UN verabschiedet Erklärung zu Rechten indigener Völker

Veröffentlicht am 18. Dezember 2009 unter Indio News

New York, 17. September 2007

PRESSEMITTEILUNG SURVIVAL INTERNATIONAL DEUTSCHLAND
Indigene Völker überall auf der Welt feierten am 13.09.2007 die Verabschiedung der Erklärung der Rechte für indigene Völker durch die UN-Hauptversammlung. Die Erklärung wurde in New York von einer überwältigenden Mehrheit in einer historischen Abstimmung verabschiedet. Die Abstimmung beschreibt den Höhepunkt von 22 Jahren intensiver Debatten und Verhandlungen.

Australien, Neuseeland, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika stimmten gegen die Deklaration, während 143 Nationen dafür stimmten und elf sich enthielten. Der Botswanische Buschmann Jumanda Gakelebone von der Organisation “First People of the Kalahari“ sagte dazu, “Wir möchten sagen, dass wir wirklich sehr glücklich und begeistert sind, von der Verabschiedung der Deklaration zu hören.

Dies bedeutet die Bestätigung, dass Regierungen uns nicht mehr wie Bürger zweiter Klasse behandeln können und damit ein Schutz für Stammesvölker geschaffen wird, der verhindert, dass sie wie wir von ihrem Land vertrieben werden können.“ Kiplangat Cheriyot, Vertreter des kenianischen Ogiek Stammes meinte, dass “sich mit der Anerkennung der Deklaration das Leben der Stammesvölker soweit verbessern wird, dass sie mit dem Rest der Bürger der Welt auf gleicher Basis stehen.“

Survival’s Direktor Stephen Corry sagte, “die Deklaration der indigenen Völker, mit ihrer Anerkennung gemeinsamer Rechte, wird internationale Standards in gleicher Weise anheben, wie die Deklaration der Menschenrechte es vor fast 60 Jahren tat. Sie setzt einen Richtwert anhand dessen die Behandlung von Indigenen und Stammesvölkern beurteilt werden kann und wir hoffen, dass sie eine neue Ära einleitet, in der Missachtung ihrer Rechte nicht länger toleriert wird.“

Die Erklärung erkennt das Recht der indigenen Völker auf Eigentum ihres Landes und auf Selbstbestimmung ihres Lebens an. Es bekräftigt ausserdem, dass sie nicht ohne ihre freiwillige Einverständniserklärung von ihrem Land vertrieben werden dürfen.

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