WM 2014 ist “eine riesige Chance“ für Brasilien

Veröffentlicht am 30. Dezember 2012 unter WM 2014 News

Die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele kommen mit immer grösseren Schritten auf Brasilien zu. Bebeto, Weltmeister von 1994 und Mitglied des Verwaltungsrates des WM-Organisationskomitees 2014 ist überzeugt davon, dass diese grossen Sportevents den Südamerikariesen nur helfen werden.

Die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele werden die Fans nach Brasilien beziehungsweise nach Rio de Janeiro locken. Diese Events, die die Weltöffentlichkeit auf sich ziehen, sind für Brasilien “eine riesige Chance“.

bebetoIn einem Interview mit dem deutschen Sportsender Sport1 sagte der ehemalige Weltstar Bebeto weiter: “Die Leute registrieren langsam, dass das ganze Spektakel nicht nur ein Traum, sondern Realität ist. Wir hatten in Südamerika noch nie Olympische Spiele, an die letzte WM in Brasilien können sich nur unsere Grosseltern erinnern, wenn sie denn überhaupt noch leben. Jetzt beginnen die Menschen zu begreifen, dass da etwas ganz grosses auf sie zukommt. Ganz Brasilien ist in Bewegung, wir sind eine starke Wirtschaftsnation geworden. Die ganze Welt wird auf uns blicken. Ganz Brasilien arbeitet auf diese WM hin.“

“Das Land Brasilien wird nach der WM ein Besseres sein.“

Als vor etwas mehr als sechs Jahren die Welt auf Deutschland schaute, profitierte das gesamte Land im Nachhinein. Darauf hofft auch Bebeto, denn “es geht ja nicht nur um die wunderschönen neuen Stadien, die Brasilien bekommen wird, sondern auch die Infrastrukturprojekte, die neue Mobilität, die die Investitionen mit sich bringen. Die Weltmeisterschaft wird Wachstum generieren. Das Land Brasilien wird nach der WM ein Besseres sein.“

Als Spieler hat Bebeto den wohl grössten Titel in einer Karriere eines Fussballers gewonnen, nun steht er mit in der Verantwortung, dass es andere elf Männer 2014 in Brasilien schaffen, was ihn mit grossem Stolz erfüllt: “Für mich als Person ist das natürlich eine grosse Umstellung, denn ich habe den Grossteil meines beruflichen Lebens ja als Spieler auf dem Platz gestanden. Ich empfinde das als grosses Glück und es macht mich sehr stolz, dass ich in dieser Funktion arbeiten darf. Was kann man mehr vom Leben erwarten?“

“Als Spieler habe ich eine Weltmeisterschaft gewonnen, jetzt darf ich für mein Heimatland eine WM planen und ausrichten. Ich darf mich nicht beschweren. Ich freue mich jeden Tag über diese Herausforderung.“

“Bundesliga ist auf europäischem Spitzenniveau angekommen“

Vor einigen Jahren waren die Ligen aus Spanien und England ganz vorn in der europäischen Gunst, doch in dieser Winterpause soll es Deutschland und die Bundesliga sein, die beeindrucken. Auch der 48-Jährige sieht eine Bundesliga, die “sich zweifellos positiv entwickelt“ hat.

Zudem habe er die Bundesliga immer für ihre Ausgeglichenheit bewundert, denn “in den anderen europäischen Ligen gibt es oft ein Leistungsgefälle zwischen den Top-Teams und den Mannschaften dahinter. Ich glaube, dass die Bundesliga mittlerweile auf europäischem Spitzenniveau angekommen ist und den Rückstand der letzten Jahre aufgeholt hat. Das sieht man ja auch an den Ergebnissen in den europäischen Wettbewerben.“

Da wundert es auch nicht, dass Bebeto den deutschen Rekordmeister aus München verfolgt: “Bayern München ist in Brasilien immer ein Thema. Und natürlich nehmen wir hier die Leistungen unserer Landsleute wahr. Die Spiele werden im Fernsehen übertragen und wer bei Bayern spielt, der muss über Qualität verfügen. Sie spielen eine gute Saison bislang.“ Auch trotz einer guten Phase, wurde sie bisher noch nicht für die brasilianische Nationalmannschaft nominiert.

Wann und ob überhaupt die beiden für die Seleção auflaufen werden, vermag auch der Weltmeister von 1994 nicht sagen, da müsse man schon den neuen Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari fragen: “Er wird schon wissen, mit welchen Spielern er die Nationalmannschaft auf die WM 2014 vorbereiten wird. Ich will mich da schon Kraft meines Amtes nicht einmischen. Ratgeber gibt es auch ohne mich genug in Brasilien. Lassen wir ihn doch erst mal anfangen. Er muss sich ja erst einmal einen Überblick verschaffen.“