Brasilien geht gut vorbereitet in Auftaktmatch gegen Nordkorea

Veröffentlicht am 14. Juni 2010 unter WM 2010 News

Johannesburg, 15. Juni 2010Abschlusstraining der SeleçãoBrasiliens Fussballer gehen nach eigenen Angaben gut vorbereitet in ihr Auftaktmatch gegen Nordkorea. In der letzten Pressekonferenz vor dem Spiel fand Trainer Carlos Dunga zudem noch einmal deutliche Worte für die zuletzt ins Abseits gestellten Journalisten.

Den Spielern war die Vorfreude beim torreichen Abschlusstraining im Ellis Park Stadion in Johannesburg merklich anzusehen, wo am Dienstag um 20.30 Uhr Ortszeit das erste Gruppenspiel mit brasilianischer Beteiligung angepfiffen wird. „Für mich wird sich ein Kindertraum erfüllen. Wenn die Nationalhymne ertönt, weiss ich nicht, wie meine Reaktion sein wird, aber meine Familie wird in meinen Gedanken sein“ erklärte Elano, der am Montag seinen 29. Geburtstag feierte. Zuvor hatte Kaká schon bestätigt, dass eine WM ein einzigartiger Moment im Leben eines Fussballspielers sei. Für den Profi von Real Madrid ist es bereits die dritte WM, den Weltmeistertitel 2002 hat er schon in der Tasche. Luís Fabiano hingegen sieht sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere, 2006 wurde er wegen eines Formtiefs nicht in den Kader berufen. “Damals war ich nicht gut, ich hatte keine Hoffnung und war auch sicher, dass ich nicht nominiert werden würde. Jetzt ist meine Zeit gekommen, ich habe viel dafür gekämpft.”

„Jeder hier erwartet jetzt diesen Moment. Wir alle haben hart dafür gearbeitet, jetzt ist die Stunde dies zu zeigen“ bestätigt auch der rechte Aussenverteidiger Maicon. Mittelfeldspieler Gilberto Silva bläst ins gleiche Horn. „Wir haben trainiert, uns gut vorbereitet, alles richtig gemacht. Das richtig Gute ist jedoch auf den Platz zu gehen um zu spielen, dass ist was jeder Fussballspieler am meisten mag.“

Trainer Dunga hatte für Fussball auf der Pressekonferenz am Montagmittag eher wenig Worte übrig. Ihm ging es erneut um die Vermutungen und endlosen Belagerungen der Presse. „Seit ich geboren wurde gibt es diese Konfrontation zwischen der Presse und dem Nationaltrainer. Es gibt die Meinungsfreiheit. Aber ich werde von morgens bis abends verfolgt. Und dann, wenn ich antworte, heisst es ich sei barsch. Aber Sie sind im Vorteil. Sie haben 24 Stunden um auf mich einzuhauen. Wenn ich antworte, bin ich der Verlierer. Aber ich soll nachtragend sein“ machte er seinem Ärger Luft. Der Weltmeister von 1994 war zuletzt aufgrund seiner Trainingsmethoden in die Kritik geraten. Er bei zwei Trainingseinheiten am Samstag und Sonntag sämtliche Journalisten ausgeschlossen. „Vielleicht hat Rodrigo Paiva (Pressesprecher des brasilianischen Fussballverbandes CBF) nichts gesagt, weil er gut erzogen ist und keinen Streit wollte. Aber es war kein geschlossenes Training. Es war ein privates Training“ begegnete Dunga den Vorwürfen nicht ohne Ironie.

Über den kommenden Gegner Nordkorea, deren Mannschaft fast vollständig abgeschottet in einem Township trainiert, hatte er dann noch weniger zu sagen. „Es ist eine Mannschaft, die sehr kompakt spielt und schnell nach vorne kommt. Sie haben nur drei Spieler, die ausserhalb von Nordkorea spielen, das wird uns helfen.“ Die Asiaten konnten sich erstmalig seit 44 Jahren für eine WM-Endrunde qualifizieren und sind dementsprechend hoch motiviert. In der Gruppe 2 der Asienqualifikation mit Südkorea, Saudiarabien, dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten gelangen der Nationalelf des kommunistischen Landes drei Siege und drei Unentschieden, nur zweimal gingen sie als Verlierer vom Platz. Dies reichte für Rang 2 in der Tabelle und damit für eine Direktqualifikation.

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Dietmar Lang für BrasilienPortal

Foto: CBF