Brasilianische Athleten lassen trotz Niederlagen Kopf nicht hängen

Veröffentlicht am 22. Dezember 2015 unter Olympia News 2016

Brasilien hat angekündigt, bei den olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro einen Platz unter den Top-Ten beim Ländervergleich der erzielten Medaillen anzustreben. Die 2015 erzielten Ergebnisse deuten allerdings nicht darauf hin. Den Mut lassen sich die Brasilianer indes nicht nehmen. „Lieber jetzt verlieren, als bei der Olympiade“, heißt es von Marcus Vinicius vom Olympischen Komitee Brasiliens (COB).

Beachvolley-Emanuel_Fotos Publicas

Dass die Ergebnisse der Sportler in einigen Disziplinen hinter den Erwartungen zurück geblieben sind, wird unter anderem mit Verletzungen erklärt und mit der zusätzlichen Belastung durch die Jogos Pan-Amaericanos. COB-Superintendent Marcus Vinicius bestätigt, dass auch in den sonst starken Disziplinen Brasiliens etliche Verletzungen verzeichnet wurden, und führt Judo, Leichtathletik und Handball als Beispiele an.

Die größten Hoffnungen lagen bisher auf dem Judo. Allerdings konnten dort bei den Weltmeisterschaften nur zwei Medaillen erreicht werden, dem schlechtesten Ergebnis seit sieben Jahren. Mehr erwartet wurde auch von den Schwimmern, die bei den Pan-Amerikanischen Spielen durchaus gute Ergebnisse erzielt haben, nicht jedoch bei den Weltmeisterschaften. Sie hatten allerdings beide Wettkämpfe innerhalb von nur 20 Tagen zu bestehen. Große Enttäuschung gab es ebenso bei der Gymnastik.

Dennoch gab es auch einige gute Nachrichten. Isaquias Queiroz hat beim Kanufahren beispielsweise Geschichte geschrieben und bei den Weltmeisterschaften ein Gold und ein Bronze erzielt. Beim Beach-Volleyball gab es gleich fünf von sechs möglichen WM-Medaillen. Keine Weltmeisterschaft gab es 2015 beim Tennis, allerdings steht beim Doppel der Brasilianer Marcelo Melo weltweit an der Spitze.

Brasilien erfüllt alle Voraussetzungen, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen, sind sich die Athleten trotz so mancher Niederlagen sicher. Notwendig sind dazu mindestens 27 Medaillen. Ein wenig hoffen sie dabei auch, dass die Statistik zutrifft, nach der Gastgeberländer meistens gut abschneiden.