Historisches Konzert von Skank bei Rock in Rio

Veröffentlicht am 4. Oktober 2011 unter Rock in Rio News

Einen mehr als historischen Auftritt hat die brasilianische Rockband Skank bei Rock in Rio 2011 hingelegt. Mit einer energiegeladenen Show brachten die vier Musiker aus Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais die Cidade do Rock zum Kochen, 100.000 begeisterte Besucher sangen die größten Hits der Gruppe lauthals mit.

Skank, die Formation aus Samuel Rosa (Gesang, Gitarre) Henrique Portugal (Keyboard), Lelo Zaneti (Bass) und Haroldo Ferretti (Schlagzeug) präsentierte dem jubelnden Publikum am Samstagabend (1.) 14 Songs, darunter Hits wie “Mil acasos”, “Uma partido de futebol”, “Três lados” und “Garota nacional”. Mit “É proibido fumar” ehrten sie ihr Vorbild Erasmo Carlos, ohne den sie keinesfalls nun an dieser Stelle stünden. Der in Brasilien als “Vater des Rock ‘n’ Roll” verehrte Carlos war nur wenige Stunden zuvor ebenfalls unter großem Applaus der Anwesenden auf der Nebenbühne aufgetreten. Insgesamt lieferte Skank eine fehlerfreie Show mit ihren größten Erfolgen ab und konnte dabei sogar auch endlich alte Wunden schließen.

Wie Leadsänger Samuel Rosa bereits im Vorfeld erklärte, lagen bislang zwei Schatten auf dem imaginären Verhältnis mit dem Rockfestival. Bei der ersten Ausgabe 1985 hatte der damals 19-jährige entschieden, nicht als Zuschauer nach Rio zu fahren. Und dann hatte die Band bei der dritten Ausgabe 1991 nach Streitigkeiten mit den Organisatoren aufgrund von Änderungen im Zeitplan, welche scheinbar ausländische Gruppen bevorzugen sollten, das Festival gemeinsam mit anderen brasilianischen Musikern boykottiert. “Dies war eine Dummheit” gestand Rosa nun ein, betonte jedoch auch, mit dem Auftritt bei der vierten Ausgabe nun endlich “Frieden” gefunden zu haben.

Ihren Gig auf der Weltbühne bei Rock in Rio 2011 dokumentierten die Bandmitglieder übrigens mit einer gewöhnlichen Handycam, mit der selbst Samuel Rosa oben auf der Bühne stand und das feiernde Publikum filmte. Und ihr „Werk“ behalten sie natürlich nicht für sich: bereits am Montag (3.) stand das Video auf YouTube zur Verfügung.

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