„Rock in Rio“: Größtes Musikfestival der Welt feiert 30. Jubiläum

Veröffentlicht am 11. Januar 2015 unter Rock in Rio News

OLYMPUS DIGITAL CAMERALängst ist „Rock in Rio“ ein weltweites Spektakel, das Millionen Besucher anzieht. Am Sonntag (11.) hat das gigantische Musikfestival seinen 30-jährigen Geburtstag gefeiert. Im Jubiläumsjahr wird der Megaevent allerdings nicht nur in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro sondern auch in Las Vegas (USA) hunderttausende Rockliebhaber anziehen.

Viele haben den Unternehmer und Marketingexperten Roberto Medina für verrückt gehalten, als er vor über 30 Jahren damit begonnen hatte, an der Verwirklichung seines Traumes zu arbeiten. Er wollte die Stadt am Zuckerhut weltweit mit einem einzigartigen Musikfestival berühmt machen. Der Auftakt war am 11. Januar 1985 in Rio de Janeiro in der damals erst unlängst eingeweihten „Cidade do Rock“ (Rock-City). Während der zehn Tage vereinte die erste “Rock in Rio” Ausgabe auf Anhieb 1,4 Millionen Fans. Mit dabei waren Rockgrößen wie Ozzy Osbourne, Queen, Iron Maden, Whitesnake, Nina Hagen, Rod Stewart, Scorpions, Yes, B-52, AC/DC und viele mehr. Aber auch brasilianische Berühmtheiten wie die Rockgruppe Os Paralamas do Sucesso, Barão Vermelho, Gilberto Gil und Rita Lee begeisterten die Fans.

Von da an waren Musikfreunde, Musikgruppen und Veranstalter nicht mehr zu bremsen. Eine Serie von „Rock in Rios“ begeisterten in Brasilien, Portugal und Spanien die Menschen. Bis 2013 wurden bei den 13 Rock in Rio-Festivals über sieben Millionen Besucher gezählt, die über 1.120 Shows und 1.070 Stunden Rock und Musik genossen. Der Event vereint große internationale Namen, lokale Künstler und neu aufkommende Sterne am Musikhimmel. Er ist jedoch längst mehr als „nur“ eine Aneinanderreihung von Konzerten.

Im Jahr 2001 ging das Projekt „Por um mundo melhor“ an den Start, mit dem die Menschen mobilisiert werden sollen, für eine besser Welt einzutreten. Ein Teil der Festival-Einnahme wird dabei für soziale Projekte zur Verfügung gestellt, von denen unter anderem tausende von Jugendlichen aus den Favelas profitieren. Als es 1991 zur Invasion der USA in den Irak kam, riefen die Künstler zudem beim Konzert zum Frieden auf.

Ein Markenzeichen ist ebenso die Beteiligung des Publikums. Musiker holen Fans auf die Bühne, laufen durch die Menge und geben auch mal Küsschen, wie Jon Bon Jovi, der kurzerhand eine von seiner Musik begeisterte Frau küsste. Bruce Springsteen gab sein Bestes gemeinsam mit einem zehnjährigen Fan. Der italienische Junge sang gemeinsam mit seinem Idol. Weitere große Namen, die während der drei Jahrzehnte beim „Rock in Rio“ das Publikum in ihren Bann zogen sind Lenny Kravitz, Sting, Rhianna, Elton John und Carlos Santana.

Im Jubiläumsjahr 2015 wird nun erstmals auch Las Vegas (USA) zur Bühne des größten Musikspektakels der Welt. In der amerikanischen Casino-Stadt wird der Event auf zwei Wochenenden verteilt sein. Der 8. und 9. Mai sind dabei dem Rock gewidmet, während am 15. und 16. Mai der Pop im Vordergrund steht. Bereits zugesichert haben ihre Teilnahme Metallica, Linkin Park, No Doubt, John Legend, Taylor Swift, Deftones und Maná.

Gefeiert wird das Jubiläum ebenso in Brasilien. Rio de Janeiro wird erneut vom 18. bis 20. September und vom 24. bis 27. September Kopf stehen. Auf der Programmliste vereinen sich Namen wie Katy Perry, John Legend, A-HA, Queens of the Stone Age, System of a Down, deren Auftritte bereits bestätigt wurden. Die finnländische Gruppe Nightwish soll ebenso dabei sein. Der Brasilianer Roberto Carlos soll sich noch in Verhandlungen befinden.

Geht es nach den Fans dürfen jedoch auch AC/DC, Coldplay, Red Hot Chili Peppers, Paul Mc Carney, Imagine Dragons, Linkin Park, The Killers, Pearl Jam, U2, David Bowie und die Rolling Stones nicht fehlen. Ob sie sich bei der brasilianischen Ausgabe präsentieren werden, ist allerdings noch offen. Die ersten Eintrittskarten wurden dennoch bereits verkauft. Die nächste Möglichkeit, Eintrittskarten zu ergattern, wird es voraussichtlich Mitte April geben. Allerdings sollten die Interessenten schnell sein. Im Jahr 2013 mussten die Verkaufsstellen nach nur vier Stunden ihre Pforten schließen, dann waren sämtliche Veranstaltungstage bereits ausverkauft.


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