Indigene Kommunen werden Breitband-Internet bekommen

Veröffentlicht am 23. April 2015 unter Indio News

Índios têm apoio de ONG para entrar na internet, enquanto grande parte das casas da região Norte segue sem acessoInsgesamt 167 Antennen werden indigenen Kommunen, Quilombolas (Kommunen der Nachkommen von Sklaven) und abgelegenen Bauerndörfern den Zugang zum Internet ermöglichen, und zwar mittels einer schnellen Breitband-Verbindung. Diese digitale Kommunikation mit der Bevölkerung des Hinterlandes ist das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen dem Ministerium für Kultur (MinC) und dem Ministerium für Kommunikationen (MiniCom).

Das Programm “Governo Eletrônico – Serviço de Atendimento ao Cidadão“ (Gesac) bietet diese Verbindung zu Land und per Satellit gratis an, für sozial verwundbare Kommunen in ganz Brasilien. Die Vereinbarung wurde am Freitag, dem 17. April 2015, unterzeichnet.

Die Vereinbarung
Die Forderung zahlreicher Kommunen eines Zugangs zum Internet ist nicht neu. Der Dialog zur Durchführung des Projekts begann bereits im Jahr 2006, noch zu Zeiten von Gilberto Gil als Kulturminister, mit einer Vereinbarung zwischen dem MinC und dem MiniCom, mit dem Ergebnis einer Antennen-Installation in diversen Regionen – indigenen und nicht-indigenen – von denen 19 bereits in Gebrauch sind.

“Es existiert eine grosse Nachfrage zur Verbindung von kulturellen Zentren und indigenen Dorfgemeinschaften, die ihre eigene Media produzieren wollen. Und diese Nachfrage wird zunehmend stärker. Das ist ein entscheidendes Werkzeug zur Kommunikation zwischen den indigenen Gruppen und zwischen ihnen und der Regierung, um zu kommunizieren, sich zu artikulieren und ihre Forderungen zu verkünden. Es ist ein glücklicher Moment, in dem dieses Projekt weitergeführt wird“, sagte die Sekretärin für Bürgertum und Kulturelle Vielfalt des MinC, Ivana Bentes.

Digitale Eingliederung
Der Sekretär für Digitale Eingliederung des MiniCom bestätigte, dass der Anschluss von Landkommunen, Quilombolas und Indigenen zu den besonderen Herausforderungen seines Ministeriums gehöre.

”Diese Partnerschaft mit dem Ministerium für Kultur ist wesentlich und erlaubt uns endlich, die Forderungen jener vernachlässigten Gruppen zu erfüllen und ihnen ein würdigeres Leben zu ermöglichen. Untersuchungen zeigen, dass mit der digitalen Eingliederung sich auch die sozialen Verhältnisse verbessern. Es ist von grosser Bedeutung, dass wir in diesem Prozess zusammenarbeiten“.

Der Häuptling Álvaro Tukano, Direktor des ”Memorial dos Povos Indígenas” (Gedenkstätte der indigenen Völker) in Brasília, hob hervor, dass der Zugang zum digitalen Netz und der Protagonismus der indigenen Völker zur Steuerung der öffentlichen Politik wesentlich sind. “Dieser Disput um die Antennen demonstriert das“, sagte er. Ausser der Installation jener Antennen sieht die Vereinbarung auch eine Verstärkung der Aktionen mit den indigenen Völkern und den kulturellen Zentren des Landes vor – das digitale Netz macht’s möglich.