Tourismusbranche sorgt für Rekord bei Deviseneinnahmen

Veröffentlicht am 28. Dezember 2013 unter Reise News

Economia_3201Der internationale Tourismus gewinnt immer mehr an Bedeutung in Brasilien. Von Januar bis Oktober gingen allein auf ihr Konto 5,6 Milliarden US-Dollar an Devisen. Das ist mehr als beispielsweise mit dem Export von Autos erreicht wurde. Damit erzielte die Tourismusbranche einen neuen Rekord und avancierte zum Exportschlager.

Nach den offiziellen Exportzahlen erzielte die Automobilbranche im Zeitraum zwischen Januar und Oktober dieses Jahres 4,6 Milliarden Dollar. Mit dem Export von Papier und Zellulose wurden sechs Milliarden Dollar eingenommen. Die Tourismusbranche nimmt mit ihren 5,6 Milliarden Dollar somit einen wichtigen Platz in der brasilianischen Wirtschaft ein. Hoch ist auch die Zahl der ausländischen Besucher Brasiliens. Allein in diesem Jahr besuchten bereits über sechs Millionen Menschen aus dem Ausland das südamerikanische Land. So viel wie noch nie zuvor.

Vertreter der Fremdenverkehrsämter gehen davon aus, dass der Tourismussektor auch in den nächsten Jahren weiter wachsen und somit einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten wird. Schon jetzt beträgt ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt 3,6 Prozent. Darüber hinaus ist sie für circa zehn Millionen Arbeitsplätze verantwortlich.

Für 2014 werden angesichts der Fußballweltmeisterschaft ebenfalls neue Rekorde erwartet. So wird davon ausgegangen, dass ausländische und inländische Touristen allein während der 30 Tage der Fußballspiele so viel ausgeben werden, wie mit öffentlichen Mitteln in die WM investiert wurde. Anhand von den Daten der WM 2010 und den durchschnittlichen Ausgaben der Reisefreudigen in Brasilien wurde errechnet, dass die brasilianischen Touristen 2014 umgerechnet etwa 6,1 Milliarden Euro ausgeben werden und die ausländischen Touristen 2,3 Milliarden Euro, was zusammen 8,4 Milliarden Euro ergibt. Um die WM zu garantieren wurden indes vom Bund, den Ländern und Gemeinden etwa 7,5 Milliarden Euro investiert. Die privaten Investitionen werden auf knapp zwei Milliarden Euro beziffert.