien des Teams, mit schnellen Durchbrüchen an den Seiten. Also müssen wir unser perfektestes Spiel abliefern“, bestätigt er.

Für den Fall, dass der Stürmer Dí Maria sich von seiner Verletzung aus dem Viertelfinale nicht erholt, dürfte der argentinische Trainer auf dieselbe Aufstellung zurückgreifen, mit der die Mannschaft Holland durch das Elfmeterschiessen besiegt hat. In diesem Fall wäre die Aufstellung wie folgt: Romero, Zabaleta, Demichelis, Garay und Rojo; Mascherano, Biglia und Enzo Pérez; Messi, Lavezzi (Agüero) und Higuaín.

Schiedsrichter

Das Endspiel zwischen Argentinien und Deutschland wird von dem Italiener Nicola Rizzoli (42) gepfiffen, die Assistenten sind seine Landsleute Renato Faverani und Andrea Stefani, beide 44 Jahre alt. Die Argentinier werden ganz in Blau spielen, während die Deutschen ganz in Weiss agieren werden.

Aus der Geschichte

Dies wird das dritte Mal sein, dass die beiden Länder in einem Endspiel des WM-Turniers aufeinandertreffen, ein Ergebnis, das in der WM-Geschichte am meisten erreicht wurde und Brasilien: Italien (1970 und 1994) überrundete. Die Begegnung bei dieser WM 2014 wird ausserdem die unentschiedene Situation zwischen Deutschen und Argentiniern beenden, zu der 1986 die Südamerikaner mit einem Sieg 3:2 und 1990 die Europäer mit einem Sieg 1:0 beigetragen haben.

Insgesamt sind die beiden Mannschaften sechsmal bei WMs aufeinander getroffen – zweimal bei den letzten Ausgaben des Turniers. 2006 und 2010 haben die Deutschen ihre Gegener bereits im Viertefinale desklassifiziert.

Mit seiner Klassifikation hat sich Deutschland zur Mannschaft mit der häufigsten Präsenz bei WM-Endspielen klassifiziert – insgesamt achtmal – und hat damit auch Brasilien überrundet, dessen Seleção siebenmal in die Endrunde kam.

Deutschland

  • 3 WM-Titel (1954, 1974 und 1990)
  • 4 Vizeweltmeister (1966, 1982, 1986 und 2002)

Argentinien

  • 2 WM-Titel (1978 und 1986)
  • 2 Vizeweltmeister (1930 und 1990)

Spieleverlauf WM 2014 – Deutschland
Deutschland 4 x 0 Portugal
Deutschland 2 x 2 Ghana
Deutschland 1 x 0 USA
Deutschland 2 x 1 Algerien
Deutschland 1 x 0 Frankreich
Deutschland 7 x 1 Brasilien

Spieleverlauf WM 2014 – Argentinien
Argentinien 2 x 1 Bosnien-Herzegovina
Argentinien 1 x 0 Iran
Argentinien 3 x 2 Nigeria
Argentinien (1) 0 x 0 (0) Schweiz
Argentinien 1 x 0 Belgien
Argentinien (0) 0 x 0 (0) Holland – Penalty 4 x 2

Südamerika gegen Europa

Die beiden Kontinente mit Ländern, die bereits die Ehre hatten, den WM-Pokal zu gewinnen, stehen sich wieder einmal im Duell um den Titel gegenüber. Dies wird das zehnte Endspiel sein, in dem südamerikanische und europäische Nationalmannschaften ihr Können im Fussballspiel messen. Die Statistik dieser entscheidenden Begegnungen zeigt für Südamerika einen Vorteil von sieben zu zwei!

Trotzdem besitzt Europa einen Pokal mehr als Südamerika – nämlich zehn (Italien – 1934, 1938, 1982, 2006, Deutschland – 1954, 1974, 1990, Spanien – 2010, Frankreich – 1998 – und England – 1966) gegen neun (Brasilien – 1958, 1962, 1970, 1994, 2002, Argentinien – 1974, 1986 – und Uruguay – 1930, 1950).

Maracanã

Mit der Durchführung des Endspiels der WM 2014 wird das Maracanã das zweite Stadion sein, in dem zweimal der Abschluss einer WM stattfand – der erste war im Jahr 1950 – zusammen mit dem Azteca-Stadion in Mexiko, in dem die Duelle um den Weltmeistertitel von 1970 und 1986 ausgetragen wurden.

Von den mehr als 74.000 Eintrittskarten für das Endspiel, wurden 4.066 Karten von Besuchern aus Deutschland gekauft, 4.461 von Besuchern aus Argentinien und weitere 12.984 von Personen, die in Brasilien ansässig sind. Ausserdem werden sich im Stadion noch 2.500 Journalisten und 1.582 Personen in den Arealen VIP und VeryVip aufhalten.