Tödlicher Radunfall überschattet Ende der Paralympics

Veröffentlicht am 18. September 2016 unter Olympia News 2016

Ein tragischer Unfall überschattet die paralympischen Spiele. Am Samstag (17.) ist während des Straßenradrennens der iranische Para-Athlet Bahman Golbarnezhad nach einem Unfall gestorben. Der 48-Jährige hat an dem 15 Kilometer Zeitrennen der Kategorie C4-5 teilgenommen, als er am Abhang Grumari im Nobelstadtteil Recreio dos Bandeirantes nur unweit vor derm Ziel gestürzt ist.

Foto: Tomaz Silva/Agência Brasil

Foto: Tomaz Silva/Agência Brasil

Medien berichten davon, dass er mit dem Kopf gegen einen Felsen geschlagen sei. Andere sprechen von einem Aufschlag auf den Brustkorb. Bahman Golbarnezhad hat noch am Ort erste Hilfe erhalten, dann aber beim Transport ins Krankenhaus einen Herzstillstand erlitten. Seinen Verletzungen ist er kurz nach der Ankunft im Krankenhaus erlegen, wie verlautbart wurde.

Über die Unfallursache gibt es bisher keine Auskünfte. Es heißt lediglich, dass von verschiedenen Seiten bereits Untersuchungen eingeleitet worden seien. Berichten zu Folge soll er aus dem Gleichgewicht gekommen sein.

Bahman Golbarnezhad hatte ein Bein amputiert und ist mit einer Prothese Rad gefahren. Am Mittwoch hatte er auf der gleichen Strecke an einem anderen Rennen teilgenommen, bei dem er als 14ter ins Ziel eingefahren war. Vom olympischen Komitee Irans wird Bahman in einer Mitteilung als Vorzeigeathlet beschrieben. Eine Gedenkfeier wurde für ihn im Olympischen Dorf noch am Samstagabend anberaumt.

Tief betroffen zeigen sich auch andere Sportgremien, wie das Organisationskomitee Rio 2016 und das Internationale Paralympische Komitee (IPC), die der Familie des Sportlers ihr Beileid ausgesprochen haben. „Die paralympische Familie ist im Schmerz dieser schrecklichen Tragödie vereint, die einen Schatten auf die bisher großartigen paralympischen Spiele vor Ort wirft“, so IPC-Präsident Philip Craven.

Wie IPC-Sprecher Craig Spence der Presse mitgeteilt hat, ist es bei den paralympischen Sommerspielen während Wettkämpfen bisher noch nie zu Todesfällen gekommen. Unfälle, gerade beim Radsport sind hingegen keine Seltenheit.

Anfang August hatte sich die Holländerin Annemiek van Vleuten bei der Olympiade am Abhang “Vista Chinesa“ bei einem schweren Sturz Verletzungen zugezogen, die zum Glück allerdings glimpflich ausgefallen sind.