Seleção geniesst Ruhetag nach Auftaktmatch

Veröffentlicht am 5. Juli 2011 unter Copa América 2011 News

Buenos Aires, 05. Juli 2011 Während die brasilianische Nationalmannschaft einen nach dem verpatzten Auftaktmatch gegen Venezuela nicht unbedingten verdienten Ruhetag genoss, diskutierte Brasilien über die Zukunft von Stürmer-Enttäuschung Robinho. Der Torschützenkönig der Copa América 2007 könnte bereits im nächsten Spiel auf der Ersatzbank sitzen.

Am Montagabend hat sich die Seleção wieder vollständig im Mannschaftsquartier in Campana eingefunden, nachdem sich ganze 24 Stunden Freizeit geniessen konnte. Einige Spieler und Betreuer nutzten die Möglichkeit, nicht im Hotel schlafen zu müssen, um sich mit Familien und Freunden zu treffen. Auch wurde der Ruhetag zum Grillen und für Ausflüge genutzt. Die meisten Profis im Kader von Trainer Mano Menezes erschienen jedoch bereits am Vormittag im Mannschaftshotel, die nicht gegen Venezuela eingesetzten Spieler absolvierten ein leichtes Konditionstraining im Stadion von La Plata.

Das nächste offizielle Training ist nach der obligatorischen Pressekonferenz am Dienstagnachmittag angesetzt. Vier Tage hat Mano Menezes nun Zeit um die Mannschaft auf das zweite Gruppenspiel gegen Paraguay am Samstag vorzubereiten. Anpfiff ist um 21 Uhr MESZ, die Partie findet im Estadio Mario Alberto Kempes in Córdoba statt.

Wackelt Robinhos Stammplatz?

In den kommenden Trainingseinheiten dürfte sich Robinho mächtig in Zeug legen. Nach seinem desolaten Auftritt am Sonntag, was eine frühzeitige Auswechselung zur Folge hatte, wackelt sein Stammplatz gewaltig. Analysten in Brasilien überlegen inzwischen schon laut, ob der Star der vergangenen Copa América nicht bei den kommenden Spielen zunächst vom Seitenrand aus zusehen muss. Für seine Position empfehlen sich derzeit sowohl Lucas als auch Elano. „Ich respektiere die Auffassung von Mano [Menezes] und ich respektiere auch jeden Spieler, der auf meiner Position eingesetzt wird, da jeder auf der Ersatzbank auf seine Chance hofft. Aber es ist natürlich klar, dass kein Spieler gerne ausgewechselt wird“ so der Stürmer von AC Mailand nach dem Spiel.

Schiedsrichter bleiben auf dem Boden

Der Ausbruch des Vulkans Puyehue in Chile beeinträchtigt auch weiterhin den Flugverkehr in Südamerika. Da es auch in den kommenden Tagen und Wochen zu Flugausfällen kommen kann, beschloss der südamerikanische Fussballverband CONMEBOL, die Schiedsrichtergespanne allesamt auf dem Boden zu den jeweiligen Stadien zu transportieren. Dies bedeutet allerdings aufgrund der teilweise grossen Entfernungen lange Fahrzeiten. So musste der einzige brasilianische Schiedsrichter im Feld, Sálvio Spínola Fagundes Filho, mit seinen Kollegen in einem Van von Córdoba nach San Juan fahren, um dort dann die Partie zwischen Uruguay und Peru pfeifen zu können. Nach eigenen Angaben war er am Sonntag ganze 11 Stunden unterwegs.

Uruguay verpatzt ebenfalls Turnierstart

Mit einem enttäuschenden 1:1 ist auch der WM-Vierte Uruguay in die Südamerikameisterschaft gestartet. Die „Celeste“ konnte sich gegen das engagiert aufspielende Peru nicht richtig durchsetzen und geriet zunächst in der 23. Minute nach einem Abwehrpatzer mit 0:1 durch das Tor von Paolo Guerrero in Rückstand. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang der Mannschaft rund um Superstar Diego Forlán zwar der Ausgleich durch Luis Suárez, weitere zahlreiche Chancen in den zweiten 45 Minuten konnte Uruguay jedoch nicht in Tore ummünzen. Am Ende gaben sich beide Mannschaften letztendlich mit dem Punktgewinn zufrieden und hoffen nun auf Siege in den kommenden Gruppenspielen.

Chile gelingt Auftaktsieg gegen Mexiko

Die chilenische Nationalmannschaft hat in einem temporeichen und emotionalen Spiel Herz gezeigt und die Auswahl Mexikos mit 2:1 (0:1) geschlagen. Die Profis aus dem Andenstaat waren zunächst trotz massiver spielerischer Überlegenheit in der 40. Minute mit 0:1 in Rückstand geraten, konnten dann jedoch in der zweiten Halbzeit durch die Tore von Esteban Paredes (66.) und Arturo Vidal (72.) Spiel noch umdrehen und so die Tabellenführung in der Gruppe C übernehmen.

Foto: CBF