Brasília, 30. April 2007
Der brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat den brasilianischen Mindestlohn als zu gering bezeichnet. „Er ist zu niedrig für Brasilien und er ist zu gering für die Welt“ erklärte Lula heute in seinem Radioprogramm „Café com o Presidente“. Der Mindestlohn liegt derzeit bei 380 R$ (138 Euro). Vor einem Monat hatte er noch bei 350 R$ (127 Euro) gelegen.
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Brasília, 29. April 2007
Kinder indigener Abstammung werden oftmals von nicht ausreichend qualifizierten Lehrkräften unterrichtet. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Erziehungsministeriums. Die „Statistik über Ausbildung in indigenen Schulen in Brasilien“ bestätigt, dass ein „signifikanter Anteil der Lehrer“ nicht über die notwendige Ausbildung verfügt, um die Schüler professionell zu unterrichten zu können.
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Foz do Iguaçu, 28. April 2007
Am Rio Iguaçu rauscht es derzeit gewaltig. Rund 10.8 Millionen Liter Wasser trägt das „grosse Wasser“ – so die Übersetzung aus der Sprache der Ureinwohner – im Moment jede Sekunde an den Rand der Klippen und lässt sie die berühmten Wasserfälle hinunterfallen. Zehnmal mehr als normal.
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Campinas, 27. April 2007
Nach über 56 Stunden ist in Brasilien eine Geiselnahme von einer Frau und ihren drei kleinen Kindern in Campinas im Bundesstaat São Paulo unblutig zu Ende gegangen. Die Polizei stürmte am Donnerstagabend den Tatort und nahm den Täter fest. Es war die längste Geiselnahme in der Geschichte des Bundesstaates.
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Rio de Janeiro, 26. April 2007
Mit 7 zu 1 Stimmen hat ein brasilianisches Bundesgericht (STJ) eine Entschädigungszahlung an die sich mittlerweile in Abwicklung befindliche Fluggesellschaft Varig bestätigt. Der brasilianische Staat wird in dem Urteil verpflichtet, 3 Milliarden Reais (etwa 1.1 Mrd. Euro) an die ehemalige brasilianische Prestige-Airline zu zahlen. 70 Prozent des Geldes müssen dabei direkt für ausstehende Zahlungen aus Arbeitsverträgen und fehlenden Beiträgen in den Pensionskassen verwendet werden. Erst danach werden andere Gläubiger bedient. Die sog. „alte Varig“ hat rund 7 Milliarden Reais (2.9 Mrd. Euro) Schulden.
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Brasília, 25. April 2007
Die Justizkommission des brasilianischen Senats (CCJ) hat am heutigen Mittwoch einem Gesetzesentwurf zugestimmt, der die Überwachung von Strafgefangenen mit Pulsbändern oder elektronischen Fesseln erlaubt. Der Gesetzesentwurf wurde von zwei Senatoren aus den Bundesstaaten Espirito Santo und São Paulo eingereicht und soll vor allem auf Bewährung entlassene Straftäter, Häftlinge im halboffenen Vollzug und Freigänger betreffen. Zudem soll die Neuregelung auch bei gemeingefährlichen Gefangenen im geschlossenen Vollzug angewendet werden dürfen.
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Brasília, 24. April 2007
Ohne Ausweis geht doch heutzutage eigentlich gar nichts. Man kann kein Bankkonto eröffnen, nicht wählen, rein gar nichts auf Kredit kaufen und natürlich auch keine staatlichen Hilfen wie die „Bolsa Família“ in Anspruch nehmen. Und man bekommt auch keine Arbeitspapiere, zahlt nie in Versorgungskassen ein und wird immer schwarz beschäftigt werden.
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Salvador, 23. April 2007
Natürlich sind die paradiesischen Strände der Region der ausschlaggebende Grund. Doch auch das Wachstum in Nordosten Brasiliens und die anhaltende stabile wirtschaftliche Situation des Landes reizen die Investoren – hauptsächlich Portugiesen und Spanier – die Gebiete im Nordosten zu „erobern“ und hier ihre ganz grossen Pläne zu verwirklichen.
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Brasília, 22. April 2007
Wer in Brasilien unberührte Natur hautnah erleben will, steht oft vor verschlossenen Toren. Denn von den 62 brasilianischen Nationalparks sind gerade einmal 19 für Besucher geöffnet. Und zwei davon vereinigen rund ¾ aller Besucher auf sich: der Nationalpark von Iguaçu im Bundesstaat Paraná und der Nationalpark Tijuca in Rio de Janeiro.
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Brasília, 21. April 2007
Der brasilianische Energieriese Petrobras hat angekündigt, seine Erdgasraffinerien in Bolivien zu verkaufen. Dies bestätigte auch der bolivianische Staatspräsident Evo Morales. Seiner Aussage nach will der bolivianische Staat eine Mehrheitsbeteiligung an den Raffinerien anstreben, allerdings einen geringeren Preis zahlen, als Petrobras derzeit fordert.
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