Boxen: Yamaguchi Falcão scheitert im Halbfinale

Veröffentlicht am 10. August 2012 unter Olympia News 2012

London, 10. August 2012 Brasilien hat seine zweite Medaille bei den olympischen Spielen im Boxen gewonnen. Am Freitagabend (10.) unterlag Yamaguchi Falcão im Halbfinale dem Russen Egor Mekhontcev und sicherte so dem südamerikanischen Land zumindest Bronze. Sein jüngerer Bruder Esquiva hatte mehr Erfolg kämpft am Samstag um Gold.

Es war die zweite von insgesamt drei Medaillen, die Brasilien im diesjährigen olympischen Boxwettbewerb gewinnen wird. Nach einer Durststrecke von 44 Jahren hatte bereits Adriana Araújo bei den Frauen durch ihren Halbfinaleinzug die Sensation perfekt gemacht, die Falcão-Brüder legten dann nach und zogen ebenfalls in die Runde der letzten Vier ein. Erstmalig seit 1968 kann Brasilien beim olympischen Boxen wieder Edelmetall erreichen, und dann auch gleich dreifach. Denn im olympischen Boxsport gibt es keinen Kampf um Platz 3, beide Verlierer der Semifinals werden mit dem begehrten Edelmetall ausgezeichnet. Entsprechend wurden die bisherigen Leistungen der Athleten und der unerwartete Medaillenregen auch im größten Land Südamerikas gefeiert.

Da spielte es am Ende auch keine große Rolle mehr, dass Yamaguchi in seinem Kampf um den Finaleinzug im Leichtschwergewicht (81kg) nicht den Hauch einer Chance hatte. Der 24-jährige stand einer wahren Kampfmaschine gegenüber, die unbarmherzig auf ihn eindrosch. Die Schläge kamen so schnell und so fest, dass man schon Angst bekommen musste, der Brasilianer gehe gleich zu Boden. Am Ende hielt er sich aber bis zum letzten Gong auf den Beinen und verlor mit 11:21 gegen einen mehr als überlegenen Russen. Dem aus dem Bundesstaat Espírito Santo stammende Brasilianer blieb damit „nur“ Bronze als Trostpflaster.

Mehr Erfolg hatte wie bereits erwähnt dessen jüngerer Bruder Esquiva. Im Mittelgewicht (75kg) konnte sich der 22-jährig in seinem Halbfinale klar gegen den Briten Anthony Ogogo mit 16:9 durchsetzen und kämpft nun am Samstag (11.) gegen den Japaner Ryoto Murata um olympisches Gold.