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Bevölkerungszahl Brasiliens wird ab 2048 schrumpfen

Veröffentlicht am 27. Juli 2018 unter Brasilien News

Noch wächst die Zahl der Brasilianer. In drei Jahrzehnten wird sich das allerdings ändern. Ab 2048 wird mit einer Abnahme gerechnet.

Kinderspielplatz – Foto:Cesar Brustolin/SMCS

Dann wird es auch mehr Senioren geben als Kinder, wie es in einem vom brasilianischen Statistikamt IBGE am Mittwoch (25.) vorgelegten Bericht heißt.

Aktuell leben in Brasilien wenig mehr als 208 Millionen Menschen. Ihre Zahl wird bis 2047 auf 233,2 Millionen steigen. Dann ist der Knickpunkt der Wachstumskurve erreicht. Von da an wird die Bevölkerungszahl des südamerikanischen Landes stetig schrumpfen.

In zwölf Jahren wird Brasilien dann in etwa die Bevölkerungszahl des Großraums Berlins (etwa fünf Millionen Personen) verlieren. Für das Jahr 2060 schätzt das Statistikamt die Bevölkerungszahl nur noch auf 228,3 Millionen Menschen.

Der Grund dafür liegt an der sinkenden Geburtenrate. Die ist für ein Entwicklungsland in Brasilien ohnehin schon gering. 2018 sind rein rechnerisch auf jede Frau im fruchtbaren Alter 1,77 Kinder gekommen.

In Europa liegt die durchschnittliche Geburtenrate bei 1,58. Beim einzelnen Ländervergleich liegt Brasilien allerdings schon jetzt hinter Frankreich (1,96) und auch hinter Großbritannien (1,8).

2060 wird es von noch mehr europäischen Ländern überrundet werden. Dann wird die Geburtenrate in Brasilien laut IBGE bei 1,66 liegen.

Hinzu kommt, dass die Brasilianerinnen immer später Kinder bekommen. Momentan liegt das durchschnittliche Alter der Mütter bei der ersten Schwangerschaft bei 27,2 Jahren, 2060 werden es 28,8 Jahre sein.

Kalkuliert hat das Statistikamt auch die Alterung der Gesellschaft. Die nimmt zu, weil weniger Kinder zur Welt kommen und weil die Lebenserwartung steigt.

Noch ist die brasilianische Bevölkerung relativ jung. Das Durchschnittsalter aller Brasilianer wird für 2018 mit 32,6 Jahren angegeben.

Derzeit sind 9,2 Prozent der Brasilianer und damit jeder zehnte über 65 Jahre alt. 2060 wird hingegen bereits einer von vier Brasilianern (25,5 Prozent) zu den Senioren gehören.

Schon in elf Jahren werden in dem südamerikanischen Land zudem mehr über 65-Jährige leben als Kinder.