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Ticker zum Coronavirus in Brasilien: 27. April 2020

Veröffentlicht am 28. April 2020 unter Brasilien News

60 Tage nachdem in Brasilien der erste Covid-19-Fall bestätigt wurde, verzeichnet das Land 66.501 bestätigte Infektionsfälle. Von Samstag auf Sonntag (27.) sind dabei 4.613 Neuinfektionen hinzugekommen. Die offizielle Zahl der Todesopfer ist seit dem ersten Covid-Toten am 17. März mittlerweile auf 4.543 angestiegen.

Masken für indigene Völker – Foto: Alex Pazuello/Semcom

Laut Wanderson Oliveira vom Gesundheitsministerium sind 83 Prozent der von den Toten genommen Proben ausgewertet. Bei 1.136 Todesfälle sind die Testergebnisse jedoch noch offen. Insgesamt sind in ganz Brasilien bisher lediglich 339.552 Testkits verteilt worden, 115.514 davon befinden sich in Labors zur Auswertung. Mittlerweile eingegangen sind beim Gesundheitsministerium fünf Millionen importierte Testkits.

Weitere fünf Millioen sollen in den nächsten Tagen folgen. Angepeilt werden insgesamt 46 Millionen Tests. Laut Gesundheitsminister Nelson Teich wird es angesichts der 210 Millionen Einwohner des Landes aber keine Massentests geben.

Fußballer wollen wieder spielen
Der brasilianische Fußballverband CBF will wieder Spiele austragen, vorerst ohne Zuschauer, wie es heißt. Vom Wirtschaftsministerium wird das begrüßt. Adolfo Sachsida vom Wirtschaftsministerium meinte bei einer Pressekonferenz, dass die Bevölkerung in Isolation gerne ihre Fußballspiele sehen wollten.

Mit entsprechenden Vorkehrungsmaßnahmen, so Sachsida, sollte dies bald möglich sein. Auch Gesundheitsminister Nelson Teich sieht dies positiv. Noch sei aber nichts definiert. Teich will erst abwägen.

Uni entwickelt Beatmungsgerät, günstig und schnell zu produzieren
Ingenieure, Forscher und Mediziner der Universität São Paulo (Poli-USP) haben ein Billig-Notbeatmungsgerät entwickelt. Das kommt ohne den Import von Bauteilen aus, kann in nur wenigen Stunden prodziert werden und kostet nur einen Bruchteil von dem anderer Beatmungsgeräte. Erste Tests an Patienten sind erfolgreich verlaufen, wie es in einer Mitteilung der Universität heißt.

Jetzt fehlt nur noch die Überprüfung und Freigabe durch die Aufsichtsbehörde Anvisa. Die Hoffnungen sind groß. In einigen Krankenhäusern sind Beatmungsgeräte bereits Mangelware. Mit der Erfindung könnte ein Zeitproblem gelöst werden, das durch den Import der Geräte oder die lange Produktionszeit gegeben ist. Getauft wurde das Gerät “Inspire“, was aus dem Portugiesischen übersetzt “Atmen“ bedeutet oder dem Englischen “Inspirieren“.