Stammesführer von Amazonas-Indianern reist nach Deutschland

Veröffentlicht am 18. Dezember 2009 unter Indio News

Berlin, 26. September 2007

SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSE MITTEILUNG
“UNSER VOLK STIRBT, GENAU WIE DIESER PLANET”
Ein mehrfach ausgezeichneter Stammesführer von Amazonas-Indianern in Brasilien wird im Oktober Europa besuchen und mit Nachdruck um Hilfe dabei bitten, sein Volk vor dem Untergang zu bewahren.

Davi Kopenawa Yanomami, eines der weltweit bekanntesten indigenen Oberhäupter, muss einen Wettlauf gegen die Zeit gewinnen, wenn er die Zerstörung des Regenwaldes aufhalten will. Die Yanomami sind eine der grössten und am abgeschiedensten lebenden indigenen Gruppen im Amazonasgebiet.   

Fototermin:
Mittwoch den 24.10.2007, um 15:30 Uhr vor dem Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Strasse 1, 10557 Berlin   

Interviews:
Davi Yanomami steht zwischen dem 23.10. – 26.10.2007 für Interviews zur Verfügung.

Davi wird sich mit Vertretern und Vertreterinnen der politischen Parteien in Deutschland treffen und am Bundeskanzleramt einen an die Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichteten Brief übergeben, in dem er die Regierung auffordert, die internationale Konvention für die Rechte indigener Völker zu unterzeichnen (Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation).

Davi ist Stammesführer und ein berühmter Schamane, der in der Vergangenheit bereits mit dem UN Global 500 Award geehrt wurde. Er möchte der Welt nicht nur von den Problemen, mit denen die Yanomami und andere Stammesvölker zu kämpfen haben, berichten, sondern auch darauf hinweisen, wie leicht sie zu lösen wären. Sein Sohn Dário begleitet ihn auf seiner Reise nach Europa.

Der Besuch kommt zu einer Zeit, in der die Zerstörung des Regenwaldes im Zusammenhang mit dem Klimawandel wieder Schlagzeilen macht.

Vor vier Jahren warnte Davi die Welt, indem er prophezeite: “ Wir Schamanen sagen Euch, den Weissen [dass ihr Euer Verhalten ändern müsst], damit die Welt nicht zu heiss wird. Wenn ihr es nicht tut, wird unsere Welt austrocknen, es wird kein Wasser mehr geben und wir werden trockene Münder haben weil die Erde sich erhitzen wird.”

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